Absicherungsmanagement

Die Erhaltung der Wettbewerbsfähigkeit verlangt nach einer hohen Qualität der Produkte. Deren Absicherung erfolgt prozessbegleitend, um gerade Entwicklungsfehler möglichst frühzeitig zu identifizieren und zu beheben. Das macht es notwendig, während des gesamten Produktentwicklungsprozesses (PEP) durchgehend Absicherungsmaßnahmen, also Versuche, Simulationen und Kombinationen aus beiden, durchzuführen.

Relevanz

Die zunehmende Interdisziplinarität und Arbeitsteilung führt dazu, dass die Zahl der am Entwicklungsprozess beteiligten Personen, Abteilungen oder auch verschiedenen Unternehmen deutlich ansteigt. Ebenso nimmt die Menge der zur Verfügung stehenden – aber auch verwendeten - Methoden und Tools in der Produktentwicklung stetig zu. In den verschiedenen Fachabteilungen wird eine Vielzahl von Daten und Informationen generiert, die für die Absicherung nötig sind oder deren Ergebnis darstellen. Deren Verfügbarkeit und Koordination ist essentielle Grundlage für effiziente und effektive Entwicklungsprozesse.

Um effektive und effiziente Absicherung durchzuführen, müssen zur richtigen Zeit an der richtigen Stelle alle benötigten Daten und Informationen in einer ausreichenden Datenqualität zur Verfügung stehen. Fehlende aber ebenso unnötige sowie ungeeignete oder nicht auswertbare Daten und Informationen verlangsamen bzw. behindern den Absicherungsprozess. Im schlimmsten Fall kann es zu Fehlinterpretationen und nicht aussagekräftigen Ergebnissen führen, woraus dann Entwicklungsfehler oder gar fehlerhafte Produkte entstehen können.

Problemstellung und Fokus

Verschiedene Fachabteilungen (z. B. Versuch und Simulation) haben unterschiedliche Denkweisen, beschäftigen sich mit verschiedenen Phänomenen und verwenden meist nicht die gleichen Tools für ihre Absicherungsmaßnahmen. Dies führt zu ungleichen Datencharakteristiken und Datenqualitäten. Unterschiedliche Informationsbedarfe aus dem gleichen Datensatz können dazu führen, dass Daten fehlen oder nicht genutzt werden. Vorhandene oder erzeugte Daten werden teilweise nicht verwendet, da der Nutzer nicht weiß, dass diese Daten existieren. Zum anderen werden an einer Stelle zu wenig Daten erfasst, da unbekannt ist, dass diese an einer anderen Stelle benötigt werden. Entwicklungsprozesse in Unternehmen werden meist sehr generisch beschrieben und oft nur theoretisch gelebt. Vorhandene Daten- und Informationsflüsse werden oft zu ungenau, zu wenig oder gar nicht dokumentiert.

In diesem Kontext beschäftigen wir uns insbesondere mit folgenden Forschungsschwerpunkten:
- Detaillierte Analyse und Darstellung von Entwicklungsprozessen
- Daten- und Informationsflüsse in der Absicherung
- Simulations- und Versuchsdatenmanagement
- Anforderungs-, Risiko- und Qualitätsmanagement
- Prozesskenngrößen in der Produktentwicklung

Unsere Angebote für Unternehmen

Bei Interesse können Sie uns jederzeit gerne kontaktieren.

Studentische Arbeiten in Ihrem Unternehmen

Neben Bachelor- und Masterarbeiten, schreiben unsere Studenten auch Studien- und Projektarbeiten. Viele sind an einer praxisnahen Themenstellung in Unternehmen interessiert.

 

Ihre Vorteile
  • Geringe Kosten: Fast alle unserer Studenten sind Soldaten, die aufgrund des Soldatengesetzes keine zusätzliche Vergütung zu ihrem Gehalt annehmen dürfen. Anders als bei zivilen Studenten fallen somit keine Personalkosten an.
  • Wissenstransfer: Durch die studentische Arbeit und die wissenschaftliche Betreuung erhalten Sie neue Impulse aus der Forschung.
  • Wissenschaftliche Bearbeitung: Durch den Universitätsbezug stellt die Prüfungsordnung einen hohen Anspruch an die wissenschaftliche Güte der studentischen Arbeiten. Sie als Unternehmen profitieren damit von validen Ergebnissen, die unter Betreuung eines erfahrenen Institutsmitarbeiters wissenschaftsmethodisch hergeleitet werden. 
  • Gutes Gefühl, die Wissenschaft zu unterstüzen: Die Wissenschaft sucht stets nach Industrieerfahrungen und nach neuen Use Cases, um neue Ansätze auszuprobieren und sie anhand von praxisnahem Feedback weiterzuentwickeln.

Industriekooperation

Wir sind immer bestrebt, unsere wissenschaftlichen Erkenntnisse in industrierelevante Projekte mit einzubringen! Dadurch profitieren Sie als Unternehmen durch unserer wisschenschaftliches und methodisches Know-How, wir als Institut können unsere Modelle mit realen Use Cases validieren.

 

Bisherige Industriekooperation:
  • Projekt 1: Industriekooperation mit der BMW AG
  • Projekt 2: BFS-Projekt "Absicherungsmanagement in der Produktentwicklung" - Projektpartner: BMW Motorrad, P+Z Engineering, ATOS, MSC Software

Mitarbeiter auf diesem Schwerpunkt

Dipl.-Ing. Julian Schönwald

Dipl.-Ing. Julian Schönwald

Gebäude 42, Zimmer 0005
+49 89 6004-2813