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06/2007: Pressestimmen zum studium plus Flirt-Podcast

Artikel aus "Hallo", "Münchner Merkur" und "Süddeutsche Zeitung" vom Juni 2007 zum Flirt-Podcast, produziert von Studierenden der Universität der Bundeswehr München im Rahmen eines studium plus Seminars.
06/2007: Pressestimmen zum studium plus Flirt-Podcast

Neben Fachwissen auch Dinge über das ganz normale Leben lernen: Barbara Niedner (2. v.l.) mit Studenten der Bundeswehr-Uni bei der Arbeit an ihrem „Flirt-Podcast“ Foto: oh

Hallo 06/2007
Neubiberger Flirt-Podcast - Studierende stürmen Podcast-Parade

Podcast, Radio oder Fernsehen im Internet wird immer beliebter. Studierende der Universität der Bundeswehr München produzieren seit Februar 2007 im Rahmen eines studium plus-Seminars ein eigenes Audio-Podcast. Es dreht sich rund um das Thema Flirten und wird wissenschaftlich begleitet von der Verhaltensbiologin Dr. Barbara Niedner, seit vielen Jahren Lehrbeauftragte der Universität.

Am 31. Mai schaffte es das Flirt-Podcast der Studierenden auf Platz 1 der Rubrik Wissenschaft und Medizin in der Hitliste iTunes, einer Website, die Podcasts kostenfrei zum Herunterladen anbietet.

Das FlirtPodcast besteht mittlerweile aus 13 Episoden und wird beständig erweitert. Bisher behandelte Themen waren etwa „Taktiken im Flirtverhalten“, Tests von „Flirtkneipen“ oder die Frage, ob sich Gegensätze wirklich anziehen. „Ich kann mir den Erfolg von Flirt-Podcast nur so erklären, dass das Thema genau das Interesse der Hörer getroffen hat. Und wer bei schönem Wetter in die Straßencafés schaut, weiß genau, dass Flirten eine der schönsten Beschäftigungen ist“, kommentiert Niedner den ersten Platz. Ein Grund für den Erfolg ist sicher auch: Die Beiträge der Studierenden verzichten auf langweilige und trockene Theorien zum Thema Flirten, sondern schildern reale Situationen und geben eigene Tipps, Tricks und Erfahrungen weiter. Die Podcasts produzieren Studierende unterschiedlichster Studiengänge im Rahmen des Begleitstudiums studium plus im Medienzentrum der Universität der Bundeswehr München.

Was ist eigentlich ein Podcast?

Ein Podcast ist eine Sendung im Internet, die man entweder direkt am Computer konsumieren oder auf einen MP3-Player übertragen und unterwegs abrufen kann. Podcast ist ein Medientrend aus den USA, der auch in Deutschland immer populärer wird. Der Begriff setzt sich aus den Silben „Pod“ und „Cast“ zusammen. „Pod“ stammt vom Namen des MP3-Abspielgeräts iPod. Das „Cast“ ist die zweite Silbe des englischen Begriffs“Broadcast“, was soviel wie „senden“ oder „Verbreiten“ bedeutet. Mittlerweile gibt es viele Anbieter, die Podcasts nutzen und so Informationen über das Internet als Audio- oder Videodateien verbreiten.


 

Münchner Merkur vom 9./10. Juni 2007
Flirt-Tricks von der Hochschule

Wie bandle ich richtig an? Studenten der Bundeswehr-Universität haben es herausgefunden – und damit im Internet riesigen Erfolg.

Von Christina Jackson

Neubiberg – Was sucht Darwin mit der Blondine am Tresen? Die Frage beschäftigt die Uni-Dozentin und Verhaltensbiologin Barbara Niedner schon seit ihrer Promotion. Die Doktorarbeit mit dem Titel „Werbeverhalten von Frauen in zwei Münchner Lokalen – die Frau ist immer der Jäger“ begeisterte nicht nur ihre Studenten an der Bundeswehr-Universität in Neubiberg. Auch die Internet-Gemeinde nimmt derzeit regen Anteil an den Forschungsergebnissen. 

Gemeinsam mit ihren Seminarteilnehmern produzierte die Wissenschaftlerin Informationsmedien, die neben praktischen Flirt-Tricks auch handfeste wissenschaftliche Fakten liefern. Als so genannte „Podcasts“ stellten die Biologen ihre Ergebnisse ins Netz und ernteten damit einen großen Erfolg. Kürzlich erreichten sie in der Rubrik „Wissenschaft und Medizin“ mit ihrem Flirt-Podcast Platz eins des bekannten Internet-stores iTunes. 

Die Informationsmedien lassen sich unkompliziert auf einen mp3-Player kopieren und wie einen Radiobeitrag abspielen. „Ich habe die einzelnen Kapitel meiner Doktorarbeit mit den Studenten behandelt und versucht, sie auf die jetzige Welt zu übertragen“, erklärt Niedner. Dafür zogen ihre Schützlinge mit einem Mikrofon und wachen Augen durch die Münchner Clubs und Bars, um das Flirtverhalten zu beobachten. Dabei führten sie mit den Nachtschwärmern Interviews über das Kennenlernen und die Körpersprache paarungswilliger Singles. 

Selten habe man besser flirten können als während der Interview-Situation, berichten die fleißigen Studenten nach ihren Feldforschungen. Nicht nur die Gesprächssituationen im Auftrag der Wissenschaft erleichterten die Kontaktaufnahme. Auch die Tatsache, dass sich die jungen Forscher durch die Clubs und Bars bewegen mussten, verschaffte ihnen eine größere Aufmerksamkeit bei den Singles. 

„Bewegung“, so Niedner, „ist ein wichtiges Flirt-Mittel. Je mehr Platz ein Lokal zum Laufen bietet, desto besser stehen die Chancen für eine Annäherung.“ Die Studien zeigten außerdem, dass sich dezente Hartnäckigkeit für die Männer lohnt. Auf die erste Initiative der Frau, die mit den Blicken die Aufmerksamkeit ihres Auserwählten sucht, beginnt das Spiel. Je länger die Herren mitmachen, desto größer stehen die Chancen für eine erfolgreiche Anbahnung. Das hat auch biologische Gründe. „Mit der konsequenten Fortsetzung des Flirts wird signalisiert, dass die Frau sich auf ihr Gegenüber verlassen kann“, erklärt Niedner. „Und das mag auch für die Sorge um die gemeinsamen Kinder gelten.“ 

Podcasts im Internet

Weitere Antworten auf die Frage, was Darwin mit der Blondine am Tresen sucht, und zahlreiche Flirt-Tipps gibt es im Internet unter www.flirtpodcast.de


 

Süddeutsche Zeitung vom Juni 2007
Büffeln und balzen

Bundeswehr-Studenten präsentieren im Netz den „Flirt-Podcast“ – mit großem Erfolg

Von Michael Tibudd

Ein bisschen klingt es am Anfang nach Kinderfunk. Fröhliches Klarinettengedudel eröffnet die Sendung, untermalt von fidelem Gewirbel auf dem Xylophon. Urmel und Jim Knopf aus der Augsburger Puppenkiste könnten jetzt gleich zu hören sein, oder der Kasperl könnte sein „Seid ihr alle da?“ fragen. Aber es kommt anders in diesem Fall. „Flöten ist out“, verkündet eine Frauenstimme – und macht gleich darauf klar, dass die Zielgruppe dieses Beitrags mindestens ein Jahrzehnt älter sein muss als erwartet: „Flirten ist in!“. Mit dieser These beginnt der „Flirt-Podcast“ – eine in München produzierte Internet-Radiosendung rund um die komplexe Welt des Anbandelns. Taktiken zum Kennenlernen des anderen Geschlechts, zum Herunterladen bereitgestellt, das ist kurios, von Offiziersanwärtern der Bundeswehr.

Denn der Flirt-Podcast ist das Produkt von Studenten an der Universität der Bundeswehr. Neben dem Fachwissen aus Gebieten wie der Wirtschafts- und Ingenieurswissenschaften sollen die künftigen Führungskräfte der Armee dort auch das „Studium plus“ absolvieren und dabei Ahnung von Gesellschaftswissenschaften erlangen. Unter der Regie von Verhaltensbiologin Barbara Niedner produzieren sie so regelmäßig eine Sendung. Das Ergebnis wird auf der Internetseite flirtpodcast.de zum Herunterladen bereitgestellt. Die Fünf- bis Zwanzig-Minuten-Häppchen haben dabei jüngst einen bemerkenswerten Erfolg errungen: I-Tunes, weltweit eine der großen Plattformen für alles, was sich aus dem Internet herunterladen lässt, listet den Flirt-Podcast nunmehr schon seit mehreren Tagen auf Nummer eins seiner Charts in der Rubrik „Wissenschaft und Medizin“.

„Die Studenten sollen aus ihrer Lebenswirklichkeit heraus das Flirtverhalten erkunden und das wissenschaftlich fundiert ergänzen“, fasst Niedner das Konzept zusammen. Für die Studenten heißt das, dass sie für ihre Beiträge wissenschaftliche Positionen zusammenfassen – und sich mit Mikrofonen bewaffnet ins Münchner Nachtleben stürzen, um zu erfahren, was davon im echten Leben zählt. Die Episoden des Podcasts, den man kostenlos anhören kann, heißen „Charles Darwin und der Flirt“, „Taktiken im Flirtverhalten“ oder schlicht: „Was ist flirten?“.

Andreas und Christopher haben sich in Episode drei der letzten Frage gewidmet und klären den Zuhörer über den Forschungsstand auf: „Jemand, der flirtet, will Veränderung“, insbesondere Männer tun es „zur Stärkung des Selbstbewusstseins“.

Wo sie dies in München wie gut tun können, ist Bestandteil von drei der bislang 13 Folgen. So verbrachten Studenten ganze Abende in Clubs, Kneipen und Bars wie dem „8 Seasons“, „Americanos“ oder „Padres“ – um festzustellen, dass zu früher Stunde etwa „vor allem viele männliche Personen“ am Tresen sitzen oder aber im Verlauf des Abends von betrunkenen Männern zu hören ist, dass „die Frauen hier echt super“ sind. 

Der Erfolg bei den Download-Zahlen belegt, dass Verhaltensbiologin Niedner einen Nerv getroffen hat mit ihrer Idee. Sie will die Reihe, zu der jeweils 25 Studenten eines Trimesters beitragen, jedenfalls fortsetzen. Vielleicht können sie mit ihrer Sendung irgendwann auch den 22-jährigen Slavad vom Wert der Balz überzeugen, der in einer Episode kundtut: „Flirten ist blöd. Ich finde es kindisch, Frauen anzubaggern.“ 

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