PRM

Pricing & Revenue Management

Das Revenue Management repräsentiert ein noch junges Konzept zur erlösorientierten Gestaltung von Absatzprozessen, das seine Ursprünge im Luftverkehr hat und für das in einem rasanten Tempo neue Anwendungsfelder in anderen Dienstleistungsbranchen, aber auch in der Sachgüterindustrie erschlossen wurden und werden. Wesentliche Treiber sind dabei die Fortschritte in der Informationstechnologie und die damit verbundene Anwendung mathematischer Methoden in der Unternehmenspraxis.  Kernaufgaben des Revenue Management sind die Preisdifferenzierung, die Verfügbarkeits- und Überbuchungssteuerung sowie das Dynamic Pricing.

Das Revenue Management ist charakterisiert durch den verzahnten Einsatz unterschiedlichster mathematischer Methoden aus den Bereichen Optimierung und Datenanalyse. Ferner ist es geprägt von Multidisziplinarität, da enge Bezüge etwa zu den Bereichen Marketing, Disposition, Economics und Informationstechnologie bestehen. Darüber hinaus ist es eine der Erfolgsgeschichten des Operations Research in der Praxis; schon seit Jahrzehnten sind etwa bei großen Fluggesellschaften die Revenue Management Systeme nicht mehr wegzudenken. Außerdem ist das Thema aktueller denn je, denn gerade im Zuge des aktuellen Forschungstrends „Big Data Analytics“ nimmt das Revenue Management  eine Vorreiterrolle ein.

Die Professur beschäftigt sich mit der Entwicklung und Anwendung neuer Methoden insbesondere für die Verfügbarkeitssteuerung, dem Kerninstrument des Revenue Managements. Die Forschungsarbeiten beinhalten schwerpunktmäßig Methoden der (approximativen) dynamischen Optimierung, Dekompositionstechniken sowie Ansätze der linearen Optimierung. Neben der mathematischen Modellierung und der Entwicklung von Lösungsverfahren ist die Forschungsarbeit sowohl durch die analytische Herleitung struktureller Eigenschaften als auch durch die Durchführung von Simulationsstudien geprägt. Ein inhaltlicher Schwerpunkt ist die Berücksichtigung von Möglichkeiten der Produktsubstitution im Revenue Management, die sich etwa durch Produktupgrades oder sog. flexible Produkt ergeben. Diese konnten unter anderem als wirksame Instrumente zum Management des Absatzrisikos nachgewiesen werden, das sich aufgrund von Nachfrageschwankungen ergibt.