Vita

Ivo Schneider (geb. 1. September 1938 in München), Kurzbiographie


                          
Nach dem Studium der Mathematik und Physik mit Studienabschluß als Diplom-Mathematiker naturwissen-schaftlicher Richtung an der LMU München (1963) Studium der Geschichte der Naturwissenschaften und der Mathematik am Institut für Geschichte der Naturwissenschaften der LMU München mit Abschluß durch Promotion zum Dr. rer. nat. mit der 1968 im Archive for History of exact Sciences veröffentlichten Arbeit "Der Mathematiker Abraham de Moivre (1667-1754)"
1972 Habilitation mit der Schrift "Die Entwicklung des Wahrscheinlichkeitsbegriffs in der Mathematik von Pas-cal bis Laplace" für das Fach Geschichte der Naturwissenschaften an der LMU München.
Für das akademisches Jahr 1972/73 auf Einladung von Thomas S. Kuhn Gastprofessor am Program in History and Philosophy of Science der Princeton University.
1978 apl. Professor und von 1980 bis 20. September 1995 C 2 Professor für Geschichte der Naturwissenschaften der LMU München; seit 20. September 1995 C 4 Professor für Wissenschaftsgeschichte an der UniBw München, nach 1994 erfolgtem Ruf, seit 1. September 2003 Emeritus.
Im SS 1983 Gastprofessor am Zentrum für Interdisziplinäre Forschung (ZiF) der Universität Bielefeld im Rah-men des von Lorenz Krüger organisierten und geleiteten Projekts "The Probabilistic Revolution (1800-1930)".
Im SS 1988 Gastprofessor an der Universtity of Minnesota in Minneapolis. Oktober 1999 Gastprofessor an der TU Budapest.
Außerdem Wahrnehmung von Lehraufträgen für Geschichte der Mathematik an den Universitäten Stuttgart (1971), Salzburg (WS 1982/83 und WS1988/89) und im SS 1985 Klagenfurt
Vom 1.11.1988 bis 30.06.98 Sprecher des von der Stiftung Volkswagenwerk 1987 bewilligten Graduiertenkol¬legs am Deutschen Museum "Wechselbeziehungen zwischen Naturwissenschaften und Technik im deutschspra-chigen Raum", das vom Deutschen Museum im Verbund mit den Instituten für Wissenschaftsgeschichte der Ludwig-Maximilian-Universität und der Technischen Universität München getragen wurde und das erste in Bayern eingerichtete Graduiertenkolleg war.
Tätigkeit als Mitbegründer, Herausgeber, Mitherausgeber und Rezensent an zahlreichen nationalen und internatio¬nalen wissenschaftshistorischen und mathematikhistorischen Zeitschriften und Reihen.
Mitgliedschaft in verschiedenen nationalen und internationalen wissenschaftshistorischen Vereinigungen
Seit 1984 korrespondierendes Mitglied und seit 1995 membre effectif der Académie Internationale d'Histoire des Sciences
1990-2006 Mitglied des Kuratoriums des Deutschen Museums
Vorstandsmitglied des Ende 1997 gegründeten Münchner Zentrums für Wissenschafts- und Technikgeschichte (MZWTG) bis 2006
1999-2000 Mitglied des Senats der Universität der Bundeswehr München
Preise und Auszeichnungen:
September 1971 Erhalt des Rudolf-Kellermann-Preises für Geschichte der Technik 1970 für die Arbeit "Der Pro-portionalzirkel - ein universelles Analogrecheninstrument der Vergangenheit"
1990 Erhalt des erstmals vergebenen Preises des Deutschen Museums für Publikationen von Mitarbeitern für die Sparte Buchveröffentlichungen für die 1988 in München in der Beck'schen Reihe Große Denker veröffentlichte Biographie von Newton.
2004 Verleihung der Ehrendoktorwürde durch die Technische und Wirtschaftswissenschaftliche Universität Budapest.
Weitere Monographien:
Archimedes, Ingenieur, Naturwissenschaftler und Mathematiker, WB Darmstadt 1979;
Die Entwicklung der Wahrscheinlichkeitstheorie von den Anfängen bis 1933 - Einführungen und Texte, Akade-mie-Verlag Berlin und WB Darmstadt 1988;
Johannes Faulhaber - Rechenmeister in einer Welt des Umbruchs, Birkhäuser Verlag Basel 1993;
außerdem Autor von mehr als 120 wissenschaftshistorischen Artikeln.
2004 erschien unter dem Titel Form, Zahl, Ordnung – Studien zur Wissenschafts- und Technikgeschichte in der Reihe Boethius als Band 48 eine Festschrift zum 65. Geburtstag von Ivo Schneider, die auch eine 33-seitige Autobiographie enthält.
Zur Zeit mit der Abfassung einer Biographie des Politikers und Unternehmers Joseph von Utzschneider beschäftigt.
 

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Prof. Dr. Ivo Schneider