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Alpreserv

Nachhaltiger Hochwasserschutz

12.03.2007: Wissenschaftler der Universität initiierten internationale Expertenkonferenz

SylvensteinDie Situation von Stauseen in der Alpenregion ist mittel- bis langfristig dramatisch. Durch die zunehmende Verlandung können die Seen - etwa der Sylvensteinsee im Bild - ihre Aufgabe als Hochwasserregulierer nicht mehr optimal erfüllen. Zu diesem Ergebnis kamen Experten der Wasserwirtschaft aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz bei der Abschlusskonferenz des Projektes „ALPRESERV" am 6. März im Kloster Seeon am Chiemsee. „Das richtige Regulieren der Wassermassen im Sylvensteinspeichersee hat München 2005 vor einem stärkeren Hochwasser bewahrt“, erklärte Dr. Sven Hartmann, Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Wasserwesen der Universität der Bundeswehr München. Hartmann ist Hauptinitiator des Projektes für nachhaltiges Sedimentmanagement alpiner Wasserspeicher „ALPRESERV“. „Durch Geröll und Steine verlanden die Stauseen jedoch immer weiter. Die Konsequenz ist, dass sie weniger Wasser aufnehmen können“, zeigte er mögliche Folgen auf. Dies habe neben dem eingeschränkteren Hochwasserschutz eine sinkende Wasserversorgung und Wasserkraftnutzung zur Folge.

Ausbaggern keine nachhaltige Lösung
Ein regelmäßiges Ausbaggern der Stauseen sei weder finanziell noch ökologisch sinnvoll und vor allem nicht nachhaltig, darin waren sich alle Experten der Konferenz einig. Vielmehr müssten, so Hartmanns Vorschlag, Geröll und Steine um die Staumauern herumgeführt werden. Denn im natürlichen Flusslauf sei das Sediment für eine stabile Uferbeschaffenheit wichtig. Eine weitere Maßnahme könne auch das kontrollierte und zeitlich begrenzte Öffnen von Stauwehren während eines Hochwassers sein. Auch dann würde Sediment in den Flusslauf transportiert.

Das Projekt „ALPRESRV“ wurde 2003 vom Institut für Wasserwesen an der Universität der Bundeswehr München initiiert und wird von der EU finanziert. In dem internationalen Projekt haben sich Vertreter aus Wissenschaft, Politik, Behörden und Industrie aller Alpenländer zusammen geschlossen, um gemeinsam Lösungen für ein nachhaltiges Sedimentmanagement alpiner Wasserspeicher zu finden.


Weitere Informationen auf der Seite von ALPRESERV

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