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IfA untersucht riskantes Verhalten im Straßenverkehr

Wirken sich Fahrsicherheitstrainings auf die Risikobereitschaft junger Fahrer im Straßenverkehr aus? Im Oktober ging das IfA der Frage nach - in einer Studie mit rund 250 Teilnehmern aus München.
IfA untersucht riskantes Verhalten im Straßenverkehr

Prof. Verena Nitsch und das Fahrsicherheitsteam

In den Jahren 2000 bis 2009 starben allein in 19 EU Staaten 76 000 Menschen im Alter zwischen 18 und 24 Jahren an den Folgen eines Verkehrsunfalls. Neigen junge Fahrer zu besonders riskantem Fahrverhalten? Oder fehlt Ihnen die nötige Erfahrung, um in kritischen Situationen richtig zu urteilen und angemessen zu reagieren? Das Institut für Arbeitswissenschaft untersucht mögliche Ursachen für das überproportional hohe Unfallrisiko junger Erwachsener.

In der bislang größten Studie, die jemals auf der Teststrecke der Universität der Bundeswehr München durchgeführt wurde, durchliefen rund 250 junge Fahrerinnen und Fahrer am 13. und 14. Oktober 2016 ein Fahrsicherheitstraining und bewerteten vor und nach dem Training ihr Verhalten in diversen Verkehrssituationen. Partner der Studie waren der Automobilkonzern Ford, das Trainernetzwerk Allegium GmbH sowie der Deutsche Verkehrssicherheitsrat (DVR). Auch zahlreiche Vertreter der Presse waren anwesend. 

Die Ergebnisse der Studie liefern wichtige Hinweise auf mögliche Ursachen für das hohe Unfallrisiko von jungen Fahranfängern und leisten einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung eines deutschsprachigen fragebogenbasierten Meßinstruments zur Erfassung riskanten Verhaltens im Straßenverkehr. Die Studie soll außerdem erste Anhaltspunkte liefern für die Entwicklung von Assistenzsystemen, die junge Autofahrer in riskanten Verkehrssituationen effektiv unterstützen.