Experiment - Solar Corona

Experiment - Solar Corona (SCO)

Die Korona ist die äußerste, sich radial ausdehnende Schicht der Sonnenatmosphäre.
Aufgrund der gegenüber der Photosphäre bedeutend geringeren Helligkeit der Korona, ist es schwierig, von der Erde aus optische Beobachtungen durchzuführen.
Da weiterhin die Röntgenstrahlung und die ultraviolette Strahlung der Sonnenkorona von der Erdatmosphäre absorbiert werden, sind auch aus diesem Grund Beobachtungen, die von Satelliten oder Raumstationen aus gemacht werden, sehr wertvoll.
Bei dem SCO-Experiment handelt es sich um eine satellitenbasierte Erkundungsmethode. Frequenz, Laufzeit und Amplitude des Radiosignals, welches zur Kommunikation zwischen Erde und Raumsonde benutzt wird, verändern sich beim Durchgang durch das heiße Gas der Korona. Dieser Vorgang wird, da er frequenzabhängig ist, Dispersion genannt.
Mit Hilfe von SCO-Experimenten können folgende Informationen gewonnen werden:

  • Die Bestimmung des Total Electron Content (TEC) als gesamten Elektroneninhalt der Sonnenkorona in einer Säule längs von 1 m2 Querschnitt des Ausbreitungsweges des Radiosignals,
  • das Ermitteln des Turbulenzspektrums im Sonnenwind sowie
  • die Identifikation und Ausbreitungs-Geschwindigkeiten von koronalen Massen-Ausbrüchen (CME's).

Die gewonnenen Erkenntnisse sind unter anderem auch für die Klimaforschung von großem Interesse, denn die Aktivität der Sonne ist einer der wesentlichen klimabeeinflussenden Faktoren für die Erde.

Koronaler Massenauswurf (Coronal Mass Ejection, CME) der Sonne am 5. Januar 2002, Foto: SOHO/LASCO (ESA & NASA)

Koronaler Massenauswurf (Coronal Mass Ejection, CME) der Sonne am 4. Januar 2002, Foto: SOHO/LASCO (ESA & NASA)