Geschichte der Fakultät

Geschichte der Fakultät für Staats- und Sozialwissenschaften



Die Fakultät für Sozialwissenschaften wurde im Jahr 1978 - fünf Jahre nach der Gründung der Universität der Bundeswehr - aus der Taufe gehoben. Sie hat keine Entsprechung an ihrer Schwesteruniversität in Hamburg.

Sie ist die einzige Fakultät, die für alle Studierenden der Universität Lehrleistungen im Rahmen eines obligatorischen Begleitstudiums der Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften (EGA) anbietet. Das Studium der Staats- und Sozialwissenschaften wird durch technikwissenschaftliche Anteile (TA) ergänzt, die gewissermaßen das Pendant zu den gesellschaftswissenschaftlichen Anteilen (GA) der Studierenden anderer Fakultäten und Fachbereichen der Universität bilden. Dieses Studienangebot wird von den technischen Fakultäten mitgetragen.

Bei der Planung der Universitäten der Bundeswehr wurden neben dem Fachstudium den erziehungs- und gesellschaftswissenschaftlichen Anteilen durch die Ellwein-Kommission ein besonders hoher Stellenwert eingeräumt. Die Offizierstudenten werden in diesem Studium mit sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Problemstellungen auch im Hinblick auf ihre spätere berufliche Laufbahn innerhalb der Bundeswehr vertraut gemacht.

Der erste staats- und sozialwissenschaftliche Studiengang begann im Jahre 1988 - zehn Jahre nach der Gründung der Fakultät.

Dieser Studiengang zeichnet sich durch ein neuartiges Konzept von Integration und Spezialisierung aus. Während im Grundstudium die drei Hauptrichtungen

  • Politikwissenschaften
  • Öffentliches Recht und Verwaltungswissenschaften
  • Geschichte

angeboten und gelehrt werden, spezialisiert sich der Studierende im Hauptstudium auf eine der drei Hauptrichtungen.

Ergänzt wird diese fachliche Schwerpunktbildung durch die Pflichtfächer Soziologie und Volkswirtschaftslehre. Letztere spielt insbesondere bei der Vordiplomsprüfung eine herausgehobene Rolle, da die Anforderungen denen eines VWL-Vordiploms entsprechen. Hinzu kommen die Wahlpflichfächer Ethik und Sozialpsychologie.

Der Studiengang trägt der Forderung nach Integration und Interdisziplinarität sozial-, wirtschaftswissenschaftlicher und historischer Inhalte Rechnung. Anders als in vergleichbaren sozialwissenschaftlichen Diplomstudiengängen werden die Fachrichtungen bislang allerdings nur in Einzelfällen durch interdisziplinäre Projekte miteinander verbunden. Eine bereits in Arbeit befindliche Reform des Studienganges wird diesen Aspekt jedoch noch stärker berücksichtigen.

Nach bestandener Diplomprüfung erhält der Absolvent dieses Studienganges den akademischen Grad „"Diplom-Staatswissenschaftler".