Dr. Jeannette Oholi

 

Dr. Jeannette Oholi

Professur für Allgemeine Kulturwissenschaften

Institut für Kulturwissenschaften

Tel.: +49 89 6004-3996

Geb. 33, Raum 1374

jeannette.oholi@unibw.de

 

 

 

Jeannette Oholi ist Post-Doc-Mitarbeiterin am Lehrstuhl von Eva Blome (Allgemeine Kulturwissenschaften). Sie hat in Bayreuth Germanistik, Afrikanistik und Medienwissenschaften studiert und promovierte 2023 an der Justus-Liebig-Universität Gießen. Ihre Dissertation „Afropäische Ästhetiken. Plurale Schwarze Identitätsentwürfe in literarischen Texten des 21. Jahrhunderts“ erschien 2024 bei transcript. Nach ihrer Promotion forschte sie zwei Jahre als Mellon Postdoc Fellow am Dartmouth College, USA.

Ihre Forschungsschwerpunkt umfassen unter anderem Migration, Diaspora, Widerstandspraktiken und Antirassismus. Sie beschäftigt sich insbesondere mit marginalisierten Autor*innen in Deutschland und Europa des 20. und 21. Jahrhunderts. Einen besonderen Fokus richtet sie auf das Schwarze Europa und hat intensiv zu Schwarzer deutscher Literatur gearbeitet. Zudem beschäftigt sie sich mit postkolonialen, rassismuskritischen und anderen machtkritische Literatur- und Kulturtheorien.

Auch in ihrem Habilitationsprojekt, in dem sie Antirassismus, Erinnerungskultur und deutschsprachige Literatur rassifizierter Autor*innen zusammendenkt, finden sich diese Schwerpunkte wieder. Gerne bewegt sie sich auch außerhalb von wissenschaftlichen Institutionen und war unter anderem am Schwarzen Literaturfestival „Resonanzen“ 2022 und 2023 beteiligt, moderiert Literaturevents und ist Teil von anderen öffentlichen Veranstaltungen.

 

Neueste Publikationen

  • Bücher

Schwarze deutsche Literatur. Ästhetische und aktivistische Interventionen von den 1980er Jahren bis heute. Bielefeld: transcript 2025.

Afropäische Ästhetiken. Plurale Schwarze Identitätsentwürfe in literarischen Texten des 21. Jahrhunderts. Bielefeld: transcript 2024.

[zusammen mit Sharon Dodua Otoo und den Ruhrfestspielen Recklinghausen] Resonanzen – Schwarzes Literaturfestival. Eine Dokumentation. Leipzig: Spector Books 2022.

 

  • Artikel

(im Erscheinen) Überlegungen zu Machtkritik, interkultureller Literaturwissenschaft und Verflechtungen in einer pluralen Gesellschaft. In: Husser, Irene / Köhler, Sigrid (Hg.): Diversität als literaturwissenschaftliche Praxis. Schiller-Jahrbuch 2026.

(im Erscheinen) [zusammen mit Ela Gezen] Anthologien als affektive Erinnerungsräume. Formierung widerständiger und antirassistischer Gemeinschaften in Worte wie Honig und Von Gästen und Geistern. In: Graur, Patrick / Villinger, Antonia (Hg.): Literarische Gruppen nach 1945. Literatursoziologische und kulturwissenschaftliche Perspektiven. J.B.Metzler 2026.

Schwarze Vertragsarbeiter*innen in der DDR. Birgit Weyhes Graphic Novel Madgermanes als pluralisierte Erinnerung an ‚Gastarbeit‘ lesen. In: El Hissy, Maha (Hg.): „Die ganze Geschichte fasse ich an der Hand“. Literatur und Kunst zur Einwanderung ins Nachkriegsdeutschland. Berlin: Verbrecher Verlag 2025, S. 39-68.

 

  • Andere Beiträge

Die Sprache bewohnen. Eine Laudatio für May Ayim. In: Rundbrief Nr. 7, Edition Zweifel 2026.

[zusammen mit Jamele Watkins] Un/Doing Blackness in Switzerland. A Conversation with Rachel M’Bon & Pamela Ohene-Nyako. In: Feminist German Studies 41.1 & 2. University of Nebraska Press 2026, S. 42-52.

 

Lehrerfahrung und Lehrphilosophie

In meiner bisherigen akademischen Laufbahn habe ich sowohl auf Deutsch als auch auf Englisch thematische Seminar wie „Einführung in die Schwarze deutsche Literatur“, „Literatur in der postmigrantischen Gesellschaft“ und „Contemporary Black British Literature“ unterrichtet.

In der Lehre sind mir folgende Aspekte besonders wichtig: 1) Ich versuche Räume für einen offenen Austausch zu schaffen, in denen sich Studierende wohlfühlen und kritische Diskussionen stattfinden können. 2.) Ich möchte die Studierenden dazu bewegen, sich individuell als auch gemeinsam in der Gruppe mit Themen auseinanderzusetzen und ihr bestehendes Wissen zu erweitern. 3.) Transparenz gegenüber den Studierenden und Feedback sehe ich als wichtigen Teil meiner Lehre.