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Brücken in und nach Japan

30.04.2011: Anlässlich des Jubiläumsjahrs „150 Jahre deutsch-japanische Freundschaft“ zeigt die Universitätsbibliothek bis Ende Mai in ihrem Hauptlesesaal, welche Verbindungen die Universität nach Japan unterhält.

Brücken in und nach Japan

Der Eröffnungstermin für die Ausstellung „Brücken nach Japan“ der Universitätsbibliothek am 14. April stand schon lange fest. Dass Japan im Frühjahr 2011 nach Erdbeben, Tsunami und Atom-Katastrophe in Fukushima im Fokus der Öffentlichkeit stehen würde, hatte bei der Planung niemand vorhersehen können. Die Ausstellung ist angesichts der aktuellen Ereignisse den „Betroffenen der Erdbeben- und Tsunamikatastrophe“ gewidmet, und die Eröffnungsveranstaltung erhielt einen etwas nachdenklicheren Charakter. Vor allem die Stellvertretende Generalkonsulin des Japanischen Generalkonsulats München Yoshie Funaki-Kobayashi betonte in ihrem Grußwort, wie wichtig gerade in dieser schweren Zeit für die Japaner nun die Freundschaft und Unterstützung aus Deutschland und anderen Nationen ist.

Brücken nach Japan

Die engsten Verbindungen nach Japan unterhalten an der Universität der Bundeswehr München die Bauingenieure. Prof. Geralt Siebert, Professor für Baukonstruktion und Bauphysik, zeichnete in seinem Vortrag nach, wie sich aus den ersten Kontakten Anfang der 80er Jahre ab Mitte der 90er Jahre mit den deutsch-japanischen Kolloquien feste Austauschplattformen für Bauingenieure etablierten. Seit 10. Dezember 2009 ist die Kooperation mit dem Osaka Institute of Technology auch vertraglich geregelt: Präsident Prof. Masataka Inoue und Präsidentin Prof. Merith Niehuss unterzeichneten in Neubiberg einen Kooperationsvertrag, der u.a. den Austausch von wissenschaftlichem Personal und die gemeinsame Bearbeitung von Projekten vorsieht.

Brücken in Japan

Über Besuche des Osaka Institutes of Technology und der Teilnahme an und Organisation von den immer größer werdenden Kolloquien und Symposien lernte auch Prof. Siebert Japan „kennen und lieben“. Ihn faszinieren in Japan nicht nur die spektakulären Brückenbauten, sondern auch die „vorbildlich aufgeräumten und strukturierten Baustellen“ und vor allem die Einstellung der Bevölkerung zu „ihren Brücken“. Anders als in Deutschland sind Brücken in Japan regelrechte Ausflugsziele und Attraktionen. Schautafeln informieren Interessierte über Konstruktionsmerkmale, und es werden sogar Souvenirs zur Brücke verkauft. Auf solche Wertschätzung und Bewunderung müssten Brückenbauer in Deutschland lange warten, so Prof. Siebert. Die Beispiele japanischer Brückenbauten, die er den Besuchern der Ausstellungseröffnung vorstellte, zeigten, dass in Japan bauingenieurliche Leistung und künstlerischer Anspruch gleichermaßen bedeutend sind: z.B. die filigrane und doch fast vier Kilometer lange Hängebrücke Akashi-Kaikyo, die spektakulär konstruierte Bogenbrücke Saikai, die Fußgänger und Verkehr unabhängig voneinander führt, oder die malerische Brillenbrücke Megane in Nagasaki.

Japanische Kunst, Kultur und Küche

Auch künstlerisch und kulinarisch wurden die Besucher der Ausstellungseröffnung verwöhnt: Dokuho J. Meindl und Kuon Misayo Kawashina Meindl vom ZenHaus München-Dornach zeigten traditionelle japanische Künste mit der Zen-Flöte und in japanischer Kalligraphie. Anschließend reichten Mitarbeiter der Universitätsbibliothek japanischen Reiswein und Snacks, so dass die Besucher sich gestärkt die Ausstellungsobjekte, u.a. bereitgestellt vom Staatlichen Museum für Völkerkunde in München, ansehen konnten.

 

Erscheinungsjahr: 2011
Filmlänge: 84 Min.
Format 16:9 PAL
Medien: DVD

Eine Produktion des Medienzentrums der Universität der Bundeswehr München

 

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