Kugellager

Kugellager

Situation/Ziel
Murmelgruppe
Kennen lernen (allgemein), nach Regeln über ein Thema diskutieren, Förderung und Anregung der Kommunikation, Meinungen und Positionen (zum Thema) austauschen.
Teilnehmerzahl Vorbereitung Material Zeitbedarf
wenig wenig viel viel
Zwischen  10-
16 Teilnehmer
Passenden thematischen Input festlegen keines Ca. 20 Minuten

Beschreibung:

1. Die Studierenden teilen sich in zwei gleich große Gruppen auf und stellen sich in einem Innen- und Außenkreis mit dem Gesicht zueinander auf. Studierende, die sich nicht kennen, sollten sich zunächst einmal namentlich vorstellen und sich gegenseitig begrüßen.

2. Nun geben Sie einen Impuls zu einer gemeinsamen Aktion. Beispiele für Gesprächsimpulse können sein: sich kennen lernen (jeder sagt seinen Namen und eine Besonderheit, die wohl nur für ihn, nicht für andere zutrifft. Durch die Verknüpfung der Namen mit einer Besonderheit der anderen Person können die Namen besser im Gedächtnis verankert werden.), Erwartungen austauschen, Pro und Kontra zu einer These, Auffüllen von Wissenslücken. Sie teilen mit, wie viel Zeit die Studierenden haben, um sich über das vorgegebene Thema auszutauschen (die im Außenkreis fragen, die im Innenkreis antworten oder umgekehrt).

3. Nach Ablauf der vorgegeben Zeit (ca. 2-3 Minuten) geben Sie ein Zeichen, worauf alle ihre Gespräche beenden. Nun lassen Sie rotieren: „Der Außenkreis bewegt sich einen Platz nach rechts. Der Innenkreis bleibt stehen."


Aus der Praxis:
Das Rotieren erzwingt einen festen Zeittakt für alle Gespräche. Beim Kennenlernen erfährt man nur etwas über die Hälfte der Studierenden.
Bei einer Teilnehmerzahl, die größer als 16 ist, empfiehlt es sich, die Teilnehmer in zwei Kugellager aufzuteilen.
Ebenso empfiehlt es sich, dass Sie sich bei einer ungeraden Teilnehmerzahl als Dozierender in den Innen- oder Außenkreis mischen.


Varianten:
Der Innenkreis teilt seine Meinung zu einer Frage mit, während der Außenkreis nur zuhört und nur Verständnisfragen stellen darf. In der nächsten Runde ist es umgekehrt. Die Methode eignet sich auch bei entsprechenden Fragen zur Auswertung von Seminarinhalten, z.B. am Ende einer Sitzung oder zum Ende eines Themenabschnitts.


Quellen:
Methodenkoffer der Bundeszentrale für Politische Bildung, online im Internet: http://www.bpb.de/methodik/J4X0OC,0,0,Anzeige_einer_Methode.html?mid=68 [Stand: 2.8.2007]

RABENSTEIN, Reinhold et al.: Das Methoden-Set. 5 Bücher für Referenten und Seminarleiter/innen. Band 1: Anfangen. Vor dem Seminarbeginn - Eintreffen. 12. Auflage. Münster: Ökotopia, 2001, S. 1.C. 16 ff.

WEIDENMANN, Bernd (Hrsg.): Handbuch Active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare. Weinheim und Basel: Beltz, 2006, S. 217 f.

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