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EUROPEAN POLICY STATEMENT (EPS)

ERKLÄRUNG ZUR HOCHSCHULPOLITIK DER UNIVERSITÄT DER BUNDESWEHR MÜNCHEN

(ALLGEMEINE STRATEGIE)

Die Universität der Bundeswehr München wurde 1973 mit dem Ziel gegründet, dem zukünftigen Führungsnachwuchs der Bundeswehr eine profunde wissenschaftliche Ausbildung zu ermöglichen. Heute öffnet sich die Universität weiteren Zielgruppen aus Industrie und Behörden. Eine Besonderheit ist das sehr konzentrierte Studium, das durch eine intensive Betreuung unterstützt wird. Hierdurch ist es möglich, ein Bachelor- und Masterstudium in einer Mindeststudiendauer von 4 Jahren abzuschließen.

Ziel der Universität der Bundeswehr ist es, ihre Vernetzung sowohl in der nationalen als auch der internationalen Hochschullandschaft weiter voranzutreiben und sich als wettbewerbsfähige Forschungsuniversität zu positionieren. Ein zentrales Ziel ist es außerdem, dem Führungsnachwuchs der Bundeswehr eine qualitätsvolle wissenschaftliche Ausbildung zu bieten als auch den Absolventen/-innen der Universität generell sehr gute Chancen auf dem zivilen Arbeitsmarkt zu eröffnen.

Ein wichtiger Beitrag zur Erreichung dieses Ziels ist die Einbeziehung internationaler Anteile in das Studienangebot, bzw. die Möglichkeit, frühzeitig internationale Erfahrung zu sammeln, um die Studierenden auf künftige Anforderungen ihrer Tätigkeit innerhalb der Bundeswehr, aber auch auf dem zivilen Arbeitsmarkt vorzubereiten.

Ein weiteres Anliegen ist es, im Zuge der Öffnung der Universität das Studienangebot für zivile Studierende sowie für Ausbildungspartner, wie z.B. internationale Unternehmen und Behörden attraktiv zu machen. Einen wichtigen Beitrag hierzu leisten die verschiedenen internationalen Programmangebote.

Die internationalen Kooperationspartner der Universität der Bundeswehr München werden nach der Qualität der Forschung und der Qualität des Studienangebots der ausländischen Einrichtung, sowie entsprechend der Forschungsschwerpunkte von Professoren und Institutionen als auch der Vertiefungsrichtungen der Studiengänge ausgewählt. Die Universität der Bundeswehr München ist bestrebt, ihr Kooperationsnetzwerk möglichst weitgespannt und ausgewogen auszudehnen, um ein möglichst breites Angebot an Austauschprogrammen anbieten zu können. Regionale Schwerpunkte der Zusammenarbeit bilden hierbei Europa, USA und Lateinamerika.

Einen wesentlichen Schwerpunkt der Mobilitätsaktivitäten bildet der Studierendenaustausch auf Bachelor- und Masterebene. Ziel ist es, den Studierenden bereits frühzeitig internationale akademische Erfahrung zu ermöglichen und über Austauschpartnerschaften ein über das eigene hinausgehendes und vielfältiges Studienangebot anzubieten. Die Studierenden können hierbei aus vielfältigen Möglichkeiten wählen, neben dem klassischen Austauschsemester und Praktikum im Ausland sind die Teilnahme an Summer Schools sowie die Mitarbeit an internationalen Forschungsprojekten im Ausland im Rahmen einer Bachelor- oder Masterarbeit möglich.

Die Internationalisierung des Studiums wird darüber hinaus durch weitere Maßnahmen und Angebote gefördert. Alle Studierenden sind verpflichtet, an einer Sprachausbildung in mindestens einer Fremdsprache teilzunehmen, die fächerübergreifend integraler Bestandteil des Studiums ist. Darüber hinaus können interkulturelle Trainings sowie die Teilnahme an Projekten zur Integration internationaler Studierender als Studienleistung angerechnet werden. Auf Doktorandenebene werden Auslandsaufenthalte durch finanzielle Mittel der Universität unterstützt. Darüber hinaus ist der Ausbau bzw. der Aufbau weiterer Doctoral Schools und internationaler Doktorandennetzwerke geplant.

Die Universität der Bundeswehr München hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die einen Beitrag zur Erreichung der fünf Prioritäten der Europäischen Modernisierungsagenda leisten:

  1. Die Universität der Bundeswehr München trägt zur Akademisierung und Aufwertung des Offiziersberufes bei. Der Masterabschluss gilt als Regelabschluss. Bei herausragender Leistung steht künftigen Offizieren ein akademischer Abschluss bis zum Doktorgrad offen. Zudem bietet sie im Fachhochschulbereich spezielle Studiengänge für Zielgruppen an, die bisher keine akademische Ausbildung erhalten haben. Mehrere duale Studiengänge werden seit einigen Jahren erfolgreich in Kooperation mit regionalen und internationalen Industriepartnern angeboten.
  2. Sie ergreift eine Reihe von Maßnahmen zur Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Doktoranden sind in der Regel Beschäftigte der Universität mit gesicherter und angemessener Finanzierung. Darüber hinaus besteht eine internationale Graduate School in Kooperation mit 12 europäischen Universitäten. Innerhalb des Doktorandenstudiums sind mehrere Mobilitätsphasen innerhalb des Netzwerkes möglich. Weitere Netzwerke mit internationalen Universitäten, größtenteils mit Hilfe des Erasmus-Programms, befinden sich im Aufbau.
  3. Ein neues Qualitätsmanagement, das alle internationalen Maßnahmen einbezieht, ist bereits vom akademischen Senat der Universität verabschiedet. Der Ausbau des Studienangebotes orientiert sich sowohl am Bedarf des Trägers als auch an demjenigen der Kooperationspartner in der Industrie, Behörden und sonstiger außeruniversitärer Forschung. Durch Einbeziehung von Mobilitätsphasen in die Studiengänge können den Studierenden neue thematische Möglichkeiten und eine passgenauere Spezialisierung, z.B. bei der Anfertigung von wissenschaftlichen Arbeiten geboten werden. Die Zusammenarbeit mit ausgewiesenen internationalen Forschungsinstituten erfordert die gegenseitige Einhaltung von Qualitätsstandards.
  4. Die Universität der Bundeswehr München ist sowohl mit regionalen als auch mit internationalen Unternehmen eng vernetzt und führt in Zusammenarbeit mit Unternehmen zahlreiche Forschungsprojekte durch. Sie bietet Studiengänge an, die auf die speziellen Bedürfnisse von Industriepartnern zugeschnitten sind. Darüber hinaus existiert ein Entrepreneurship Center, das den Weg in die Selbständigkeit fördert.
  5. Folgende Maßnahmen verbessern die universitätsinterne Steuerung: hierzu gehören die Einrichtung von fachübergreifenden Beiräten für verschiedene Fragestellungen, die Neueinrichtung von fakultätsübergreifenden Studiengängen und fachübergreifenden Forschungszentren zur optimalen Nutzung der Ressourcen. Damit verbunden ist die Erschließung neuer Finanzierungsmodelle durch eine verstärkte Drittmitteleinwerbung sowie die Schaffung der geeigneten organisatorischen Grundlagen hierfür. Auch das Weiterbildungsinstitut CASC, das sich aus Studiengebühren für spezialisierte Programme trägt, erschließt neue Finanzierungsmodelle.

 

  

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