Arbeitsmarktökonomik

Arbeitsmarktökonomik


In Deutschland sind über 3 Millionen Menschen offiziell als arbeitslos gemeldet. In den Augen der Bevölkerung ist die hohe Arbeitslosigkeit eines der drängendsten politischen Probleme.

Auch in der Politik besteht Konsens, dass die Bekämpfung der Arbeitslosigkeit eine zentrale politische Aufgabe in den nächsten Jahren sein muss. Doch bei der Frage, mit welchen Mitteln die Arbeitslosigkeit bekämpft werden kann, hört die Übereinstimmung auf. Steuersenkungen, Bürokratieabbau, bessere Arbeitsvermittlung, Förderung der Selbstständigkeit, Kombilöhne - die Liste von Lösungsvorschlägen ließe sich nahezu beliebig fortsetzen.

Doch welche Vorschläge sind aus wirtschaftstheoretischer Sicht erfolgversprechend? In der Veranstaltung wird dieser Frage nachgegangen. Im Zusammenhang hiermit steht die Analyse, warum die Arbeitslosigkeit gegenwärtig so hoch ist. Folgende Aspekte stehen im Zentrum des Interesses:

  • Welche Besonderheiten weist der Arbeitsmarkt im Vergleich zu anderen Märkten auf?
  • Wie lässt sich Arbeitslosigkeit überhaupt messen? Lassen sich dabei verschiedene Arten von Arbeitslosigkeit unterscheiden?
  • Wie hat sich die Arbeitslosigkeit in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten entwickelt?
  •  Wie funktioniert ein idealtypischer Arbeitsmarkt? Welche Faktoren sind für das Arbeitsangebot und die Arbeitsnachfrage bedeutsam?
  • Wie wirken sich gesetzliche Regelungen auf das Funktionieren des Arbeitsmarktes aus?
  • Welche mikro- und makroökonomischen Wirkungen gehen von einer Arbeitslosenversicherung aus?
  • Kollektive Lohnverhandlungen und allgemein verbindliche Lohnabschlüsse - vernachlässigen die Gewerkschaften die Interessen der Arbeitslosen?
  • Effizienzlöhne: Warum es auch auf freien und deregulierten Arbeitsmärkten zu Arbeitslosigkeit kommen kann.