Aktuelle Forschungsprojekte

Aktuelle Forschungsprojekte

1. Institutionalisierte Forschungsprojekte

2. Laufende Forschungsprojekte
 

 

1. Institutionalisierte Forschungsprojekte

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Forschungszentrum für Recht und Management öffentlicher Beschaffung (FoRMöB)
(Prof. Dr. Eßig, Prof. Dr. Morasch, Prof. Dr. Koos, Prof. Dr. Rossen-Stadtfeld)

Forschungsprojekte der Perspektiven Beschaffung, Logistik und Supply Chain Management im öffentlichen Sektor
Geschäftsstelle: Geb. 36, 2. Stock, Zi. 2231 (2.Stock) und 1155 (1.Stock)
www.unibw.de/oeffentliche-beschaffung
 

 

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Transferstelle Defence Supply Chain Management
Forschungsprojekte der Perspektiven Beschaffung, Logistik und Supply Chain Management im Verteidigungssektor
Geschäftsstelle: Geb. 36, Zi. 2236 (2. Stock)
www.unibw.de/defence-scm


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Arbeitsgemeinschaft "Telematik in Logistik & Verkehr"
(Prof. Dr. Claus C. Berg, Prof. Dr. Michael Eßig) 

Forschungsprojekte im Forschungsfeld Logistikmanagement mit direktem verkehrswirtschaftlichem Bezug
www.unibw.de/ag-tlv

Kompetenznetzwerk Performance Based Logistics
(Prof. Dr. Michael Eßig)
 
Forschungsprojekte im Feld innovativer Vergabe- und Dienstleistungsverträge im öffentlichen und wehrtechnischen Bereich

 

 

2. Laufende Forschungsprojekte
1.

„Wertsteigerung im Einkauf durch Erschließung nicht-traditioneller Beschaffungsfelder“

2.

"International Purchasing Survey (IPS) Research Group”

3.

„Public Supply Chain Management”

4.

„Public Performance Contracting als Element einer strategischen öffentliche Beschaffung” (Forschungsfeld II.2)

5.

„Performance Based Logistics”

6.

„International Research Study on Public Procurement (IRSPP)”

7.

„Referenzmodell für öffentliche Beschaffungsprozesse”

8.

„REPROC-Excellence”

9.

„Supply Chain Safety Management im Rahmen der Projektskizze Logistik”

10.

 „Entwicklung einer Defence SCM-Rahmenkonzeption“

11.

„Anreize und Vergabe-/Preisrecht: Umsetzung einer leistungsorientierten öffentlichen Beschaffung in Deutschland”

12.

"Corporate Social Responsibility (CSR) in Public Procurement (EU): Support the work of the Corporate Social Responsibility (CSR) High-Level Group of Member States Representatives”

13.

"A Study on Member State Experience in Integrating other Policy Considerations in Public Procurement Policy and Practice”

   
   
   
1. „Wertsteigerung im Einkauf durch Erschließung nicht-traditioneller Beschaffungsfelder”
(Forschungsfeld Grundlagenforschung in der Beschaffung)

Bereits Ende der 70erJahre wurde durch Grochla und seine Schüler das Konzept eine „umfassenden betriebswirtschaftlichen Beschaffungslehre“ diskutiert. Ihre Idee war ein objektübergreifender Beschaffungsansatz, der auch den Einkauf von Personal, Kapital, Wissen etc. umfasst. Derzeit wird in der Unternehmenspraxis intensiv diskutiert, inwiefern die Beschaffung tatsächlich nicht-traditionelle Beschaffungsgebiete wie bspw. den Einkauf von Marketingleistungen, erschließen und optimieren kann. Im Rahmen eines Dissertationsprojektes von Herrn Michael Rüdiger MBA MIM soll - aufbauend auf einer vorangegangenen Untersuchung (siehe Schriftenverzeichnis Nr. 74) - dies vor dem Hintergrund der wertorientierten Unternehmensführung und dem Beitrag zur Erhöhung der Versorgungssicherheit intensiv diskutiert werden.
   
2.
„International Purchasing Survey (IPS) Research Group”
(Forschungsfeld Grundlagenforschung in der Beschaffung)
 

Welchen Beitrag zum Unternehmenserfolg liefert die Beschaffung?
Zwar hat sich die Erkenntnis durchgesetzt, dass der Einkauf eine strategische Unternehmensfunktion ist, gleichwohl konnte diese Frage bislang noch nicht beantwortet werden. Die International Purchasing Survey (IPS) Research Group möchte diese – und andere – Fragen der Beschaffungsforschung mittels einer großzahligen empirischen Studie beantworten. Sie ist international, langfristig und wiederholend angelegt. Auf Basis der Kontingenztheorie werden Erfolgsfaktoren auf Ebene der gesamten Beschaffungsfunktion sowie erstmalig auch auf Warengruppenebene ermittelt. Insbesondere wird ausgehend von der Unternehmens-, Beschaffungs- und Warengruppenstrategie die resultierende Performance analysiert. Der Lehrstuhl ist deutscher Partner der internationalen IPS Research Group, nähere Informationen  finden sich unter www.ipsurvey.org

Partner:

  • Politecnico di Milano (Italien)
  • Rotterdam School of Management, Erasmus University (Niederlande),
  • University of Bath (UK),
  • Kungliga Tekniska Högskolan (Schweden),
  • Högskolan i Gävle (Sweden),
  • Linköpings Universitet (Schweden),
  • Helsinki School of Economics (Finnland),
  • Zaragoza Logistics Center (Spanien),
  • Audencia School of Managment, Nantes (Frankreich),
  • Bowling Green State University (USA),
  • Georgia Southern University (USA),
  • Richard Ivey School of Business (Kanada)
  • University College Dublin (Ireland)
   
3.

„Public Supply Chain Management”

(Forschungsfelder Grundlagenforschung in der Beschaffung und SCM-Grundlagen­forschung)
 
Derzeit steht der öffentliche Sektor vor fundamentalen Veränderungen. Fiskalische Probleme des Anbieters öffentlicher Leistungen einerseits (Bund, Länder, Gemeinden) und zunehmende Erwartungen der Nachfrager (Bürger) andererseits erfordern eine Neuausrichtung der öffentlichen Wertschöpfung. Diese Strukturveränderungen werden in der Privatwirtschaft derzeit unter dem Oberbegriff Supply Chain Management (SCM) diskutiert. Dahinter verbirgt sich ein Ansatz zur kundenorientierten Führung von (Unternehmens-) Netzwerken. Im Rahmen eines Dissertationsprojektes von Frau Dipl.-Vw. Sandra Dorobek soll untersucht werden, ob und wie SCM auf den öffentlichen Sektor übertragen werden kann und welche Konsequenzen sich daraus für die öffentliche Beschaffung ergeben. Dieses Projekt ist am FoRMöB angesiedelt.
   
4.

„Public Performance Contracting als Element einer strategischen öffentliche Beschaffung” (Forschungsfeld II.2)

Die öffentliche Hand beschafft jedes Jahr Sach- und Dienstleistungen im Wert von ca. 260 Milliarden Euro von privaten Unternehmen. Dies entspricht ca. 13 % des Bruttoinlandsproduktes und macht deutlich, welches Potential sich bei einer zielgerichteten Bearbeitung der Beschaffungsmärkte für öffentliche Auftraggeber erschließt. Während im privatwirtschaftlichen Bereich erste strategische Beschaffungskonzepte bereits Anfang der 80er Jahre entwickelt wurden, ist das öffentliche Beschaffungswesen bislang einseitig durch eine vergaberechtsorientierte Diskussion dominiert. Vergaberecht und strategisch-betriebswirtschaftliche Optimierung müssen aber kein zwingender Gegensatz sein, im Gegenteil: Wie das Beispiel erfolgreicher Public Private Partnerships zeigt, sind strategische Kooperationsprojekte zwischen privatwirtschaftlichem Lieferant und öffentlichem Abnehmer möglich. Das Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung (BWB) hat als einer er ersten öffentlichen Beschaffer eine Serviceabteilung Strategischer Einkauf eingerichtet. Dabei lassen sich Sach- und Dienstleistungen heute oft nur schwerlich trennen. Die Kombination von Know-how und physischem Produkt stellen den Einkauf vor neue Herausforderungen, die derzeit unter dem Oberbegriff „Solutions Sourcing“ diskutiert werden. Insbesondere öffentliche Auftraggeber sehen sich veränderten, weitaus komplexeren Beschaffungsaufgaben gegenüber, da sie zusätzlich vergaberechtskonform beschaffen müssen. Im Rahmen eines Dissertationsprojektes von Herrn Dipl.-Kfm. Andreas Glas wird eine Rahmenkonzeption für die strategische öffentliche Beschaffung im Sinne dieser komplexen Leistungsbündel entwickelt. Dieses Projekt ist am FoRMöB angesiedelt.

   
5.

„Performance Based Logistics” (Forschungsfeld III.1.1)

Insbesondere im Bereich der Luftfahrtindustrie im Verteidigungssektor steigen die Anforderungen an die Verfügbarkeit von Luftfahrzeugen enorm an. Daher sind neue Konzepte der Instandhaltung und Nutzung erforderlich. Performance Based Logistics (PBL) ist ein Ansatz, der eine neue Form der Arbeitsteilung zwischen militärischem Auftraggeber und instandhaltender Industrie vorsieht, um genau diese Verfügbarkeitserhöhungen zu realisieren. Im angelsächsischen Raum, insbesondere den USA, ist es inzwischen sogar das Standardinstrument zur Nutzung militärischer Luftfahrzeuge.

Partner:  Waffensystemkommando der Luftwaffe
               Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung
               Bundesverband der Deutschen Luft- und Raumfahrtindustrie e.V.
               EADS Military Air Systems

   
6.

„International Research Study on Public Procurement (IRSPP)”
(Forschungsfeld II.2)

Im Rahmen einer internationalen vergleichenden Studie werden die Beschaffungsaktivitäten der öffentlichen Hand untersucht und der Versuch unternommen, notwendigen Reformbedarf aufzuzeigen. Die Universität der Bundeswehr München wurde dabei als Forschungspartner für Deutschland ausgewählt. Es entstand eine Fallstudie in Zusammenarbeit mit dem Beschaffungsmanagement des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Die Ergebnisse wurden im Rahmen eines internationalen Workshops im April 2003 in Budapest, 2005 in Genf und 2007 in Paris präsentiert (IRSPP 1 und 2). In 2007 erschien ein Fallstudienhandbuch, die Professur ist daran dreifach beteiligt: Zum ersten mit der deutschen Fallstudie des DLR, zum zweiten mit der Koordination der Sektion „Public E-Procurement“ sowie zum dritten an der Sektion „Cooperative Purchasing“ (Schriftenverzeichnis Nr. 109 bis 111). IRSPP 4 steht unter dem Oberthema „Die Auswirkungen der Wirtschaftskrise und der staatlichen Konjunkturpakete auf die öffentliche Beschaffung“ und wird im November 2009 in Lissabon stattfinden. Deutscher Projektpartner ist wiederum das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR). Das Projekt ist am FoRMöB angesiedelt.

Partner:  University of Bath, Center for Research in Strategic Purchasing and Supply (CRiSPS), Projektleitung University of Twente, Initiative for Purchasing Studies (UTIPS), Projektleitung Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), Projektpartner Deutschland

   
7.

„Referenzmodell für öffentliche Beschaffungsprozesse”
   (Forschungsfeld I.1.2 / II.2)

Mit ca. 30.000 Vergabestellen ist das öffentliche Beschaffungswesen stark dezentralisiert. Viele Vergabestellen haben dabei eigene Beschaffungsprozesse definiert. Diese „Atomisierung“ führt derzeit zu enormen Reibungsverlusten sowohl bei der internen Mitarbeiterschulung wie auch bei privatwirtschaftlichen Lieferanten der öffentlichen Hand. Die Sektion „Öffentliche Auftraggeber“ des BME hat sich deshalb zum Ziel gesetzt, ein Referenzmodell für öffentliche Beschaffungsprozesse zu entwickeln, das idealerweise die Basis für mögliche Softwareimplementierungen darstellt. Das Projekt wird nun als „Reference Procurement“ (REPROC) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie gefördert. Prof. Eßig ist Mitglied des Fachbeirats, die wissenschaftliche Begleitforschung im Rahmen von Projekt (9) ist am FoRMöB angesiedelt.

Partner:  Sektion „Öffentliche Auftraggeber“ des Bundesverbandes Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)

   
8.

„REPROC-Excellence”
(Forschungsfeld
Angewandte- und Grundlagen-Beschaffungsforschung)

 

Im Rahmen der wissenschaftlichen Begleitforschung zum Referenzmodell für öffentliche Beschaffungsprozesse ist eine möglichst große Breitenwirkung angestrebt. Dazu wird unter Förderung des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages zusammen mit dem Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME) ein Benchmarking-Modell erarbeitet, das Stand und Entwicklung der öffentlichen Beschaffung in Deutschland dokumentieren soll. Gleichzeitig entsteht eine Publikation sowie ein „Beschaffungsbarometer“, der sowohl generisch wie individuell beteiligten Beschaffungsstellen die Entwicklung dokumentiert. Darüber hinaus ist vorgesehen, dass Herr Dipl.-Ök. Raphael Börner im Rahmen seiner Dissertationsschrift wesentliche Aspekte der Leistungsmessung der öffentlichen Beschaffung in Deutschland sowie im internationalen Vergleich untersucht. Das Projekt ist am FoRMöB angesiedelt.

Partner

 

  • Sektion „Öffentliche Auftraggeber“ des Bundesverbandes Material-wirtschaft, Einkauf und Logistik e.V. (BME)
  • Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
   
9.

„Supply Chain Safety Management im Rahmen der Projektskizze Logistik”
(Forschungsfeld Angewandte und Grundlagen-SCM-Forschung)
 

Dieses Projekt ist die Konkretisierung des lehrstuhlübergreifenden Forschungsrahmenprogramms SaferSCM zusammen mit dem Lehrstuhl Prof. Kern. Es ist als Teilprojekt der Projektskizze Logistik der Bundeswehr zugeordnet und wird vom Bundesministerium der Verteidigung Fü S IV geleitet. Das Projekt Supply Chain Safety Management hat zum Ziel, für den Versorgungsweg „Folgeversorgung“, bezogen auf den konkreten ISAF-Einsatz, eine sicherheitsrelevante Supply Chain zu definieren und zu analysieren, relevante Sicherheitsaspekte dieser Supply Chain zu identifizieren und zu klassifizieren, darauf aufbauend eine Referenz-SC zu konfigurieren, einen Maßnahmenkatalog bzw. Managementansatz zu entwickeln und einen „Umsetzungsfahrplan“ für eine Zertifizierung abzuleiten. Dieses Projekt ist an der Transferstelle Defence SCM und am FoRMöB angesiedelt. Darüber hinaus ist ein entsprechendes Dissertationsprojekt von Frau Dipl.-Kffr. Sandra Tandler vorgesehen.

Partner:

 

   
10.

„Entwicklung einer Defence SCM-Rahmenkonzeption“
(Forschungsfeld Strategische SCM-Forschung)

 

Defence Supply Chain Management ist die Anwendung des SCM-Ansatzes auf den Verteidigungssektor. Im Rahmen dieses Forschungsprojektes wird versucht, die wissenschaftlichen Grundlagen und den Stand der Vorarbeiten zu diesem Konzept (u.a. aus der Militärökonomie) zu eruieren und in einen Bezugsrahmen einzuarbeiten. Dieses Projekt ist an der Transferstelle Defence SCM und am FoRMöB angesiedelt.

Partner:
  • Gesellschaft für Entwicklung, Beschaffung und Betrieb mbH (g.e.b.b.)
  • Bundesministerium der Verteidigung (BMVg)
  •              

 

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