Interview (ARD alpha): Studium Politikwissenschaft

"In meiner allerersten Einführungsvorlesung sagte der Professor im allerersten Satz: 'Wer glaubt, dass Politikwissenschaft etwas mit Politik zutun hat, kann gleich wieder heimgehen!' In der Tat ist es so, dass der Politologe eher langfristige, historische Entwicklungen und Bezüge betrachtet."

"Das liegt an unseren wissenschaftlichen Standards. Wir veröffentlichen unsere Forschungsergebnisse in der Regel in Fachzeitschriften. Und es gibt Studien, dass so ein Aufsatz maximal von fünf Leuten, Fachkollegen, gelesen wird. In Zeitungen, in politischen Blogs oder den sozialen Medien tauchen wir dagegen immer weniger auf. Wenn es um wissenschaftlichen Nachwuchs geht, fragen wir nicht, ob es einen Output in die Gesellschaft hinein gibt und ob diese Leistung belohnt wird. Im Gegenteil: die Leute, die konkret Stellung beziehen, werden dann innerhalb des Fachs schief angeschaut. Ich denke, da müssen wir dringend den Raum wieder etwas öffnen."

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