RIKO - Risikokommunikation im Baulichen Bevölkerungsschutz

Risikokommunikation und Bürgerbeteiligung im baulichen Bevölkerungsschutz (RIKO)

Leitung: Dr. Jasmin Riedl
Team: Wiebke Drews, Andreas Jager, Dr. Kristina Kurze
Laufzeit: Januar 2014 bis Juli 2016

Das vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) finanzierte Forschungsprojekt befasst sich mit der Kommunikation zwischen staatlichen und gesellschaftlichen Akteuren auf kommunaler Ebene im Bereich des baulichen Bevölkerungsschutzes, insbesondere im Bereich des Hochwasserschutzes.

Unwetterereignisse, in deren Folge es zu Sturzfluten und Hochwasser kommt, häufen sich in Europa und haben einen bedeutenden Anteil an den Schäden infolge von Überschwemmungen. Risikokommunikation und Schadensprävention sind daher besonders wichtige Elemente, um die Schadensausmaße zu reduzieren: Hierzu müssen zum einen die Bedürfnisse und Sorgen der Bevölkerung angemessen in Hochwasserschutzkonzepten berücksichtigt werden. Zum anderen müssen betroffene Bürgerinnen und Bürger die Empfehlungen der zuständigen Behörden zur Kenntnis nehmen und umsetzen, sowie im Schadensfall mit den staatlichen Stellen zusammenarbeiten, damit zum Schutz der Bevölkerung getroffene Maßnahmen und genauso Rettungsmaßnahmen schnell und sicher durchgeführt werden können. Gerade im baulichen Bevölkerungsschutz, der in vielen Punkten noch ausbaufähig ist, kommt es darauf an, eine Kommunikationsstruktur zu entwickeln, die Bürgerinnen und Bürger motiviert, freiwillig tätig zu werden und bspw. bauliche Maßnahmen zur Prävention vorzunehmen. Hierzu gibt es bereits vielfältige partizipative Maßnahmen, die eine Einbindung der Bürgerinnen und Bürger prinzipiell ermöglichen. Da aber die kommunalen Rahmenbedingungen und Akteurskonstellationen strukturell und soziokulturell sehr unterschiedlich ausfallen können, müssen kontextspezifische Sets an Kommunikations- und Beteiligungsangeboten auf kommunaler Ebene entwickelt werden.

Das Forschungsprojekt RIKO untergliedert sich in zwei Arbeitsbereiche: 1. sechs qualitative Fallstudien in drei deutschen Ländern und 2. eine allgemeine Bevölkerungsumfrage mit mehr als 2000 Befragten.

Die Publikationen des Forschungsprojektes werden hier in Kürze gelistet.