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Minister Zeil eröffnet Kongress der Satellitennavigation

02.03.2011: Von 1. bis 3. März diskutieren auf dem vom Institut für Erdmessung und Navigation organisierten „Satellite Navigation Summit“ internationale Experten über Galileo und Co.
Minister Zeil eröffnet Kongress der Satellitennavigation

Staatsminister Martin Zeil auf dem Satellite Navigation Summit

Martin Zeil, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Infrastruktur, Verkehr und Technologie, hat am 1. März in der Münchner Residenz den „Satellite Navigation Summit 2011“ eröffnet. Der vom Institut für Erdmessung und Navigation der Universität der Bundeswehr München veranstaltete Kongress der Satellitennavigation findet bereits zum 9. Mal statt. Mehrere Hundert Teilnehmer aus Russland, USA, China, Indien, Japan und vielen Ländern der Europäischen Union diskutieren drei Tage lang über das Globale Satellitennavigationssystem (GNSS).
 

Die ersten zwei Galileo-Satelliten 2011 im Orbit

Prof. Bernd Eissfeller, Leiter des Instituts für Erdmessung und Navigation, betonte in seiner Begrüßung, dass hinter der Satellitennavigationsbranche ereignisreiche Monate liegen: Seit dem letzten Kongress hat ein deutsch-italienisches Unternehmen den Auftrag der Europäischen Kommission für den Betrieb der ersten 18 Galileo-Satelliten erhalten. Außerdem sei mit der Galileo Test- und Entwicklungsumgebung GATE in Berchtesgaden eine einmalige Simulationsumgebung für Wissenschaft und Industrie entstanden. Auch Minister Zeil ging in seiner Eröffnungsansprache auf die Bedeutung des Standorts Bayern im Bereich der Satellitennavigation ein. Er blickte voraus auf die nächsten Monate, in denen „Galileo Realität werden wird“: In der zweiten Jahreshälfte 2011 werden die ersten zwei Galileo-Satelliten vom schwedischen Kiruna aus ins All geschickt. Februar 2012 folgen die nächsten beiden Satelliten. Galileo soll ab 2014 über zunächst 18 Satelliten laufen. Zeil sprach sich jedoch dafür aus, das ursprüngliche Ziel von 27 bis 30 Galileo-Satelliten weiter anzustreben. „Nur so können wir die volle Leistungsfähigkeit und Sicherheit erreichen.“

Nutzer verstärkt einbinden

In der Auftaktveranstaltung diskutierten führende Satellitennavigationsexperten aus den USA, Russland und Europa über das Globale Satellitennavigationssystem und den Entwicklungsstand des russischen GLONASS, des amerikanischen GPS, des europäischen Galileo und des chinesischen Compass. Die Diskussionsteilnehmer sprachen sich für eine Interoperabilität der verschiedenen Systeme aus. Anthony Russo, Direktor der US-Behörde Space-Based PNT (Positioning, Navigation and Timing), machte deutlich, dass mit der unter Präsident Barack Obama neu erarbeiteten Weltraum-Politik auch in den USA künftig die Integration anderer Systeme möglich wird: „Wir können die Leistung steigern, wenn mehr als ein System verwendet wird.“ Der Generaldirektor der Europäischen Weltraumorganisation ESA, Jean-Jacques Dordain, verknüpfte das Schicksal der verschiedenen Satellitennavigationssysteme mit deren Akzeptanz bei den Nutzern. Er glaube daran, dass Europa die Fähigkeiten hat, den Nutzern mit Galileo das beste Angebot zu machen, so Dordain. Doch dazu müsse man sich in den nächsten Entwicklungsschritten intensiver mit den Nutzern und ihren Bedürfnissen auseinandersetzen. „Denn die Nutzer werden sich letztlich für das beste Signal mit den besten Anwendungsdiensten entscheiden“, so Dordain.

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Die Zukunft der Medien - Herausforderungen und Innovationen 15.05.2014 13:30 - 18:00 — Universität der Bundeswehr München, Geb. 33., Audimax
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