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Geheimnis der Namen

Geheimnis der Namen (Nomen est Omen)

Situation/Ziel
Jeder Buchstabe des Namens eines Studierenden wird mit drei verschiedenen Eigenschaften des Trägers verbunden.
Teilnehmerzahl Vorbereitung Material Zeitbedarf
wenig wenig viel viel
Optimal für kleine Gruppen (maximal 15 Teilnehmer, sonst dauert es zu lange) keine Flipcharts 3 Minuten Vorbereitungszeit 2-3 Minuten pro Präsentation

Beschreibung:
Jeder Studierende nennt zu drei beliebigen Buchstaben seines Nachnamens ein Wort, das kennzeichnend für ihn ist. Das kann eine positive oder negative Eigenschaft sein, der Name der Ehefrau, das Hobby, ein wichtiges Ereignis aus dem Lebenslauf, der Titel eines Lieblingssongs usw.
Um sich diese Eigenschaften auszudenken, bekommen die Studierenden drei Minuten Vorbereitungszeit.
Nachdem sich jeder für drei Buchstaben seines Namens Eigenschaften usw. ausgedacht hat, gehen die Studierenden nacheinander zum Flipchart bzw. an die Tafel und schreiben die Buchstaben ihrer Namen untereinander. Jeder Studierende schreibt zu den drei ausgesuchten Buchstaben seines Namens das entsprechende Wort und erläutert es kurz. Die Anfangsbuchstaben sollten farbig, die Wörter dazu mit schwarzem Filzstift geschrieben werden. Danach werden die Flipchartbögen aufgehängt.


Aus der Praxis:
Diese Methode eignet sich sehr gut für Anfangssituationen. Durch die Verknüpfung der Namen mit bestimmten Eigenschaften entstehen „innere Bilder“ und die Namen können auf diese Weise besser im Gedächtnis verankert werden. Gleichzeitig lernen sich die Studierenden untereinander besser kennen.

Es besteht die Gefahr, dass einzelne Studierende zu lange reden, weil sie zu jedem Begriff/Schlüsselwort gleich eine ganze Geschichte erzählen. Daher sollten Sie darauf achten, dass jedem Studierenden gleich viel Zeit zur Verfügung steht.

Als Beispiel können Sie die Übung mit Ihrem eigenen Namen demonstrieren. So erfahren die Studierenden gleich etwas über Sie und die Hemmschwelle sinkt.


Varianten:
Zu Beginn eines neuen Themas im Seminar können die Anfangsbuchstaben des Themas als Variante für das übliche Brainstorming („Was fällt Ihnen zu diesem Thema ein?“) dienen. Studierende schreiben ihre Ideen zu jedem Buchstaben des Themas an die Tafel.


Quelle:
WEIDENMANN, Bernd (Hrsg.): Handbuch Active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare. Weinheim und Basel: Beltz, 2006

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