Lehrkonzept

Lehrkonzept Bachelor Sc. WOW/Master Sc. WOW

1. Grundkonzept des Lehrangebotes

2.Modul- und Vertiefungsfeldeinbindung

3. Veranstaltungen der Professur im Einzelnen (Hinweis: Die Ergänzung der einzelnen Veranstaltungen auf der Homepage der Professur erfolgt sukzesive jeweils ein Trimester vor der Veranstaltung in der Menüleiste links.)

4. Trimesterüberblick
4.1 Bachelor of Science Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (B.Sc. WOW)
4.2 Master of Science Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (M.Sc. WOW)

5. Studienablauf


1. Grundkonzept des Lehrangebotes

 

Das Studium der Wirtschafts- und Organisationswissenschaften wie der Wirtschaftsinformatik ist in einem grundständigen Bachelor- und einem konsekutiven Masterstudiengang möglich. Im sogenannten „Intensivstudium“ werden die Studierenden in vier Jahren zum Bachelor- und Masterabschluss geführt. Die Professur Materialwirtschaft & Distribution ist dabei Bestandteil des Institutes für Management marktorientierter Wertschöpfungsketten (MMW), welches ein gleichlautendes Vertiefungsfeld im Master-Studiengang anbietet.
 
Das Studium an der Professur Materialwirtschaft & Distribution soll Absolventinnen und Absolventen in die Lage versetzen, typische Problemstrukturen aus dem Bereich des industriellen Management, insbesondere die Gestaltung der Wertschöpfungsprozesse innerhalb des Unternehmens (interne Supply Chain) und der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette (externe Supply Chain), zu erkennen und Lösungsansätze systematisch zu erarbeiten. Neben der Vermittlung der dazu notwendigen analytischen Fähigkeiten wird besonderer Wert auf die wertschöpfungsorientierte Sichtweise gelegt, die eine Ausrichtung sämtlicher unternehmerischer Aktivitäten auf die Bedürfnisse der Kunden ermöglicht.
 
Die Lehre orientiert sich in ihrem Grundkonzept am industriebetrieblich geprägten Supply Chain Management (Management von Wertschöpfungsketten). Die Industriebetriebslehre ist eine spezielle Betriebswirtschaftslehre, die sich explizit mit dem Wirtschaften in industriellen Betrieben beschäftigt. Der starke strukturelle Wandel, dem Industrieunternehmen derzeit unterliegen, forciert die Wandlung der Managementperspektive vom Industriebetrieb zur Führung komplexer industrieller Netzwerke. Die Ursachen liegen einerseits in der dynamischen Entwicklung neuer Fertigungs- und Informationstechnologien und andererseits in einer tiefgreifenden Veränderung der Bedingungen auf den Beschaffungs- und Absatzmärkten.
 
Als institutional definierte spezielle Betriebswirtschaftslehre kann die Industriebetriebslehre nicht alle betrieblichen Funktionen eines Industriebetriebs in gleicher Intensität thematisieren. Vor dem Hintergrund der oben skizzierten aktuellen Entwicklungen konzentriert sich die Ausbildung an der Professur daher auf Aspekte der Gestaltung von Wertschöpfungssystemen im Sinne eines Supply Chain Management, zwischenbetriebliche Optimierung von Beschaffungs- und Logistiksystemen sowie auf eine adäquate Informationsversorgung des industriellen Management. Nachfolgende Abbildung gibt einen ersten Überblick über die inhaltlichen Schwerpunkte der Industriebetriebslehre im allgemeinen und des Lehrangebots an der Universität der Bundeswehr München im speziellen.
 
Besonderen Wert wird auf die Kopplung mit der betrieblichen Praxis einerseits und mit neuesten Forschungsergebnissen andererseits gelegt. Dazu dient neben dem obligatorischen Projektstudium mit aktuellen betrieblichen Fragestellungen auch die Einbindung von Gastreferenten aus der Praxis und der Einsatz von Fallstudien (bspw. in Übungen). Die Forschungsthemen des Lehrstuhls orientieren sich zudem an aktuellen Fragestellungen des industriellen Management.
 

Industrielle Wertschöpfung stellt unverändert einen dominierenden Anteil des Bruttosozialproduktes hochentwickelter Volkswirtschaften, in Deutschland derzeit 25% (Anteil des produzierenden Gewerbes, vgl. Institut der deutschen Wirtschaft 2002, S. 20). Mit der Orientierung an neuen Konzepten des industriellen Management bildet die Ausbildung im Vertiefungsfeld Management marktorientierter Wertschöpfungsketten den Studierenden hervorragende Aussichten auf dem Arbeitsmarkt.
 


2. Modul- und Vertiefungsfeldeinbindung

 

Die konsekutiven Bachelor- und Masterstudiengänge an der Universität der Bundeswehr München sind in Modulen organisiert. Im Bachelor-Studiengang Wirtschafts- und Organisationswissenschaften ist die Professur an den Pflichtmodulen Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen I und Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen II sowie mit Angeboten im Projekt- und Integrationsstudium vertreten. Im Master-Studiengang gestaltet die Professur gemeinsam mit den anderen Professuren des Instituts wesentlich das Vertiefungsfeld Management marktorientierte Wertschöpfungsketten mit.
Das Vertiefungsfeld bereitet die Studierenden auf Fach- und Führungsaufgaben entlang der unternehmensinternen und unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette vor. Entsprechend des Integrationsgedankens als zentralem Charakteristikum des Master-Studiengangs WOW steht die integrative, endkundenorientierte Optimierung der unternehmensübergreifenden Wertschöpfungskette im Mittelpunkt. Die Studierenden lernen Management- und Gestaltungsaspekte sowohl aus der Perspektive des gesamten Wertschöpfungsnetzwerks von der Rohstoffgewinnung bis zur Endkundendistribution wie auch aus der Perspektive des einzelnen Akteurs im Netzwerk kennen. Konsequenterweise liefern die Disziplinen Absatz, Beschaffung, Leistungserstellung und Logistik aus einer prozessorientierten Sicht wichtige Impulse. Dabei spielen sowohl methodische Optimierungsaspekte als auch die informationswirtschaftliche Unterstützung (im Sinne des E-Business) eine Rolle.


Absolventen dieser Vertiefungsrichtung sind für Führungsaufgaben sowohl im Prozess-, Operations- und Supply Chain Management, als auch in Marketing und Einkauf einsetzbar. Angestrebt sind Berufsfelder bspw. in Produktion, Vertriebsmanagement, Logistik und IT-Management. Da Unternehmen zunehmend erkennen, dass ein wichtiges Optimierungspo-tenzial in der Gestaltung der Schnittstellen zu den sie umgebenden Märkten, also zu strategischen Zulieferern und zentralen Kunden liegt, ist auch für die Zukunft ein weiter steigender Bedarf an entsprechend ausgebildeten Mitarbeitern erkennbar. Konsequente Orientierung am Endkunden ist unabdingbar für den Unternehmenserfolg, gleichzeitig führt die zunehmende Tendenz zum Outsourcing zu einem weiteren Bedeutungszuwachs der Zulieferkette.


Für die Bundeswehr spielt die Logistik traditionell eine zentrale Rolle. Vor dem Hintergrund der Transformation der Streitkräfte, intensivierter Zusammenarbeit mit privaten Leistungs-erstellern (Stichwort Public Private Partnership) und zunehmendem Rechtfertigungsdruck öffentlicher Aufgaben sind gut ausgebildete Supply Chain Manager für die Bundeswehr unverzichtbar.
Gemäß Modulhandbuch des universitären Studiengangs Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (M. Sc.) an der Universität der Bundeswehr München vom 22.12.2011 müssen die Studierenden ein Vertiefungsfeld und ein Interessensfeld wählen. MMW kann sowohl als Vertiefungs- wie als Interessensfeld gewählt werden. Bei der inhaltlichen Ausgestaltung der Module dient der Integrationsgedanke als Leitbild. Das MMW Vertiefungsfeld besteht aus vier Pflichtmodulen, welche von den Professuren Marketing, E-Business, Materialwirtschaft- und Distribution, sowie Wissensmanagement und Geschäftsprozessgestaltung bestritten werden.


Zusätzlich zu diesen vier Modulen werden innerhalb des MMW-Vertiefungsfeldes in der Regel sechs weitere Wahlpflichtmodule als Spezialisierung (à 5 CP) angeboten, von denen jeder Studierende zwei Spezialisierungen auswählt. Die Wahlmöglichkeiten sind nur dahingehend eingeschränkt, dass ein Studierender nicht zwei Spezialisierungen wählen darf, die beide von ein und demselben Hochschullehrer allein ausgestaltet werden. Die in der folgenden Abbildung dargestellten Wahlmöglichkeiten sind exemplarisch und professurzentriert, ebenso sind professurübergreifende Vertiefungen, bspw. zur integrierten Gestaltung von Geschäftsprozessen im Customer und Supplier Relationship Management oder zur Integration von inhaltlichen und methodischen Fragen im Supply Chain Management denkbar.


Das Seminarmodul (5 CP), hat Seminar- bzw. Kolloquiumscharakter. Das Hauptseminar wird - um dem Integrationsgedanken Rechnung zu tragen - von mindestens zwei Hochschullehrern gemeinsam angeboten.

Nachfolgende Grafik stellt das Vertiefungsfeld insgesamt dar, die Veranstaltungen der Professur Materialwirtschaft & Distribution sind jeweils grau hinterlegt.
 

 

 


3. Veranstaltungen der Professur im Einzelnen

 

Vorlesung Einführung in Beschaffung und Produktion

Die Vorlesung Produktion und Kosten richtet sich an Studierende im 2. Trimester der Orientierungsphase des Bachelor-Studiengangs WOW. Sie ist Teil des Moduls „Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen I“, das den Studierenden einen grundlegenden Überblick über die primären betrieblichen Funktionen Beschaffung, Produktion und Absatz gibt. Im Rahmen der Vorlesung erlangen die Studierenden Kenntnisse in der Produktions- und Kostentheorie, insbesondere über die ökonomische Bedeutung einer effizienten und kostenoptimalen Produktion. Dabei werden sowohl theoriebasiert wie anwendungsorientiert operative Fragestellungen geklärt und konkrete Methoden- und Anwendungskompetenzen für die Gestaltung der Produktion und des Einkaufs vermittelt. Hauptinhalt ist neben der Einführung in die Industriebetriebslehre die klassische Produktions- und Kostentheorie, u.a. Produktionstypen, Produktionsfunktionen, Kostenarten, Kostenfunktion etc. In der Veranstaltung werden wichtige Grundlagen für das Verständnis industrieller Produktionsprozesse und der dabei entstehenden Kosten gelegt, die im Rahmen der operativen Produktionsplanung vertieft werden. Im Rahmen der Beschaffung findet eine Einführung in operative Problemstellungen, bspw. der Bedarfs-/Bestands- und Bestellplanung, statt. Zudem werden Methoden der Lieferantenbewertung vorgestellt. Die Vorlesung (2 TWS) wird durch eine Übung (1 TWS) ergänzt.

 
Vorlesung Logistikmanagement
 

Die Vorlesung Logistikmanagement richtet sich an Studierende im 7. Trimester (Intensivstudium: 4. Trimester) der Vertiefungsphase des Bachelor-Studiengangs WOW. Sie ist Bestandteil des Moduls „Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen II“, das sich auf Managementaspekte betriebswirtschaftlicher Querschnittsfunktionen konzentriert. Konkret geht es um Erklärungs- und Gestaltungsaspekte für Prozesse des Marketingmanagement, des Operations Management und des Logistikmanagement. Die Studierenden lernen Managementkonzepte und -instrumente in den wichtigsten Gestaltungsprozessen der betrieblichen Wertschöpfung kennen. Neben der Vermittlung der dazu notwendigen analytischen Fähigkeiten wird besonderer Wert auf eine wertschöpfungsorientierte Sichtweise gelegt, die eine Ausrichtung sämtlicher unternehmerischer Aktivitäten auf die Bedürfnisse der Kunden ermöglicht. Die Veranstaltung Logistikmanagement soll Studierende in die Lage versetzen, typische Problemstrukturen aus dem Bereich der industriellen Logistik zu erkennen und Lösungsansätze systematisch zu erarbeiten. Die Studierenden erlangen Kenntnisse über die Bedeutung des Logistikmanagement in modernen Industrieunternehmen, insbesondere über die ökonomische Bedeutung eines effizienten und kostenoptimalen Logistiksystems. Im Vordergrund stehen der Logistik-begriff und das Logistiksystem. Die verschiedenen Subsysteme der Logistik wie Lagerhal-tung, Auftragsabwicklung etc. werden ebenso angesprochen wie die funktionale Untergliederung in Beschaffungs-, Produktions- und Distributionslogistik. Gleichzeitig wird ein flussorientierter Managementansatz für Unternehmen vorgestellt. Es wird explizit Wert auf die Einbindung betrieblicher Anwendungsfälle moderner Logistiksysteme gelegt. Die Vorlesung (2 TWS) wird durch eine Übung (1 TWS) ergänzt.

In der Anwendungsphase des Bachelor-Studiengangs WOW bietet die Professur zudem ein Projektstudium in Zusammenarbeit mit Praxispartnern (in der Vergangenheit u.a. MTU AeroEngines, g.e.b.b., Microsoft, Linde) (8./9. Trimester bzw. 5./6. Trimester im Intensivstudium“), eine Literaturarbeit im Rahmen des Projektstudiums (5. Trimester), eine Veranstaltung im Rahmen des Integrationsstudiums sowie die Möglichkeit zur Erstellung einer Bachelor-Abschlussarbeit (9. Trimester bzw. 7. Trimester im Intensivstudium) an.

 

Vorlesung Strategisches Beschaffungsmanagement
 
Die Vorlesung Strategisches Beschaffungsmanagement richtet sich an Studierende im 9. Trimester des Master-Studiengangs WOW, die das Vertiefungsfeld oder Interessensfeld „Management marktorientierter Wertschöpfungsketten“ gewählt haben. Sie ist Bestandteil des Moduls „MMW-Pflichtmodul: Strategisches Management von Wertschöpfungsketten“, in dessen Mittelpunkt unternehmensübergreifende Managementaspekte stehen, mithin die zielgerichtete Gestaltung von Marktbeziehungen in Beschaffung und Absatz im Mittelpunkt. Durch die doppelte Analyseperspektive aus Sicht des einkaufenden wie aus Sicht des verkaufenden Unternehmens erfahrenen die Studierenden einen integrativen Blickwinkel auf die umfassende Wertschöpfungskette. Damit werden sowohl Business-to-Business- wie Business-to-Consumer-Märkte abgedeckt. Aufbauend auf den operativen Fragestellungen des Absatzmarketings und der Beschaffung, wie sie bspw. im Modul Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen I und II im Bachelor-Studiengang WOW vermittelt wurden, wird das Wissen um strategische Aspekte des Absatzes und des Einkaufs erweitert. Die Studierenden erwerben Kenntnisse, wie die Beschaffungsfunktion zum Unternehmenserfolg als Teil der Unternehmensstrategie beiträgt, welche Interdependenzen zu anderen Unternehmensbereichen bestehen und Lernen Instrumente und Methoden des Einkaufs kennen. Der Wertschöpfungsanteil von Zulieferern eines Industrieunternehmens liegt heute im Durchschnitt bei über 50% (Umsatzanteil). Trotz der damit verbundenen enormen Bedeutung für den Unternehmenserfolg gilt die Beschaffung als bislang vernachlässigte Unternehmensfunktion. Über die konzeptionellen und begrifflichen Grundlagen hinaus wird der Erfolgsbeitrag der Beschaffung in der Veranstaltung erläutert. Die Studierenden lernen moderne Beschaffungsprozesse, -konzeptionen und -strategien kennen. Dazu gehören die SWOT-Analyse, die Sourcing-Toolbox und Beschaffungsportfolios im Rahmen des Supplier Relationship Management als externe Strategieorientierung. Darüber hinaus werden im Rahmen der internen Strategieorientierung des Einkaufs bspw. Plattformkonzepte vermittelt. Die Umsetzung von Beschaffungsstrategien erfordert im Sinne von „Structure follows Strategy“ die entsprechende Organisation des Einkaufs. Darin eingeschlossen ist auch die Frage nach Einkaufskooperationen. Die Veranstaltung schließt mit einem Einblick in Spezialprobleme der öffentlichen Beschaffung, bei der neben der Wirtschaftlichkeit (Kostenorientierung) auch die Ordnungsmäßigkeit entsprechend vergaberechtlicher Vorgaben Berücksichtigung finden muss.
 
 
Vorlesung Supply Chain Management I (SCM I)
 
Die Vorlesung Supply Chain Management I richtet sich an Studierende im 10. Trimester des Master-Studiengangs WOW, die das Vertiefungsfeld „Management marktorientierter Wert-schöpfungsketten“ oder „Ökonomie und Recht der globalen Wirtschaft“ gewählt haben und sich darüber hinaus auf das Supply Chain Management (SCM) spezialisieren wollen. Sie ist Bestandteil des Moduls „MMW-Wahlpflichtmodul: SCM I Vertiefungsfeld“ oder alternativ „ÖRGW-Wahlpflichtmodul: SCM I Vertiefungsfeld“. Weiterhin ist es auch möglich die Vorlesung im Interessensfeld „Management marktorientierter Wertschöpfungsketten“ als Wahlpflichtmodul zu belegen. Im Rahmen der Vertiefungsmodule oder Interessensfelder haben die Studierenden die Möglichkeit, sich auf einen Aspekt des Managements marktorientierter Wertschöpfungsketten zu spezialisieren. Dieses Modul hat daher zum Ziel, vertiefte inhaltliche Kompetenzen in einem spezifischen Element der Wertschöpfungskette zu erwerben. Supply Chain Management ist eine Spezialisierungsmöglichkeit neben Absatzmärkte, Geschäftsprozessmanagement, Electronic Business oder Quantitative Methoden. Ausgehend vom Kern industrieller Produktion stehen in der Veranstaltung Supply Chain Management I strategische Fragen des Wertschöpfungsmanagement von Einzelunternehmen als Teil der Supply Chain im Vordergrund (interne Supply Chain). Es werden sowohl die Grundlagen des industriellen Wertschöpfungsmanagement in Bezug auf Erfassung und Umsetzung von Kun-denwünschen, die strategische Fertigungstiefenentscheidung wie auch moderne Fertigungskonzepte und An-sätze des Qualitätsmanagement der Industrie vertieft.
 
 
Vorlesung Supply Chain Management II (SCM II)
 

Die Vorlesung Supply Chain Management II richtet sich an Studierende im 11. Trimester des Master-Studiengangs WOW, die das Vertiefungsfeld „Management marktorientierter Wert-schöpfungsketten“ oder „Ökonomie und Recht der globalen Wirtschaft“ und die Spezialisierung Supply Chain Management (SCM) gewählt haben. Sie ist Bestandteil des Moduls „MMW-Wahlpflichtmodul: SCM II Vertiefungsfeld“ oder alternativ „ÖRGW-Wahlpflichtmodul: SCM II Vertiefungsfeld“ und baut auf der Veranstaltung Supply Chain Management I (SCM I) auf. Weiter-hin ist es auch möglich die Vorlesung im Interessensfeld „Management marktorientierter Wertschöpfungsketten“ als Wahlpflichtmodul zu belegen. Im Gegensatz zu SCM I steht in dieser Veranstaltung nicht mehr das Einzelunternehmen, sondern die Leistungserstellung in industriellen Netzwerken im Mittelpunkt (externe Supply Chain). In diesem Zusammenhang werden die Grundlagen des externen SCM sowie des Management industrienaher Dienstleistungen dargestellt. Hierbei liegt der Fokus insbesondere auf dem Netzwerkansatz als Bezugsrahmen des SCM sowie auf dem Prozessmanagement respektive den unterschiedlichen Perspektiven und Ausprägungsformen des SCM.

Die Vorlesung (2 TWS) wird durch das MMW-Hauptseminar (11./12. Trimester) ergänzt. In diesem Modul sollen die Studierenden, aufbauend auf ihren Erfahrungen aus Bachelorstudiengängen, ihre Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten vertiefen und sich selbstständig mit einem anspruchsvollen Themenstellung aus dem Bereich des Management marktorientierter Wertschöpfungsketten auseinandersetzen. Da i.d.R. mindestens zwei Institutskollegen gemeinsam die Themenstellungen ausarbeiten, besteht der besondere Anspruch des Hauptseminars für die Studierenden darin, das Thema aus unterschiedlichen fachlichen Perspektiven zu beleuchten. Dadurch wird die Fähigkeit trainiert, Kenntnisse aus unterschiedlichen Fächern integrativ anzuwenden. Das Abschlussarbeitsseminar dient der Begleitung und Vertiefung der Abschlussarbeit, sofern sie im Rahmen der Vertiefung "Management marktorientierter Wertschöpfungsketten" geschrieben wird. Dabei werden die im Hauptseminar erworbenen Kenntnisse im wissenschaftlichen Arbeiten weiter vertieft. Die Seminarteilnehmer müssen regelmäßig Präsentationen zum Stand der Abschlussarbeit erarbeiten und vorstellen. Dazu gehört auch eine kritische Diskussion zu methodischen und inhaltlichen Fragestellungen der Abschlussarbeit. Das Seminar steht Studierenden offen, die das Vertiefungsfeld Management marktorientierter Wertschöpfungsketten als Haupt- oder Nebenvertiefung gewählt haben. Die Teilnehmer erhalten einen Literaturhinweis als Einstieg in die generelle Thematik. Jedem Studierenden wird ein spezielles Seminarthema zugewiesen, dessen inhaltliche Erarbeitung wesentliches Element der Seminarleistung ist. Die Seminarteilnehmer müssen eine schriftliche Hausarbeit erstellen und ihre Arbeitsergebnisse im Seminar präsentieren.

Im Kernfeld des Master-Studiengangs WOW bietet die Professur diese Möglichkeit zur Erstellung einer Master-Abschlussarbeit (12. Trimester) an, sofern das Hauptseminar erfolgreich abgeschlossen wurde.

 


4. Trimesterüberblick

4.1 Bachelor of Science Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (B.Sc. WOW)




4.2 Master of Science Wirtschafts- und Organisationswissenschaften (M.Sc. WOW)




5. Studienablauf




Die Vorlesungen Einführung Beschaffung und Produktion (2. Trimester Bachelor Orientierungsphase) sowie Logistikmanagement (4. Trimester Bachelor Vertiefungsphase Intensivstudium bzw. 7. Trimester) mit den dazugehörigen Übungen sind Bestandteil der Modulprüfungen Betriebswirtschaftliche Leistungsfunktionen I und II. Daneben bietet die Professur in der Regel ein Projektstudium mit integrierter Literaturarbeit (5. und 6. Trimester Bachelor Anwendungsphase Intensivstudium bzw. 8./9. Trimester) und die Möglichkeit zur Erstellung einer Abschlussarbeit („Bachelorarbeit“, 7. Trimester Bachelor Anwendungsphase Intensivstudium bzw. 9. Trimester) an.

Im Master-Studium ist die Professur im Vertiefungsfeld Management marktorientierter Wertschöpfungsketten mit der Spezialisierung Supply Chain Management vertreten. Im Masterstudium sind alle drei Vorlesungen (8. Trimester: Strategisches Beschaffungsmanagement, 10. Trimester: Supply Chain Management I, 11. Trimester: Supply Chain Management II) über die zugehörigen Modulprüfungen MMW als Vertiefungs- oder Interessensfeld prüfungsrelevant. Die Vorlesungen Supply Chain Management I & II können auch im Vertiefungsfeld „Ökonomie und Recht der globalen Wirtschaft“ als Wahlpflichtmodule belegt werden.

Der Besuch des MMW-Hauptseminars (11./12. Trimester) ist für alle Studierenden des Vertiefungsfeldes Pflicht und ist insbesondere Voraussetzung für die Anfertigung einer Abschlussarbeit („Masterarbeit“) am Lehrstuhl Materialwirtschaft & Distribution.


 

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