Thermalvakuumkammer

Thermalvakuumkammer

Das Institut für Raumfahrttechnik der Universität der Bundeswehr München hat Anfang 1996 eine Thermal-Vakuumanlage in Betrieb genommen, um Satellitenkomponenten und Kleinsatelliten unter weltraumähnlichen Bedingungen zu testen.

Das wichtigste Kriterium dabei war die Erzeugung eines ölfreien Vakuums zum Test von hochwertigen Satellitenkomponenten wie Optiken und Sensoren. Durch Verwendung eines absolut ölfreien Vorvakuumpumpstandes und einer Heliumkryopumpe zur Erzeugung des Hochvakuums konnte dieses Ziel erreicht werden.

Die Anlage arbeitet mit einem Kammerenddruck < 1x10E-6 mbar und in einem Temperaturbereich zwischen -75°C und +80°C.

Ein Beispiel für einen Temperaturzyklus ist in nebenstehenden Bild gezeigt: (anklicken zum Vergrößern).


Die Größe des Testkörpers ist durch die eingebaute Thermalwand auf einen Durchmesser von 1.30 m und eine Höhe von 1.20 m begrenzt.

Die gesamte Anlage kann rein manuell, halbautomatisch über eine SPS oder vollautomatisch über einen angeschlossenen Computer gesteuert werden.

Die Meßwerterfassung erfolgt sowohl über die PC-Systemsteuerung als auch über einen 20-Kanal Meßwertschreiber. Die Anlage arbeitet mit umweltverträglichem Kühlmittel und wird zunächst mit Stickstoff und anschließend mit Frischluft belüftet.

  • ölfreies Vakuum durch ölfreies Pumpsystem
  • zweistufiges Pumpsystem aus Scroll- und Roots- als Vorpumpen sowie Heliumkryopumpe als Hochvakuumpumpe
  • System kann sowohl manuell als auch über SPS sowie vollautomatisch über PC gesteuert werden
  • Bei vollautomatischer Steuerung können komplette Programmfolgen mit Temperaturrampen programmiert werden sämtliche Meßergebnisse werden mit dem PC gespeichert
  • Ausgabe von Meßergebnissen auf dem Meßwertschreiber möglich
  • für den Nutzer stehen eine Vielzahl frei belegbarer Anschlußflansche zur Verfügung
  • umweltverträgliches Kühlmedium FC-77

Die Thermalvakuumkammer wird auch im Rahmen des Raumfahrttechnischen Praktikums eingesetzt.

Faltblatt zur Thermalvakuumanlage zum Download (pdf-Format 154kB)

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