Thukydides und der Peloponnesische Krieg

Modul: Politische Herrschaft und Legitimität

Seminar: Thukydides und der Peloponnesische Krieg

 

"Unter den Klassikern des politischen Denkens erfährt Thukydides vergleichsweise wenig Beachtung. Dabei gilt er als ein Gründungsväter des politischen Realismus gleichwie der Geschichtswissenschaft und beeinflusste so unterschiedliche Denker wie Thomas Hobbes, Georg Wilhelm Friedrich Hegel und Friedrich Nietzsche. 

Anhand von Lektüre und Interpretation der Geschichte des Peloponnesischen Krieges werden die Seminarteilnehmer mit dem politischen Denken des Thukydides vertraut gemacht. Behandelt werden sollen hierzu unter anderem: Die Gefallenenrede des Perikles, einem Schlüsseltext der Demokratietheorie. Der Melier-Dialog und die mit ihm verbundene Frage, ob Recht vor Macht bestehen kann? Sowie die Veränderungen in Darstellung und Verständnis des Krieges bei den Griechen.

Thematisiert werden ferner die Auseinandersetzung mit den Ereignissen des Peloponnesischen Kriegs in der attischen Dichtung sowie die Thukydides-Rezeption in den nachfolgenden Jahrhunderten. Diskutiert werden hierfür einerseits Euripides‘ Troerinnen und andererseits etwa der Einfluss des Thukydides auf das Werk Niccolò Machiavellis."