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4. Münchener Tunnelbausymposium an der Universität

05.06.2014: Ende Mai fand das 4. Münchener Tunnelbausymposium in Neubiberg statt. Mehr als 250 Teilnehmerinnen und Teilnehmer folgten der Einladung des Fördervereins Konstruktiver Ingenieurbau und der Studiengesellschaft für unterirdische Verkehrsanlagen (STUVA).
4. Münchener Tunnelbausymposium an der Universität

Die Veranstalter des Symposiums: Dr. Roland Leucker (STUVA) und die Professoren Jürgen Schwarz, Manfred Keuser und Conrad Boley von der Fakultät Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften (v.l.n.r.)

Vier große Themenblöcke und eine begleitende Fachausstellung

Die Veranstaltung, die seit 2008 alle zwei Jahre an der Universität der Bundeswehr München durchgeführt wird, hat einen festen Platz im Kalender der Tunnelbauer. In diesem Jahr umfassten die Themen vier Bereiche rund um den Lebenszyklus von Tunnelbauwerken: Der Themenblock „Bauverträge im Tunnelbau“ behandelte die Planungsphase aus rechtlicher Sicht, „Baulicher Brandschutz“ gab Einblicke in die Betriebsphase sowie die Notwendigkeit von Nachrüstungen und die beiden Blöcke „Tunnel in Bayern“ und „Aktuelle Projekte“ informierten über das Baugeschehen und die zukünftigen Planungen spannender Tunnelbauprojekte. Eine begleitende Fachausstellung im Foyer des Audimax bot den Teilnehmern den passenden Rahmen für einen fachlichen Dialog.

Über Tunnelsicherheit und Bauverträge

Bei den Vorträgen zum baulichen Brandschutz stand die Tunnelsicherheit im Vordergrund. Jeder Tunnelnutzer nimmt heutzutage in den neuen und nachgerüsteten Tunnelbauwerken eine bessere Beleuchtung und kürzere Fluchtwege wahr. Über die dazu erforderlichen Nachrüstungsarbeiten bei bayerischen Tunneln allgemein und speziell im Tunnel Farchant gab das Symposium Auskunft. Interessante Einblicke ermöglichten die weiteren Vorträge über Tunnel in Bayern. Hier wurden speziell der Kramertunnel bei Garmisch-Partenkirchen und der Entlastungstunnel in Starnberg hervorgehoben, im Entwurf fertig geplante Objekte, die vor der Realisierung stehen.

Im Mittelpunkt der Themen um die Bauverträge stand das Ziel eines konfliktarmen, partnerschaftlichen Vertrages. Die Beispiele aus Österreich und der Schweiz und das aktuelle Projekt des Brenner Basis-Tunnels zeigten deutlich die Vorteile eines solchen Vertragsmodells für die Qualität des Bauwerkes und auch für die Kostensicherheit bei der Realisierung. Überregionale Projekte als Highlight für die Tunnelbauer waren der Tunnel Hirschhagen und die Talquerung Stuttgart-Ulm. Ein Vortrag über Informationssysteme zur Risikobeherrschung im maschinellen Tunnelbau zeigte zum Abschluss der Tagung die Anwendung neuester Technologien.

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