Experiment - Bistatisches Radar

Experiment - Bistatisches Radar (BSR)

Durch räumliche Trennung des Senders (Raumsonde) vom Empfänger (Bodenstation auf der Erde) erhält man eine Konfiguration, die man Bistatische Radar-Konfiguration nennt. Mit dieser Messtechnik ist es möglich, die Oberflächentextur (Rauhigkeit, Neigungen) von Planeten mit einer Genauigkeit im Wellenlängenbereich (Zentimeter bis Meter) sowie die Dielektrizitätskonstanten der Oberflächen zu bestimmen.
Die Geometrie des bistatischen Radars an Bord eines Orbiters um einen Planeten eignet sich hervorragend zur Vermessung der Planetenoberfläche von verschiedenen Breiten, Längen und Einfallswinkeln.

Wichtig zur Durchführung ist, dass die zu untersuchenden Flächen von der jeweiligen Position des Flugkörpers aus direkt gesehen werden können. Zunächst wird dann die Antenne direkt auf das entsprechende Oberflächenmerkmal ausgerichtet, wobei zu beachten ist, dass zur Fixierung eines ausgezeichneten Punktes im Orbit, der Sonde eine Drehgeschwindigkeit gegeben werden muss, welche während des Überfluges auch variieren kann. Die in der Bodenstation anfallende Datenmenge ist dabei abhängig von der Größe des zu untersuchenden Gebietes, welches wiederum vom zugestandenen Missionsfenster abhängt.