Murmelgruppen

Murmelgruppen (buzz groups)

Situation/Ziel
Murmelgruppe
Aktivierung in kleinen Gruppen nach einer Zuhör-Phase von maximal 20 Minuten.
Teilnehmerzahl Vorbereitung Material Zeitbedarf
wenig wenig viel viel
Für große Gruppen geeignet; ab 12 Teilnehmer Vorbereitete Leitfragen bzw. Aufgaben für die Murmelgruppen keines 5-10 Minuten

Beschreibung: Murmelgruppen werden zur Auflockerung des Frontalunterrichts eingesetzt, z.B. nach einem Vortrag. Die Studierenden sollen mit dem eben gehörten Stoff etwas tun und feststellen, ob sie alles verstanden haben. Die Studierenden werden aufgefordert, sich mit einem oder höchstens zwei Nachbarn zusammenzusetzen und vorgegebene Leitfragen zu besprechen (murmeln), z.B.: „Was sind für mich die wichtigsten Punkte am eben Gehörten?“ „Wie würde ich das einem Laien erklären?“ „Wo und wie kann ich das Gehörte in meiner beruflichen Praxis anwenden?“ „Wie kann ich meine Murmler-Kollegen testen, ob sie alles verstanden haben?“ „Was muss ich noch nachfragen?“ Nach ca. 5 Minuten Gespräch in den Murmelgruppen fragt der Lehrende kurz nach: „Gibt es noch Informationsbedarf?“ oder „Sind noch Fragen offen?“ und fährt dann mit seiner Vorlesung fort.

Aus der Praxis: Murmelgruppen sind bei jeder Sitzordnung, auch bei großen Zuhörerzahlen, eine wirksame Aktivierungsmethode. Die Leitfragen und die Stellen in der Vorlesung, wo gemurmelt werden soll, müssen genau überlegt und vorbereitet werden. Bei häufigerem Einsatz lohnt es sich, hin und wieder die Sitzordnung zu ändern, damit neue Gruppen miteinander murmeln können.
Auf keinen Fall jede Gruppe ihr Murmelergebnis präsentieren lassen. Das kostet zu viel Zeit. Besonders gut geeignet zur Auflockerung von Vorlesungen und Vorlesungsphasen in Seminaren.

Varianten: Die Studierenden überlegen sich selbst Verständnisfragen zum Gehörten.

Quelle: WEIDENMANN, Bernd: Handbuch Active Training. Die besten Methoden für lebendige Seminare. Weinheim und Basel: Beltz, 2006, S. 25f.

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