Wahlpflichtgruppen Bachelor

Wahlpflichtgruppen im Bachelor

Die Wahlpflichtgruppen (Vertiefungsrichtungen) erlauben je nach Interessenlage eine gezielte Schwerpunktbildung innerhalb des Bachelorstudiums. Zur Wahl stehen die folgenden Wahlpflichtgruppen.

­


Wahlpflichtgruppe „Modellierung und Simulation im Bauingenieurwesen“



Die Wahlpflichtgruppe Modellierung und Simulation im Bauingenieurwesen wird von der Fakultät für Bauingenieurwesen und Umweltwissenschaften getragen. Sie vermittelt neben Grundlagenwissen in den Bereichen Statik, Baumechanik und Materialien weiterführende Kenntnisse zur Modellierung, Simulation und Konstruktion von Bauwerken. Die Studierenden erhalten einen Überblick über das Zusammenspiel der einzelnen Teilgebiete, die für das Verständnis und die Entwicklung von Lösungskonzepten im Bauwesen wichtig sind.

 

Im Detail: Die Module zur Baumechanik und zur Statik liefern die Grundlagen für die Analyse von Tragwerken. In dem Modul Werkstoffe und Bauchemie lernen die Studierenden die Eigenschaften verschiedener Metalle sowie der Betone und ihrer einzelnen Komponenten sowohl von der phänomenologischen als auch der chemischen Seite her kennen. Zur Ergänzung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen wird das Modul Konstruktiver Ingenieurbau I angeboten, das mit den für Bauingenieure sehr bedeutenden Lehrveranstaltungen zu Darstellungsgrundlagen und CAD erweitert wurde. Ein Modul zur Ergänzung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen ist das Modul Statik III und Materialtheorie. In diesem Modul wird eine Vertiefung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen angeboten, die für das Verständnis und die Entwicklung von Lösungskonzepten bei anspruchsvollen Aufgaben bei der Modellierung und Simulation im Bauwesen benötigt werden. Abgerundet wird der Wissensaufbau durch die bauspezifischen Module Grundlagen der Geotechnik und Konstruktiver Ingenieurbau, in denen das erworbene Grundlagenwissen bei der Lösung komplexer praxisrelevanter Problemstellungen angewendet wird. Die Studierenden erhalten einen Überblick über das Zusammenspiel der einzelnen Teilgebiete bei der Analyse realer Tragstrukturen inklusive deren Gründungen. Ergänzt wird diese Fächergruppe durch Module aus den Bereichen der Hydromechanik oder der Verkehrsströme, die einen ersten Einblick in die Disziplinen des Wasserbaus oder des Verkehrswesens geben sollen, sowie ein weiteres Wahlpflichtmodul, das die Möglichkeit bietet, eine Vertiefung in den zuvor genannten Fachgebieten zu wählen.

 


Wahlpflichtgruppe „Modellierung luft- und raumfahrttechnischer Systeme“



Die Wahlpflichtgruppe Modellierung luft- und raumfahrttechnischer Systeme wird von der Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik getragen. Sie zielt darauf ab, den Studierenden neben Grundlagen der Mechanik, Werkstoffe und Aerodynamik ein Verständnis für die Komplexität technischer Systeme in der Luft- und Raumfahrt zu vermitteln. Die Studierenden erhalten einen Überblick über das Zusammenspiel der Teildisziplinen in realen technischen Systemen der Luft- und Raumfahrttechnik und lernen, ihr Wissen dort anzuwenden.

 

Im Detail: Die Module zur Technischen Mechanik und zu den Maschinenelementen liefern die Grundlage für jede Strukturbetrachtung. Die Inhalte der Module zur Thermodynamik sind bereits um die spezifischen Herausforderungen der Luft- und Raumfahrttechnik erweitert. Mit den Modulen zur Werkstoffkunde lernen die Studierenden die Eigenschaften metallischer und nichtmetallischer Werkstoffe sowohl von der phänomenologischen als auch der chemischen Seite her kennen. Module zur Ergänzung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen sind Strömungsmechanik, Grundlagen der Aerodynamik sowie Grundlagen der Wärmeübertragung. Diese Module erlauben die Vertiefung der ingenieurwissenschaftlichen Grundlagen sowie den Aufbau spezifischer für luft- und raumfahrttechnische Systeme notwendiger Kenntnisse. Abgerundet wird der Wissensaufbau durch die luft- und raumfahrtspezifischen Fächer Leichtbau, Antriebssysteme, Grundlagen der Flugmechanik und Luftfahrttechnik sowie Raumfahrtsysteme. Im Rahmen dieser Module gilt es, das erworbene Grundlagenwissen anzuwenden. Ergänzt wird diese Fächergruppe durch ein Wahlpflichtmodul, das den Studierenden die Möglichkeit bietet, sich in Fachgebieten entsprechend ihrer Neigungen zu vertiefen.

 

 


Wahlpflichtgruppe „Mechatronik“



Die Wahlpflichtgruppe Mechatronik wird gemeinsam von den Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik und Luft- und Raumfahrttechnik getragen. Mechatronik soll das Ingenieurwissen und Können vermitteln, um mechanische und elektrotechnische bzw. elektronische Komponenten zu technischen Gesamtsystemen zu verschmelzen.

Im Detail: Dem Verständnis der Komponenten widmet sich die folgende Modulgruppe: Das große Modul Maschinenelemente liefert die Grundlage für das mechanische Konstruieren, während die Module zu den Grundlagen der Elektrotechnik und zur Theoretischen Elektrotechnik das Basiswissen zum Verständnis der elektrotechnischen Komponenten liefern. Mechatronische Systeme bestehen in der Regel aus Funktionsgruppen, die Regelkreise bilden und mit Sensorik und Aktorik ausgestattet sind. Das Modul zu den Grundlagen der Messtechnik legt die Basis zum Sensorverständnis, die beiden Module zu den Elektrischen Maschinen und Antrieben widmen sich den elektrischen Aktoren. Das Modul zur Leistungselektronik zeigt auf, wie die für die elektrischen Aktoren benötigten Spannungen bereitgestellt werden können. Die systemtheoretische Betrachtungsweise und die Verschaltung der Einzelkomponenten zu Regelkreisen sind die Themen des Moduls Regelungstechnik. Schließlich wird im Modul Schaltungstechnik I gezeigt, wie Funktionalitäten in Form von elektrischen Schaltungen realisiert werden können. Ergänzt werden diese Module durch ein Wahlpflichtmodul, das den Studierenden die Möglichkeit zur neigungsgemäßen Vertiefung bietet.

 

 


Wahlpflichtgruppe „ IT, Kommunikation und Sicherheit“



Die Wahlpflichtgruppe IT, Kommunikation und Sicherheit wird gemeinsam von den Fakultäten für Elektrotechnik und Informationstechnik und Informatik getragen. Sie zielt darauf ab, den Studierenden eine breite Grundlage mit einer Betonung von Sicherheitsaspekten für IT- und Kommunikationssysteme zu bieten. Moderne Kommunikationssysteme bestehen aus Hardware- und Softwareanteilen, die meist sehr flexibel und konfigurierbar aufgebaut sind. Deshalb deckt diese Vertiefungsrichtung sowohl die physikalischen Grundlagen als auch Systembetrachtungen, die Hardware- und Softwareaspekte beinhalten, ab. Dafür sind Fachgebiete aus der Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik und aus der Fakultät Informatik in geeigneter Weise kombiniert worden.

 

Im Detail: In den Modulen Mathematische Strukturen und Programmierprojekt werden den Studierenden in Ergänzung der Pflichtmodule weitere mathematische und praktische Grundlagen für das Verständnis der strukturellen Eigenschaften und der Software-Aspekte von Kommunikationssystemen vermittelt und im Programmierprojekt intensiv durch eigene praktische Arbeit vertieft. Die Module zu den Grundlagen der Elektrotechnik und zur Theoretischen Elektrotechnik legen ihrerseits ein breites elektrotechnisches Fundament insbesondere für die Hochfrequenztechnik. Darauf aufbauend werden in den Modulen zur Hochfrequenztechnik elektrotechnische Zusammenhänge und Hardwareaspekte von Kommunikationssystemen, wie sie zum Beispiel in Mobilfunksystemen vorkommen, behandelt. In den Modulen Signale und Kommunikationssysteme und Kommunikationstechnik werden die Gebiete der Signaltheorie und der Nachrichtenübertragung behandelt. Die Studierenden werden mit der mathematischen Theorie und den technischen Aspekten dieser Gebiete vertraut und erwerben die Fähigkeit, sowohl die Eigenschaften von Übertragungssystemen zu analysieren und zu bewerten als auch solche Systeme konzipieren zu können. Informatikaspekte von Kommunikationssystemen werden ihnen in dem Modul Einführung in die Technische Informatik vermittelt, nämlich die Grundlagen von Betriebssystemen und von Rechnernetzen. Das Bachelorstudium wird abgeschlossen durch zwei Module, in denen es um mathematische und praktische Aspekte der IT-Sicherheit geht. In dem Modul Zahlentheorie und Kryptographie lernen die Studierenden grundlegende kryptographische Verfahren kennen, und in dem Modul Praktikum IT-Sicherheit erwerben sie praktische Erfahrung im Bereich der IT-Sicherheit.

Dokumente:

Fachprüfungsordnungen, Modulhandbücher, Studienverlaufspläne

Infomaterial:

Flyer zum Studiengang Mathematical Engineering

studentische ME-Seite mit Übungs- und Vorlesungsmitschriften, Lösungen zu Hausübungen:

www.me-lrt.de