Die Professur betrieb im Zeitraum 12/2013 - 01/2018 über das An-Institut ITIS einen Gyrocopter zum Einsatz in Forschung und Lehre. Forschungsaktivitäten fanden in Kooperation mit industriellen Kooperationspartnern wie auch in eigenen Vorhaben statt, teilweise auch gefördert durch staatliche Forschungsförderprogramme. Studierende waren über entsprechende studentische Arbeiten (Studien-, Projekt-, Bachelor- und Masterarbeiten) integriert. In den entsprechenden Projekten ging es um die Erprobung innovativer Avionik sowie messtechnischer Systeme zur Erdbeobachtung. Teilergebnisse daraus können weiterhin in neue Projekte für Aufgabenstellungen zur Messtechnik aus der Luft oder zu Avioniksystemen eingebracht werden.

Innovatives Fluggerät

Gyrocopter - auch als Tragschrauber oder Autogyro bezeichnet - sind als sehr wirtschaftliche und sichere Fluggeräte bekannt. Sie beziehen ihren Vortrieb durch eine Luftschraube (Propeller), die meist am Heck in sogenannter Pusher-Konfiguration angebracht ist. Der Auftrieb wird durch einen frei im Fahrtwind rotierenden Rotor erzeugt, der hierzu gegen die Flugrichtung leicht angestellt ist. Dieser ständige Autorotationszustand erlaubt einen sehr stabilen Flugbetrieb sowie einen sicheren und voll steuerbaren Gleitflug im Falle eines Motorausfalls.

Innovatives Fluggerät

Kenndaten

Länge x Breite x Höhe: 4,7 m x 1,8 m x 2,8 m
Rotordurchmesser: 8,4 m
Einsatzgeschwindigkeit: 40...160 km/h
Leermasse: ca. 250 kg
Max. Abflugmasse (inkl. Besatzung, Treibstoff, Nutzlast): 500 kg
Triebwerk: 4-Zylinder Kolbentriebwerk mit Turbolader, 115 PS
Treibstoffverbrauch: ca. 15...20 l bleifreier Flugtreibstoff pro Flugstunde
Kennung: D-MESX

Kenndaten

Forschungsschwerpunkte

Gewinnung von Geodaten
Erprobung von Avionikkomponenten
Kamerabasierte Start- und Landeverfahren für die allgemeine Luftfahrt
Unterstützung von Hilfs-, Schutz- und Rettungseinsätzen aus der Luft
Messung von Schadstoffkonzentrationen, Radioaktivität, Funk etc.
Luft-Boden-Kommunikation für Echtzeitdaten

Forschungsschwerpunkte