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Prof. Dr. Esther Möller

Professur für Neuere und Neueste Kulturgeschichte Nordafrikas (Vertretung)

Institut für Kulturwissenschaften

 

Tel.: +49 89 6004-3962

Geb. 33, Raum 3274

esther.moeller@unibw.de

 
 

Esther Möller vertritt seit April 2020 die Professur für „Neuere und Neueste Kulturgeschichte Nordafrikas“ an der Universität der Bundeswehr München. Nach einem deutsch-französischen Doppelstudiengang in Mainz und Dijon wurde sie 2011 an der Jacobs University Bremen mit einer Arbeit über die französische Kulturpolitik im Libanon der spätosmanischen und Mandatszeit promoviert. Die Dissertation erschien 2013 unter dem Titel „Orte der Zivilisierungsmission. Französische Schulen im Libanon 1909-1943 (Vandenhoeck und Ruprecht). Im Anschluss arbeitete sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Leibniz-Institut für Europäische Geschichte in Mainz an einem Projekt zur Geschichte der humanitären Hilfe in Ägypten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ihre Forschung wurde unter anderem von der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG), der Gerda-Henkel-Stiftung, dem Orient-Institut in Beirut und dem Deutschen Historischen Institut in Paris gefördert.

 

Forschungsschwerpunkte

Geschichte Nordafrikas und der Arabischen Welt

Geschichte des Humanitarismus

Geschichte kolonialer Erziehung

Geschichte internationaler Organisationen

Geschichte des Modernen Mittelmeers

Transnationale und Globale Geschichte

 

Laufende Projekte

„Looking for a New International Humanitarian Order. The Egyptian Red Crescent 1940-1975“

Ziel des Projekts ist die Erforschung der Geschichte der humanitären Hilfe in der arabischen Welt mit einem Schwerpunkt auf Ägypten in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Anhand der Organisation des Ägyptischen Roten Halbmonds soll herausgearbeitet werden, dass humanitäre Hilfe nicht nur „from the West to the Rest“ stattfand, sondern in Ägypten, aber auch in der ganzen nordafrikanischen und arabischen Welt eine wichtige Rolle für politische, kulturelle und soziale Umwandlungsprozesse im Kontext der Dekolonisation gespielt hat.

 

„Mediterranean Humanitarian Aid from an Arab Perspectice“

Dieses Projekt erforscht im Kontext des DFG-Netzwerks „The Modern Mediterranean: Dynamics of a World Region 1800-2000“ die Bedeutung des Mittelmeers für Diskurse und Praktiken humanitärer Hilfe in Nordafrika und der arabischen Welt.

https://modernmediterranean.net/moeller/

 

„Engaging Europe in the Arab World: European missionaries and humanitarianism in the Middle East (1850-1970)“

Diese transnationale Forschungskooperation mit Partnern aus den Niederlanden, Frankreich und Norwegen, die von 2015 bis 2018 von der Niederländischen Forschungsgemeinschaft NWO gefördert wurde, widmet sich den multiplen und komlexen Beziehungen zwischen humanitären Organisationen und christlichen Missionaren in der arabischen Welt.

https://www.universiteitleiden.nl/en/research/research-projects/humanities/engaging-europe-in-the-arab-world-european-missionaries-and-humanitarianism-in-the-middle-east-1850-1970

 

Publikationen (Auswahl)

Die französischen Schulen im Libanon 1909-1943: Orte der Zivilisierungs-mission?, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht 2013 (Veröffentlichungen des Instituts für Europäische Geschichte, 233).

Gendering Humanitarianism in the Twentieth Century. Practice, Politics and the Power of Representation, London/New York: Palgrave Macmillan (erscheint 2020). (hrsg. mit Johannes Paulmann und Katharina Stornig)

Spuren: Zur Materialität kultureller Begegnungen, Wien/Köln/Weimar 2016 (Saeculum. Zeitschrift für Universalgeschichte, 66/2). (hrsg. mit Menja Holtz, Eva Spies and Franziska Torma)

Entangled Education. Foreign and Local Schools in Late Ottoman Syria and Mandate Lebanon (19th -20th Centuries), Würzburg: Ergon 2016 (Beiruter Texte und Studien, 137). (hrsg. mit Christine B. Lindner und Julia Hauser)

Challenges for Humanitarianism from a Non-Western Perspective: Examples and Reflections from 20th Century India and Egypt, in: Zentrum Moderner Orient (ZMO) Working Papers 22/2019 (Mit Maria Framke)

https://www.zmo.de/fileadmin/Inhalte/Publikationen/PDFs/workingpapers/zmo_working_paper_22_2019.pdf

The Suez Crisis 1956 as a Moment of Transnational Humanitarian Engagement, in: European Review of History, 23, 1-2 (2016), 136-153.

Humanitarismus ohne Grenzen? Die Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung und der Israel-Palästina-Konflikt 1948-1949, in: Geschichte in Wissenschaft und Unterricht, 66, 1-2 (2015), 61-77.

Les écoles françaises catholiques au Liban 1900-1950, in: Documents pour l'histoire du français langue étrangère et seconde, 45 (2010), 43-67.

Between Globalization and Contestation. Humanity as a Polemical Concept within the Red Cross and Red Crescent Movement, in: Klose, Fabian und Thulin, Mirjam (eds.). Humanity. A History of European Concepts in Practice, 16th Century to the Present, Göttingen: Vandenhoeck & Ruprecht, 2016 (Veröffentlichungen des Leibniz-Instituts für Europäische Geschichte – Beihefte, 110), 209-228.

Zwischen Zivilisierungsmission und Selbstdarstellung: Französische Schulen im Libanon und die Pariser Kolonialausstellung 1931, in: Kunkel, Sönke und Meyer, Christoph  (Hrsg.). Aufbruch ins postkoloniale Zeitalter. Globalisierung und die außereuropäische Welt in den 1920er und 1930er Jahren, Frankfurt am Main/New York: Campus 2012 (Globalgeschichte, 12), 233-249.

Elites as the Least Common Denominator: The Ambivalent Places of French Schools in Lebanon in the Process of Decolonization, in: Dülffer, Jost und Frey, Marc (eds.). Elites and Decolonization in the Twentieth Century. Basingstoke: Palgrave Macmillan 2011 (Cambridge Imperial and Post-colonial Studies Series), 94-109.

 

Mitgliedschaften

 

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