Dr. Anna Reuß war bis 2024 wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung und Juniormitglied im Forschungszentrum RISK. Ihre Promotion zum Thema Versicherheitlichung und Bedrohungswahrnehmungen in den Staaten des Golfkooperationsrates hat sie 2024 mit summa cum laude abgeschlossen. Für das Dissertationsvorhaben erhielt sie ein Forschungsstipendium des Deutschen Akademischen Austauschdienstes (DAAD) und war im Mai/November 2023 Gastwissenschaftlerin am Department of International and Middle Eastern Studies der American University in Dubai, Vereinigte Arabische Emirate. Im Dezember 2019 war sie Visiting Fellow am King Faisal Center for Research and Islamic Studies in Riad, Saudi-Arabien. Der Aufenthalt wurde vom Gulf States Programme der Konrad-Adenauer-Stiftung gefördert. Am Zentrum für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr dtec.bw untersuchte sie Potenziale der Digitalisierung in Konflikten und deren Einfluss auf die Friedenskonsolidierung. Als Teil einer NATO STO Research Task Group forscht sie seit 2022 zum Umgang mit Bedrohungen im Informationsraum und erhielt u.a. den "Best Paper Award Early Career Scientist" des NATO STO Research Symposiums on Societal Challenges for Operations in the Information Environment. Im Jahr 2016 studierte sie ein Semester lang an der Universität von Kairo, Ägypten (Fakultät für Wirtschafts- und Politikwissenschaft). Sie hat einen Master-Abschluss von der Ludwig-Maximilians-Universität München und einen Bachelor-Abschluss der Universität Bamberg.
Akademische Lehre:
Winter- und Frühjahrstrimester Modul „Internationales Recht & Politik in der Praxis“
Herbsttrimester 2023 Mitwirkung an der Ringvorlesung "Unter Beobachtung – Wechselwirkungen zwischen Forschungsfeldern und Forschung in Kultur- und Sozialwissenschaften"
Wintertrimester Seminar "Internationale Beziehungen des Nahen Ostens", im M.A.-Studiengang "Staats- und Sozialwissenschaften“, Modul Friedens- und Konfliktforschung
Wintertrimester Seminar "Regionale Sicherheit und Konflikt in der Arabischen Welt" im M.A.-Studiengang "Staats- und Sozialwissenschaften“, Modul Friedens- und Konfliktforschung
Dissertation
Mehr unter: Promotionsprojekte und Habilitationsprojekte an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung.
Forschungsinteressen
- Konzeptionelle und regionale Aspekte im Kontext der Security Studies
- Securitization und diskursive Prozesse
- Institutionen und ihre Verankerung in der Englischen Schule der Internationalen Beziehungen
- Sicherheits- und Außenpolitik der Staaten des Golfkooperationsrates
- Potenziale der Digitalisierung im Peacebuilding
Elena Glockzin, M.A., Assoziierte Wissenschaftlerin
Lebenslauf
Elena Glockzin war bis 2024 Wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Professur für Internationale Politik und Konfliktforschung. Ihr Bachelorstudium „Political and Social Studies“ absolvierte sie an der Universität Würzburg und verbrachte dabei ein Erasmus-Semester an der Università di Bologna. Für ihr Masterstudium entschied sie sich für die Freie Universität Bozen und schloss dort im Oktober 2021 den dreisprachigen (deutsch/englisch/italienisch) Masterstudiengang „Public Policies and Administration“ mit einer Master-Thesis zur geplanten Ausgestaltung des EU-Rechtsrahmens zur KI-Regulierung ab. In Bozen war sie neben dem Studium fünf Monate lang für ein Praktikum am Forschungszentrum Eurac Research am Institut für Vergleichende Föderalismusforschung beschäftigt.
Forschungsschwerpunkte
Im Rahmen des interdisziplinären Forschungsprojekts „KOKO. Konflikt und Kommunikation“ des Zentrums für Digitalisierungs- und Technologieforschung der Bundeswehr (dtec.bw) untersuchte sie aus Perspektive einer Politischen (Konflikt-)Soziologie soziale und politische Konflikte im Alltag. Dabei geht es vor allem um die Bedeutung und Dynamiken von Debatten über politische Themen im alltäglichen persönlichen Nahbereich sowie die Frage, welche Rolle dabei bestimmte politische Konfliktlinien spielen. Besonderes Interesse gilt in diesem Zusammenhang Subjektivierungsprozessen bei Konflikten über Europäische Integrationsprozesse im Alltagsleben. Hierzu fand im April 2023 eine von der Professur ausgerichtete Autorenkonferenz mit internationalen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern statt. Auch im Rahmen ihrer Promotion forscht sie zu Subjektivierungsprozessen in und durch Konflikte im Alltag, insbesondere zu europabezogenen Themen, wobei der empirische Schwerpunkt auf Italien liegt.
Akademische Lehre
Seminar „Europa im Alltag. Die EU aus einer alltagssoziologischen und konflikttheoretischen Perspektive“, im B.A.-Studiengang „Staats- und Sozialwissenschaften“, Modul „Europäische Union: Politisches System und Außenbeziehungen“, Frühjahrstrimester 2024
Mitwirkung an der Ringvorlesung „Unter Beobachtung – Wechselwirkungen zwischen Forschungsfeldern und Forschung in Kultur- und Sozialwissenschaften", Herbsttrimester 2023
Publikationen
Glockzin, E. & Stetter, S. (2024): Europe and the Everyday: Subjectivities, Identities, Contestations. An Introduction. In E. Glockzin & S. Stetter (eds.),
Europe and the Everyday. Subjectivities, Identities and Contestations (p. 1-17). Springer VS.
https://doi.org/10.1007/978-3-658-45786-0
Grunenberg, M., Strohmeier, R., Glockzin, E., Geppert, R., Wilczek, L., Miram, R., Maes, J., & Jaudas, M. (2024): Klimapolitische Ansichten in Deutschland und ihr gesellschaftliches Konfliktpotenzial: eine interdisziplinäre Analyse. KonfliktDynamik, 13(4), 229-237, https://doi.org/10.5771/2193-0147-2024-4-229
Glockzin, E. & Stetter, S. (2023): Subjektivierungsprozesse und politische Konflikte im persönlichen Nahbereich: Konzeptionelle Skizze eines Forschungsfeldes. KonfliktDynamik, 12(1), 40-64, https://doi.org/10.5771/2193-0147-2023-1-40