Studium der Soziologie und der Volkswirtschaftslehre

Soziologie und Volkswirtschaftslehre haben im Studiengang “Staats- und Sozialwissenschaften”, ebenso wie Ethik, den Stellenwert von Nebenfächern. Zu diesen gibt es im ersten Trimester jeweils eine einführende Vorlesung (plus Übung), ab dem zweiten Trimester können sich die Studierenden entscheiden, ob sie Soziologie/Ethik oder Volkswirtschaftslehre vertiefen wollen.

Das Studium der Soziologie beginnt mit einer Einführungsveranstaltung zu den soziologischen Grundbegriffen (Vorlesung und Übung). Diese Einführung ist für alle Studierenden eine verpflichtende Veranstaltung. Jenseits der Einführung umfasst das Angebot im BA-Studiengang zusätzlich zwei Veranstaltungseinheiten zur “soziologischen Theorie” (Vorlesung und Übung). Hier werden die Grundlagen und unterschiedlichen Ansätze der Handlungs- und Gesellschaftsanalyse vermittelt. Darüber hinaus gibt es makrosoziologisch orientierte Veranstaltungen zur Sozialstruktur und Entwicklung “moderner”, d.h. industrieller und postindustrieller Gesellschaften. Parallel dazu verantworten die soziologischen Professuren aber auch die Einführung in die qualitativen Forschungsansätze, die ergänzend und vertiefend zu der Ausbildung in “empirischer Sozialforschung” (ESF) zu sehen ist.

Aufbauend auf den im Bachelor-Studiengang vermittelten theoretischen und methodischen Grundfähigkeiten sind die Beiträge zum Masterstudiengang stärker forschungsorientiert und weniger auf die “allgemeine”, sondern stärker auf “spezielle“ Soziologien bezogen. Die (im Wesentlichen in Ergänzungsmodulen situierten) Angebote beziehen sich vor allem auf Fragen der Risiko- und Sicherheitsforschung, auf Probleme von Macht und Gewalt, Migration und Globalisierung sowie auf Fragen von Technik und Alter.

Die Studierenden der Fakultät Staats- und Sozialwissenschaften können Volkswirtschaftslehre als Wahlpflichtfach belegen. In der Lehre werden sowohl mikroökonomische als auch makroökonomische Theorien vermittelt. Eine zentrale Frage im Bachelor-Studium ist, wie sich aus wohlfahrtsökonomischer Sicht staatliche Eingriffe in einer Marktwirtschaft rechtfertigen lassen. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf außenwirtschaftlichen Fragestellungen, wobei die wirtschaftliche Integration zum einen global und zum anderen auf der Ebene der Europäischen Union thematisiert wird. Im Masterstudium liegt der Fokus zum einen auf der Betrachtung von Arbeitsmärkten. Zum anderen wird die Finanzierung staatlicher (Sozial-) Leistungen analysiert, die wiederum Rückwirkungen auf den Arbeitsmarkt hat. Darüber hinaus werden regelmäßig Seminare zu aktuellen wirtschafts- und entwicklungspolitischen Problemstellungen angeboten.