Konzept und Struktur des forschungsorientierten Masterstudienganges sind an den Anforderungen von Wirtschaft und Wissenschaft an Hochschulabsolventen dieses Fachgebietes ausgerichtet. Sie berücksichtigen spezifische Herausforderungen und spezialisierende Kenntnisse, die zum Verständnis von Entwicklung und Betrieb luft- und raumfahrttechnischer Systeme erforderlich sind. Der Masterstudiengang Luft- und Raumfahrttechnik umfasst Module im Umfang von 120 ECTS-Leistungspunkten. Er ist als Intensiv-Studiengang über fünf Trimester bzw. 1 ¾ Jahre ausgelegt.

Basis für ein weiterführendes und vertiefendes Verständnis von Aufgabenstellungen aus dem luft- und raumfahrttechnischen Bereich bilden vertiefende mathematisch/logische und physikalische Kenntnisse. Aus diesem Anspruch heraus leiten sich die zwei wesentlichen Pflichtmodule Mathematische Methoden in der Luft- und Raumfahrt sowie Höhere Technische Mechanik ab.

Die moderne Luft- und Raumfahrttechnik umfasst ein sehr breites Wissensgebiet, welches auch in einem Masterstudiengang nicht vollständig in der erforderlichen Tiefe und Breite abgebildet werden kann. Je nach Sichtweise auf ein luft- oder raumfahrttechnisches System sind hier unterschiedliche Fachgebiete für das Verständnis, die Entwicklung und den Betrieb solcher Systeme maßgeblich. Dieser prinzipielle Gedanke findet sich in der Strukturierung des Masterstudienganges respektive der Definition von Schwerpunkten im Studiengang wieder.

Als Studienschwerpunkte stehen den Studierenden offen:

  • Aerothermodynamik
  • Antriebe
  • Autonome Systeme
  • Bauweisen und Werkstoffe
  • CAE-Methoden
  • Flugführungssysteme
  • Luftfahrtsystemtechnik
  • Raumfahrttechnik
  • Regelungstechnik
  • Weltraumnutzung

Aus diesen Schwerpunkten können die Studierenden des Masterstudienganges wählen.

Den Studienschwerpunkten werden Pflichtmodule zugeordnet, die für deren Verständnis essentiell sind. Diese Pflichtmodule umfassen je nach Wahl des Schwerpunktes 37-41 ECTS. Die Unterschiede resultieren aus fachgebietsspezifischen Anforderungen und Unterschieden im verfügbaren Grundwissen zum Fachgebiet.

Ergänzt wird der Kompetenzaufbau im Schwerpunkt durch Lehrveranstaltungen, die als Wahlpflichtfächer zu belegen sind. Diese umfassen zwischen 15 und 26 ECTS, wiederum abhängig von fachgebietsspezifischen Anforderungen. Die Wahlpflichtmodule sind als Empfehlung zur Ergänzung für einen Schwerpunkt zu verstehen. Der Studierende hat die Möglichkeit, von diesen Empfehlungen abzuweichen und aus dem Gesamtangebot der von der Fakultät angebotenen Module zu wählen.

Entscheidet sich der/die Studierende für die Empfehlung der zu einem Schwerpunkt empfohlenen Wahlpflichtmodule, wird der Studienschwerpunkt im Zeugnis bestätigt. Im anderen Falle erhalten die Studierenden ein Zeugnis ohne den Eintrag eines Schwerpunktes. Auf Antrag der/des Studierenden kann die Eintragung des Schwerpunktes im Zeugnis entfallen.

Zu den Pflichtveranstaltungen gehört auch ein apparatives Praktikum mit einem Umfang von 5 ECTS. In diesem sollen die Studierenden an ausgewählten Beispielen lernen, wie mit experimentellen Verfahren und Methoden wissenschaftliche Theorien verifiziert und beurteilt werden können. Den Studierenden wird empfohlen, das apparative Praktikum passend zum Studienschwerpunkt zu wählen. Um dabei schwerpunktübergreifend die inhaltlichen Voraussetzungen verfügbar zu haben, findet dieses im letzten Mastertrimester statt.

 

Übersicht der Pflicht- und Wahlpflichtmodule