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Prof. Dr. Jan Christoph Suntrup

Professur für Kulturtheorie (Vertretung)

Institut für Kulturwissenschaften

 

Tel.: +49 89 6004-4822

Geb. 33, Raum 1276

jan.suntrup@unibw.de

 

Jan Christoph Suntrup studierte Politikwissenschaft, Philosophie und Volkswirtschaftslehre an der Ruprecht-Karls-Universität Heidelberg und der Sciences Po Lille. Nach seiner durch die Studienstiftung des deutschen Volkes geförderten Promotion 2010 an der LMU München über den Wandel der französischen Intellektuellenkultur (summa cum laude) forschte er bis 2020 als Wissenschaftlicher Mitarbeiter, Koordinator und Fellow am interdisziplinären Käte Hamburger Kolleg „Recht als Kultur“ der Universität Bonn. Dort wurde er 2017 mit einer Arbeit zu den Dimensionen rechtkultureller Konflikte aus Sicht der politischen Kulturforschung habilitiert. 2019 führten ihn Gastaufenthalte und Forschungsstipendien an das European Institute der London School of Economics and Political Science sowie das Deutsche Historische Institut und die Sciences Po in Paris. Zudem lehrte Jan Suntrup seit 2009 regelmäßig – vornehmlich im Bereich der politischen Theorie – zunächst am Geschwister-Scholl-Institut der LMU und danach am Institut für Politische Wissenschaft und Soziologie der Universität Bonn. Seit April 2020 vertritt er die Professur für Kulturtheorie an der Universität der Bundeswehr München.

 

Forschungsschwerpunkte

  • Politische Theorie und Philosophie sowie Geschichte des politischen Denkens
  • Klassiker der Demokratietheorie und Gegenwartsprobleme demokratischer Ordnungen
  • Kulturtheorie und Methoden der Kulturforschung
  • kulturwissenschaftliche Analyse der Politik und des Rechts
  • Rechtspluralismus, Verfassungen und Prozesse der Konstitutionalisierung auf nationaler, transnationaler und internationaler Ebene, autoritärer Konstitutionalismus
  • Theorie und Praxis des Ausnahmezustands
  • Intellektuellenforschung
  • Politisches System und Deutungskultur Frankreichs

 

Laufende Projekte

Derzeit arbeitet Jan Christoph Suntrup an einem Buchprojekt zur Temporalität und Topologie sowie den symbolischen Formen und Souveränitätseffekten des Ausnahmezustands und der Notstandspolitik.

 

Publikationen (Auswahl)

Umkämpftes Recht. Zur mehrdimensionalen Analyse rechtskultureller Konflikte durch die politische Kulturforschung, Frankfurt am Main: Klostermann 2018 (600 S.)

Between Prerogative Power and Legality – Reading Ernst Fraenkel’s The Dual State as an Analytic Tool for Present Authoritarian Rule, in: Jurisprudence. An International Journal of Legal and Political Thought, online first 19. März 2020.

The Symbolic Politics of the State of Exception: Images and Performances, in: Zeitschrift für Politikwissenschaft 28/4 (2018), S. 565–580.

From Emergency Politics to Authoritarian Constitutionalism? The Legal and Political Costs of EU Financial Crisis Management, in: German Law Journal 19/2 (2018), S. 375–402.

Zwischen Herrschaftskontrolle und Verschwörungstheorie: Zur Ambivalenz von „Misstrauensdemokratien“, in: Politische Vierteljahresschrift 59/2 (2018), S. 221–243.

The Legal Person and its Other: A Comparative View on Drawing and Effacing Boundaries in Various Cultural Contexts, in: On_Culture: The Open Journal for the Study of Culture 3 (2017).

Michel Foucault and the Competing Alethurgies of Law, in: Oxford Journal of Legal Studies 37/2 (2017), S. 301–325.