Transferaufgabe

Transferaufgabe

Situation/Ziel
Murmelgruppe
Im Seminar Gelerntes soll in die Realität „hinübergetragen" werden (das bedeutet die Übersetzung von Transfer).
Teilnehmerzahl Vorbereitung Material Zeitbedarf
wenig wenig viel viel
Bis maximal 30 Teilnehmer
Kurzbeschreibung der Praxissituation
Flipchartpapier, Marker und/oder Wachsmalkreiden, ggf. Unterlagen aus der Praxis
Bis zu 45 Minuten

Beschreibung: Die Lerngruppe erhält am Ende eines Themenblocks verschiedene Schilderungen von zum Thema passenden und herausfordernden Praxissituationen durch den Dozierenden. Die Studierenden ordnen sich nach Interesse den Situationen zu. Die Teams erarbeiten mit dem gerade Gelernten eine optimale Lösung für die geschilderte Situation. Am Ende werden die Ergebnisse an den Wänden aufgehängt.
Jetzt lösen sich die Teams auf und bilden Transfergruppen, die aus je einem Studierenden jeder Arbeitsgruppe bestehen. Die Transfergruppen wandern von Ergebnisplakat zu Plakat, wobei immer die Person, die am jeweiligen Plakat mitgewirkt hat, den anderen, den nicht Beteiligten, das Ergebnis erläutert und ggf. Fragen beantwortet.

Der Dozierende steht während der Arbeitsphase als Berater für die Teams zur Verfügung und begleitet die Transfergruppen während dieser „Vernissage“. Am Ende werden die Ergebnisse zusammengefasst, man geht auf Besonderheiten ein und klärt Verständnisfragen.

Aus der Praxis: Die geschilderten Praxissituationen müssen möglichst „authentisch“, also praxisnah sein. Das vorher Gelernte muss ausreichen, um die jeweilige Aufgabe erfolgreich zu bearbeiten.

Varianten: Die Ergebnisse werden nicht in Transfergruppen ausgetauscht, sondern von den Gruppen im Plenum präsentiert. Vorteil dieser Variante ist die Möglichkeit für den Dozierenden, korrigierend und ergänzend einzugreifen. Nachteilig wirkt sich die starre Form der Präsentationen aus. Eine weitere Variante könnte sein, dass die Studierenden selbst die Praxissituationen definieren, in die sie ihr neues Wissen integrieren. Von Vorteil ist dies, wenn der Lehrende die spezielle Berufspraxis nicht gut genug aus eigener Erfahrung kennt.

Quellen: DÜRRSCHMIDT, Joachim: Methodensammlung für Trainerinnen und Trainer. Bonn: Manager-Seminare-Verlagsgesellschaft, 2005, S. 315f.

Methodenkoffer