Projekte

Laufende Projekte

 

SATOP- Situation Awareness in Teleoperation Systems 

Teleoperationssysteme finden in den verschiedensten Bereichen Anwendung, wie z.B. dem On-orbit Servicing von Satelliten, dem Rohstoffabbau in der Tiefsee und der Telechirurgie. Jedoch ist die Aufgabenleistung dieser Mensch-Maschine Systeme häufig stark eingeschränkt. Frühere Forschungsarbeiten zu dem Thema ergaben, dass die Einbindung zusätzlicher akustischer und/oder haptischer Informationen in die Mensch-Maschine Schnittstelle die Aufgabenleistung in einigen Fällen verbessern kann. Jedoch ist bislang unklar, welche perzeptiven und/oder kognitiven Mechanismen des Menschen hier zum Tragen kommen. 


Es ist primäres Ziel des DFG-geförderten Forschungsprojekts SATOP, die Auswirkungen multi-modaler Rückmeldung auf die Aufgabenleistung empirisch zu ermitteln und die Rolle des Situationsbewusstseins in diesem Kontext zu beleuchten. Auf Basis der empirischen Resultate wird eine Taxonomie der multi-modalen Rückmeldung vorgeschlagen, und es werden Richtlinien für die Gestaltung effektiver Mensch-Maschine Schnittstellen für Teleoperationssyteme erstellt. 

Ansprechpartner: 

Jun.- Prof. Dr. -Ing. Verena Nitsch

 

 


Abgeschlossene Projekte

      

Im Rahmen des EU-Projekts SAFROS (Patient Safety in Robotic Surgery) wurde in Kooperation mit dem DLR Oberpfaffenhofen an der Verbesserung der Mensch-Maschine Interaktion bei der robotergestützten minimal-invasiven Chirurgie gearbeitet. In  Evaluationsstudien wurden häufige Fehlerquellen in der Bedienung der technischen Systeme identifiziert und eine möglichst intuitive Auslegung der Mensch-Maschine Schnittstelle erarbeitet.

Ansprechpartner:

Jun.- Prof. Dr.-Ing. Verena Nitsch

 


 

 

       Im Rahmen des von der DFG geförderten Sonderforschungsbereichs SFB453 "Wirklichkeitsnahe Telepräsenz und Teleaktion" wurden u.a. folgende Projekte bearbeitet:

 

M2 Wahrnehmung und Integration multimodaler Information in Telepräsenz- und VR-Systemen
Eine multimodale haptische Schnittstelle zur Exploration von Textur, Härte und Temperatur soll aufgebaut und evaluiert werden. Sensorische Integration soll ausgenützt werden, um sensorische Informationen z.B. zu substituieren.
 
M5 Gestaltung und Evaluation der Mensch-Roboter-Schnittstelle
Für die Mensch-Roboter-Schnittstellen der anderen Teilprojekte des SFB 453 werden Gestaltungskriterien aufgestellt, die eine optimale Leistung bei maximalem Telepräsenzerleben ("Eintauchen in die entfernte Umgebung") gewährleisten sollen. Zur Evaluation der so modifizierten Telerobotiksysteme werden Bewertungsmethoden ausgearbeitet und experimentell eingesetzt.
 
M6 Transparente Teleinteraktion
In Zusammenarbeit mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) stehen in diesem Projekt die Evaluation und die Verbesserung der Transparenz der Interaktion zwischen Mensch und haptischen Display im Mittelpunkt. Es werden Verfahren entwickelt und experimentell untersucht, die für den Benutzer zu einer intuitiv verständlichen Bewegungsdarstellung führen. Ein viel versprechender Aufbau stellt in diesem Fall das sog. encounter-type haptische Eingabegerät dar, das entsprechend im Rahmen des Projektes entwickelt und experimentell analysiert wird.
 
I7 Modellierung multi-modaler haptischer Wahrnehmung
Das Teilprojekt I7 beschäftigt sich mit multi-modaler haptischer Rückmeldung in virtueller Umgebung. Ziel ist es, haptische Information, die aus Gründen technischer Machbarkeit nicht direkt wiedergegeben kann, über multiple Sinneskanäle (visuell, auditiv, taktil) darzustellen. Dabei werden die zugrunde liegenden Wahrnehmungsprozesse formal beschrieben, so dass die Ergebnisse nicht nur für Telepräsenzanwendungen, sondern auch für die psychologische Grundlagenforschung relevant sind.
 
T2 Erhöhte Verkehrssicherheit durch haptische Fahrerassistenzsysteme
In Kooperation mit der AUDI AG soll in diesem Projekt die multisensorielle Erfassung und Klassifizierung des Fahrzeugumfelds zur Steuerung von Fahrerassistenzsystemen durch haptische Reaktionen des Fahrers verbessert werden. Neben Daten aus technischen Sensoren soll der menschliche Fahrer als zusätzliche Informationsquelle genutzt werden, um eine valide und reliable Beurteilung einer möglicherweise unfallkritischen Situation zu gewährleisten. Von Interesse sind dabei haptische Reaktionen des Fahrers in Notsituationen, welche über Druckabnehmer am Lenkrad als Hinweise auf kritische Verkehrssituationen herangezogen werden sollen.