Direkt zum Inhalt | Direkt zur Navigation

UniBwM » StudiumPplus » Lehrplus » Lehrplus » Toolbox » Tipps für Präsentationen

Präsentationen

Visualisierungstipps für Präsentations-Folien


Übersichtlichkeit


  • Achten Sie auf ein durchgehendes, einheitliches Layout Ihrer Folien.
  • Lassen Sie an allen Seiten Rand und nutzen Sie nicht mehr als etwa ¾ der Gesamtfläche.
  • Achten Sie darauf, dass die optische Form den Inhalt unterstützt, aber nicht überlagert.
  • Die optische Struktur soll die inhaltliche Struktur widerspiegeln. Nutzen Sie Strukturhilfen wie Spiegelstriche, Farbe, Einrückungen, ...
  • Ein zu geringer Zeilenabstand erschwert das Lesen, ein zu großer Abstand reißt optische Löcher in den Text. Ein geeigneter Abstand ist 1,5- bis 2-zeilig.
  • Nutzen Sie Überschriften für Folien.

Textanordnung


  • Nicht überfrachten – Faustregel (kein Dogma): bei Textfolie max. 7 Inhaltspunkte und pro Zeile jeweils max. 7 Wörter. Weniger kann sogar mehr sein.
  • Linksbündigkeit erleichtert das Lesen.
  • Zentriert wirkt als Stilmittel, um für besondere Sachverhalte die Aufmerksamkeit zu fokussieren.
  • Nur horizontale oder leicht schräge (bis 20 °), keine vertikalen Textzeilen.
  • Vermeiden Sie Schlagworte – formulieren Sie besser in Kurzsätzen.
  • Wohin platziere ich mein Logo? – Besser nicht allzu dominant und platzraubend. Also: In eine Ecke – am oberen oder unteren Bildrand.

Schrift


  • Schriftart: Eine serifenlose Schriftart (z.B. Arial) erleichtert die Lesbarkeit.
  • Schriftgröße: für Textzeilen mind. 20 Pkt., Überschriften 2-4 Pkt. Größer.
  • Beschränken Sie sich auf eine Schriftart in Ihrer gesamten Präsentation.
  • Wählen Sie nur eine Form von Hervorhebung – kursiv oder fett oder farbig.
  • Hervorhebungen: Fett gedruckt ist geeigneter als unterstrichenes (kann mit Link verwechselt werden). Um Wirkung zu bewahren, gezielt sparsam einsetzen.

Farbeinsatz


  • Setzen Sie sparsam Farben ein – zum Beispiel in Bildern, Diagrammen, Pfeilen oder Rastern. Bei farbiger Schrift unbedingt den Kontrast beachten – also kräftige, eher dunkle Farben.
  • Nutzen Sie schwarze und blaue Farbe für Text. Bei Grafik ziehen „warme“ Farben die Aufmerksamkeit auf sich (rot, orange, gelb)
  • Verwenden Sie die Farben durchgängig (z.B. alle Überschriften in blau, alle Raster und Pfeile in rot usw.).
  • Achten Sie beim Einsatz von Farben stets auf die Lesbarkeit; die Farbkombinationen müssen ausreichend Kontrast bieten.
  • Wenn Sie nur mit schwarz/grau arbeiten, nutzen Sie maximal 4 verschiedene Graustufen.

Hintergrundfarbe


„Der einzig wahre Hintergrund ist einfarbig oder zumindest fast einfarbig: Schließlich ist buntes Geschenkpapier ja auch kein guter Schreibblock“, (Siegel, David: Web Site Design . Killer Websites der 3. Generation, 1998)
Für den Hintergrund durchgängig nur eine Farbe verwenden.

  • Zu stark gesättigte Farben als Hintergrund wirken zu dominant und lenken von den eigentlichen Informationen ab.
  • Hoher Kontrast erleichtert das Lesen, mittlere Kontraststärke wird als angenehmer empfunden.
  • Tipp: Nutzen Sie ungesättigte Farben und dezente Pastelltöne.
  • Farbverläufe im Folienhintergrund können höheren ästhetischen Ansprüchen genügen, bergen aber die große Gefahr in sich, dass sie von den Inhalten ablenken und den dargestellten Informationen unterschiedliche Gewichtung verleihen oder auf Beamern sehr verfälscht dargestellt werden (Kontrastverlust zur Schrift!).

Nutzung von Hintergrundbildern


  • Die Nutzung von Hintergrundbildern weckt die Aufmerksamkeit, erschwert i.d.R. aber das Lesen (besonders bei schwachem Kontrast) und so auch die Informationsaufnahme.
  • Bei Hintergrundbildnutzung sollte diese den thematischen und optischen Rahmen darstellen, den der Benutzer verstehen kann.
  • Der Hintergrund sollte auf keinen Fall dominieren.
  • Das Hintergrundbild sollte aufgehellt und leicht verschwommen (unscharf) sein, so tritt es in den Hintergrund, wo es ja auch hingehört. Eine Alternative ist das Wasserzeichen oder das „inverse Wasserzeichen“ (embossed/Relief).

Animation von Text


  • Die Animation stellt einen entscheidenden Vorteil gegenüber der Nutzung von Overheadfolien dar: Folien bauen sich auf, betonen das Wesentliche, ohne dabei mit Abdecken die Aufmerksamkeit der Zuhörenden auf das Fehlende zu lenken.
  • Im Rahmen einer Präsentation soll man sich i.d.R. auf eine Animationsart beschränken.
  • Sollen entscheidende Punkte besonders betont werden, kann eine zweite Animationsart Anwendung finden.
  • Verzichten Sie auf ausgefallene Animationsarten, sie sind uneffektiv im Hinblick auf die Informationsaufnahme.

Integration von Tönen


  • Töne, die die Präsentationsprogramme als Begleitung für Textanimationen anbieten, wirken unprofessionell.
  • Stehen dem Präsentierenden Tondokumente zur Verfügung, die die Informationsvermittlung unterstützen können, dann ist es sinnvoll, diese einzubinden.


Integration von Bildern und Clip-Arts


  • Verzichten Sie auf Clip-Arts, die nicht exakt in den Präsentationszusammenhang passen und durch ihre häufige Benutzung „abgenutzt“ wirken.
  • Wählen Sie Bilder, die das, was sie ausdrücken wollen, unterstützen. Bevorzugen Sie originale Bilder/passende Realfotos.
  • Bei Nutzung von Bildern sollten Sie sich auf wenige aussagekräftige beschränken.

Fazit


Auch wenn Präsentationssoftware zahlreiche Möglichkeiten bietet, von denen Sie vor ein paar Jahren noch nicht einmal geträumt haben, ist es im Hinblick auf die professionelle Wirkung einer Präsentation unabdingbar, sich auf die wesentlichen zu beschränken und sich dabei an die Grundregeln von Präsentationen zu halten. Denn überwiegt die Unterhaltungsfunktion so sehr, dass sie die Informationen in den Hintergrund drängt, werden Ihre Zuschauenden von Ihren Inhalten nur sehr wenig behalten.
Trotz dieser Einschränkungen ist es möglich und auch angebracht, die Präsentation unterhaltsam zu gestalten, wobei dem Präsentierenden eine große Bedeutung zukommt. Hierbei ist Ihre Kreativität gefragt.

- Dr. Jörg A. Wendorff