Auflistung

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Kognitive Technische Systeme

 
Kognitive Fähigkeiten in technische Systeme zu integrieren, kann als eine konsequente Weiterentwicklung des mechatronischen Gedankens betrachtet werden. Um kognitive Fähigkeiten in technische Systeme zu implementieren, sind Erkenntnisse aus nichttechnischen Forschungsbereichen wie der Kognitionswissenschaften und der Psychologie zu berücksichtigen. Die Integration kognitiver Fähigkeiten in technische Systeme erfordert neben einer sehr leistungsstarken Informationsverarbeitung auch eine angepasste Systemstruktur, letztlich ist das technische System nur zu solchen Handlungen fähig, die von der Aktorik auch entsprechend unterstützt werden. Zudem ist die Fähigkeit des Wahrnehmens wiederum an die technische Ausstattung des Systems gebunden.
Die Herausforderung für die Produktentwicklung liegt heute darin, ein technisches System soweit zu ertüchtigen, dass Handlungen generiert werden, die der Situation angepasst sind. Dazu bedarf es eines aktorischen Systems, welches zu beliebig komplexen Handlungen fähig ist. Ansätze aus der KI-Forschung dienen zur Lösung der Problemstellung natürlich als Grundlage. Ziel ist es nun, die verhaltensorientierten Ansätze in reale Produkte zu integrieren. Für die Produktentwicklung resultieren daraus unter anderem folgende Herausforderungen:
 
  • Durch die weitestgehende Autonomie der Systeme (resultierend aus den kognitiven Eigenschaften) entwickeln sich eine Reihe von Nebenzielen. Neben dem Systemzweck, gilt es ein multiples Zielsystem zu betrachten, welches sich aus der Einsatzsituation ergibt
  • Lernfähigkeit von Systemen setzt voraus, dass Fehler gemacht werden müssen. Hier stellt sich die Frage, wie im Verhalten technischer Systeme mit Fehlern umgegangen werden muss. 

 

Ziel ist es vorrangig, Methoden zu finden, um die zunehmende Komplexität technischer Systeme beherrschbar zu machen. Neue Ansätze zur Fehlerbeschreibung und zum Umgang mit Fehlern sind ebenso erforderlich wie zum Umgang mit einer unstrukturierten Umwelt. Lösungsansätze für diese Problemstellungen erfordern neue Denkweisen in der Produktentwicklung, lassen aber letztlich durch den verschobenen Blickwinkel auf die Problemstellung völlig neue Lösungsmethoden für innovative Produkte zu.
 
 

Kognitive Fähigkeiten in Wissensmanagementsystemen und Assistenzsystemen

Ansätze der Lernfähigkeit, wie sie für kognitive technische Systeme von Nöten sind, sind auch für die Gestaltung von Assistenzsystemen von Interesse. Die Bereitstellung von Wissen im Syntheseprozess kann hier den Ingenieur in seiner Arbeit effektiv unterstützen.