Die Professur für Luftfahrtantriebe betreibt mehrere kleine Gasturbinen sowie spezielle Prüfstände zur Untersuchung und Optimierung der in kleinen Schubtriebwerke verwendeten Komponenten aufgebaut. Kleine Schubtriebwerke sind in der klassischen Bauform als reine Turbojet-Triebwerke ausgeführt, d.h. der Schub wird ausschließlich durch die kinetische Energie des heißen Abgasstrahls erzeugt. Eine Schuberhöhung erfordert entweder mehr Massendurchsatz und damit eine vergrößerte Bauweise oder eine Anpassung der thermodynamischen Auslegungsbedingungen.

Der Professur für Luftfahrtantriebe stehen Prüfstände mit unterschiedlicher Instrumentierung für die Untersuchung von Triebwerken bis zu max. 1000 N Schub zur Verfügung. Aktuelle Untersuchungsgegenstände sind die Integration und Nutzung zusätzlicher Funktionen (Wärmetauscher) und Anpassungsmöglichkeiten (variable Geometrien), um den Schub und die Effizienz für unterschiedliche Betriebsbedingungen zu maximieren. Aufgrund der kompakten Bauweise mit geometrisch komplexen Formen bieten hier vor allem additiv gefertigte Bauteile in Kombination mit neuen Werkstoffen große Verbesserungspotenziale. Eine weitere vielversprechende Möglichkeit der Schuberhöhung bei gleichzeitiger Effizienzsteigerung ist eine optimierte Umwandlung der Strahlleistung in Schub, d.h. eine Erhöhung des Vortriebswirkungsgrades durch Integration spezieller Ejektordüsen.