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Emeritus

Exzellenter Emeritus

16.04.2009: Prof. Ignaz Eisele von der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik bleibt der Universität der Bundeswehr München als „Exzellenter Emeritus“ verbunden

niehuss_eisele 240x140.jpgProf. Ignaz Eisele ist zum ersten exzellenten Emeritus der Universität der Bundeswehr München ernannt worden. Der Professor der Mikrosystemtechnik an der Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik hat eigentlich das Ruhestands-Alter erreicht. Doch die Leitung der Universität will sein Fachwissen und seine guten Kontakte zur Industrie nicht verlieren und ihn an die Universität binden. Als exzellenter Emeritus wird Prof. Eisele weiter im Bereich der Mikrosystemtechnik und Nanotechnologie forschen und Kooperationen der Universität der Bundeswehr München mit Industrieunternehmen und Forschungseinrichtungen auf diesem Gebiet vorantreiben.

Würdiger Kandidat

„Prof. Eisele ist unser erster und besonders würdiger Kandidat, dem wir den Titel eines ‚Exzellenten Emeritus’ verleihen“, so die Präsidentin der Universität, Prof. Merith Niehuss, bei der Überreichung der Urkunde. Sie erklärte, dass die Universität durch die Verleihung dieser Würde verhindern kann, dass hervorragende Kollegen mit all ihrem Fachwissen und all ihren Kontakten der Universität „verloren gehen“, nur weil sie „zufällig“ eine Altersgrenze erreicht haben: „Die Universität möchte sich doch weiter mit diesen Köpfen schmücken.“ Der Status eines exzellenten Emeritus wird zunächst für drei Jahre verliehen und kann anschließend um zwei Jahre verlängert werden. Während dieser Zeit ist der Exzellente Emeritus mit diversen Privilegien ausgestattet. Unter anderem kann er seine Forschungsaktivitäten weiterführen und ggf. finanzielle Unterstützung für Aufgaben, Geräte und Reisen erhalten, die im Interesse der Hochschulleitung oder der Fakultät durchgeführt werden. Im Gegenzug soll der Exzellente Emeritus die Hochschulleitung bzw. die Fakultät als unabhängiger und kompetenter Ratgeber unterstützen, so zum Beispiel als Berichterstatter in Berufungsverfahren oder in strategischen Fragen.

30 Jahre Engagement für die Universität

Prof. Ignaz Eisele, geboren in Garmisch-Partenkirchen, studierte und promovierte an der TU München im Fach Physik. Nach Auslandsaufenthalten in den USA und einer Industrietätigkeit im Forschungslabor von Siemens ist er seit 1979 Professor an der Universität der Bundeswehr München. „Sie sind einer unserer Vorzeigeprofessoren, der maßgebend für den Ruf der Universität ist“, betonte die Präsidentin Prof. Niehuss. Unter anderem ist Prof. Eisele der Aufbau des Reinraums der Universität für die Forschung an Mikrosystemen zu verdanken. Neben der Forschung hat sich Prof. Eisele auch als Dekan sowie langjähriger Senatsvorsitzender für die Belange der Universität engagiert.

Entwicklungszentrum für multi-funktionale Silizium-Technologien

Derzeit ist Prof. Eisele Leiter der Hauptabteilung „Nanomaterials, Devices and Si-Technology“ am Fraunhofer-Institut für Zuverlässigkeit und Mikrointegration (IZM). In dieser Funktion möchte er in den kommenden Jahren eine Zusammenarbeit zwischen dem Fraunhofer IZM, der Universität der Bundeswehr München sowie einem Industrieunternehmen, ebenfalls aus dem Münchner Raum, erreichen. Ziel der Kooperation ist es, in der Region ein Entwicklungszentrum für „Multi-functional On-Top Technologies for Standard-Silicon and CMOS (MOTT)“ zur modularen Integration innovativer und neuer Funktionalitäten und Komponenten in bestehende Silizium Standard-Technologien aufzubauen. Im Rahmen dieser Kooperation könnten Universität, außeruniversitäre Forschungseinrichtung und Industrie voneinander profitieren und gemeinsam Entwicklungen voranbringen – von der risikoreichen Forschung bis hin zur Produktreife und Umsetzung –, so Prof. Eisele. Die Aufgaben des geplanten Entwicklungszentrums gliedern sich in die Bereiche Technologieentwicklung, Technologietransfer, Equipmenterprobung, Technologiezentrum, Serviceleistungen und Schulung für die Industrie.

 

 

 

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