Servus und Alles Gute, Prof. Rapp

27 Januar 2019

Prof. Rapp kam 2001 an die Universität der Bundeswehr und übernahm die Leitung des Instituts für Leichtbau. Aufgrund seiner umfangreichen beruflichen Erfahrung insbesondere im Bereich der Hubschrauber-Entwicklung bei MBB (jetzt Airbus Helicopters) und der damit verbundenen neuen Technologie in der Anwendung von Faserverbundwerkstoffen beim Bau von Rotorblättern baute er am Institut einen zusätzlichen Schwerpunkt Faserverbundwerkstoffe auf. Mit einer entsprechenden Vorlesungsreihe vermittelte Prof. Rapp sehr viel Wissen und Erfahrung in der Berechnung und Auslegung dieses zukunftsträchtigen Werkstoffs in der Luft- und Raumfahrtechnik.

Das fachliche Engagement für seine Mitarbeiter und Studenten beeindruckte immer wieder. Sein fachliches Wissen verbunden mit der Bescheidenheit seiner Person führten zu einer für alle fruchtbaren Zusammenarbeit. Darüber hinaus verschaffte er sich Anerkennung und Respekt hinsichtlich seiner zupackenden praktischen Arbeitsweise, die alle Theorie begleitete, aber diese auch in Bezug auf die Praxistauglichkeit immer hinterfragte. „Theorie und zugehörige Experimente gehören zusammen und sind Grundlage einer ingenieurwissenschaftlichen Auseinandersetzung mit einer technischen Fragestellung“, so sein Credo.

 

Prof. Rapp hat mit vielen praktischen Ideen in der Messtechnik und auch dank seiner elektronischen Kenntnisse robuste Lösungen gefunden, die sich in mehreren Versuchsanordnungen bestens bewährten. Schnell war über das Wochenende eine Platine bestückt und verlötet und der Montag brachte neue Möglichkeiten der Versuchsüberwachung und Messdatenerfassung.

Kurzum ein Ingenieur mit breitem Horizont.

 

Seiner Tätigkeit als Dekan und Studiendekan in der Anfangszeit des Bologna-Prozesses verdankt

die Fakultät für Luft- und Raumfahrttechnik vieles. Damit hat Prof. Rapp in seiner 17-jährigen Tätigkeit in Neubiberg Spuren hinterlassen, die das Institut und die Fakultät auch in Zukunft prägen werden.

Er ist für uns ein vorbildhafter Ingenieur und vor allem ein charakterlich feiner Mensch.

 

Das Institut wünscht ihm für seinen neuen Lebensabschnitt alles Gute, Gesundheit und viel Zeit für seine Hobbys.