Topographische Karten

Geowissenschaftliche Spitzbergen-Expedition (SPE) 1990-1992
 

Kartographische Ergebnisse

 



Topographische Karten 1:25.000



 
Topographische Geländeerkundung und Feldkartierungen 1:10.000

Die topographischen Karten sollten ursprünglich auch an der Professur für Kartographie und Topographie der Universität der Bundeswehr München hergestellt werden. Deshalb wurde während der Kampagne 1991 eine topographische Geländeerkundung durchgeführt und die das Gelände charakterisierenden Kleinformen wurden dabei kartographisch aufgenommen.

Als Grundlage für diese Arbeiten dienten die vorläufigen Orthophotokarten. Die Höhenlinien, Küstenlinien, Geländekanten und sonstige Strukturlinien wurden zusammen mit dem UTM-Gitter manuell im Maßstab 1:10.000 auf Zeichenkarton umgezeichnet. In diese Geländegerippkonstruktion wurden dann vor Ort die charakteristischen Geländemerkmale wie Böschungen, anstehendes Gestein, markante Einzelfelsen, wasserführende und nicht-wasserführende Rinnen und Vegetationsflächen als Grundlage für die späteren topographischen Karten eingezeichnet.
 

 

Ausschnitt aus einer Feldkartierung 1:10.000
 

Kartenprobe 1:25.000

Anhand der Feldkartierungen wurde eine Kartenprobe für die topographischen Karten angefertigt. Verbesserungen wären noch bei der Platzierung der Beschriftung der Höhenpunkte und bei der Vegetationsdarstellung angebracht. Auch müssten die Böschungsschraffen noch derart überarbeitet werden, dass ein schattenplastischer Effekt entsteht. Für die Vegetationsflächen wurde schließlich ein Strukturraster in Rosettenform ausgewählt, der die in der Natur recht inhomogene und selten vollflächig auftretenden Vegetationsgebiete recht gut wiedergibt.
 
 
unvollständiger Ausschnitt aus der Kartenprobe 1:25.000
 

 
Topographische Karten 1:25.000

Die Herstellung der vier Kartenblätter der topographischen Karte wurde schließlich an die Fachhochschule Karlsruhe als Diplomarbeiten der Studienrichtung Kartographie abgegeben. Weil nicht gewährleistet werden konnte, dass die mit dieser Aufgabe betrauten Diplomanden die in der Kartenprobe verwendete Art der Geländedarstellung in einem einheitlichen Duktus ausführen können, wurde die inhaltliche Gestaltung der topographischen Karten stark verändert und vereinfacht, was leider einen Informationsverlust bedeutete. Anstehendes Gestein, Vegetationsflächen und vegetations- und eisfreies Gelände werden in verschiedenen Flächenfarben dargestellt.
 
 
Ausschnitt aus der topographischen Karte 1:25.000, Blatt 1 - Lernerøyane

 


 
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