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Münchner Merkur, Landkreis vom 09.11.2007: Die Hochschule im Studierzimmer

"Die Hochschule im Studierzimmer - Virtuelle Vorlesungen an der Bundeswehruni". Ab Januar 2008 wird an der Universität der Bundeswehr das so genannte "eLecture" eingeführt.
Münchner Merkur, Landkreis vom 09.11.2007: Die Hochschule im Studierzimmer

Mit einem Headset, einer Webkamera und einem flashfähigen Browser kann es daheim losgehen

von Melanie Maunz

Neubiberg - Welcher Student kennt es nicht, das Problem des überfüllten Hörsaals? Alle Sitze belegt, auch auf den Treppenstufen hocken schon die Leute. Bleibt also nur noch die Möglichkeit, sich stehend in den hinteren Reihen 90 Minuten lang die Vorlesung anzuhören. Damit soll an der Universität der Bundeswehr in Neubiberg bald Schluss sein. Ab Januar 2008 wird an der Hochschule das so genannte "eLecture" eingeführt. Das ist eine virtuelle Vorlesung, die jeder Student von seinem eigenen Schreibtisch aus verfolgen kann.

"Der technische Aufwand für eLecture ist relativ gering", erklärt Achim Schäfer, der Leiter des Medienzentrums der Bundeswehruniversität. "Für eLecture benötigt man einen flashfähigen Web-Browser, eine Webkamera – dies kann auch die integrierte Kamera am Laptop sein –, ein Mikrofon oder besser noch ein Headset."

Ist die nötige Grundausstattung vorhanden, kann es losgehen: Der Professor hält eine Vorlesung und die Studenten müssen dafür nicht einmal ihren Schreibtisch verlassen. Sie können ihn durch seine Webkamera auf ihrem Rechner sehen und hören. Didaktisch wird sein Seminar von visuellen Lehrmaterialien wie etwa Powerpoint-Präsentationen begleitet. Der Professor kann seine Studenten ebenfalls sehen. Durch die Webkameras kann wie bei einem Bildtelefon ein direkter Sichtkontakt hergestellt werden.

Währende der Vorlesung können die Studierenden in einem Chatforum miteinander kommunizieren. Auch der Lehrende ist mit einbezogen und kann, wenn nötig, auf Fragen und Verständnisprobleme eingehen.

Durch die räumliche Unabhängigkeit entlastet die neue Vorlesungsmethode besonders die knappen, größeren Hörsäle an der Universität.

"Eine tolle Idee", findet Christiane Herd. Die 25-jährige Pädagogik-Studentin weiß um den großen Anhang in den Hörsälen. "Bei uns in Pädagogik geht es zwar, aber bei meinem Freund Timo ist es ganz schlimm: Er studiert hier Staats- und Sozialwissenschaften. Meistens muss er schon eine halbe Stunde vor der Vorlesung da sein, um noch einen Platz ergattern zu können", verrät die Offizierin. Die neue Vorlesungsmethode würde sowohl für die Studenten als auch für die Professoren eine enorme Entlastung darstellen, so die gebürtige Hessin. "Die Studienjahrgänge werden jedes Jahr noch stärker. An der Uni haben wir aber nicht so viele große Hörsäle, dass alle Studenten reinpassen. Da bietet sich eLecture natürlich an." Sie selber möchte das Angebot auf alle Fälle testen.

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