Orthophotokarten

Geowissenschaftliche Spitzbergen-Expedition (SPE) 1990-1992
 

Kartographische Ergebnisse

 



Orthophotokarten 1:25.000



 
Vorläufige Orthophotokarten

Aus den schwarz/weiß Luftbildern der Befliegung von 1966 wurden 1989 an der Fachhochschule Karlsruhe die Geripplinien des Geländes, die Höhenlinien, die Gletschergrenzen und die Küstenlinien photogrammetrisch ausgewertet und anschließend Orthophotos im Blattschnitt der späteren Karten angefertigt.

An der Professur für Kartographie und Topographie der Universität der Bundeswehr München wurden dann der Kartenrahmen und das UTM-Gitter in digitaler Form erstellt. Hierzu wurden die geographischen Koordinaten der Blattecken in UTM-Koordinaten umgerechnet und zusammen mit den UTM-Koordinaten für das UTM-Gitter in ein Plotter-Zeichenprogramm eingegeben.

Die photogrammetrischen Auswertungen, die Orthophotos und die Kartenrahmen mit UTM-Gitter wurden anschließend als Anhaltekopien auf Gravurfolien kopiert. Danach erfolgte die Foliengravur der Höhenlinien, die jedoch an einigen Stellen abweichend von der photogrammetrischen Auswertung derart verändert werden mussten, dass sie den Orthophotos im Bereich von sogenannten Umklappeffekten angepasst werden mussten.

Über den Filmen der Höhenliniengravur und des Kartenrahmens mit UTM-Gitter erfolgte dann die Montage der am Diatype-Lichtsatzgerät abgesetzten Kartenbeschriftung. Die Schrift wurde anschließend in den Höhenlinien und im UTM-Gitter freigestellt. Abschließend wurden die Höhenlinien, der Kartenrahmen mit UTM-Gitter und die Kartenbeschriftung zusammenkopiert.

Gedruckt wurden diese vorläufigen, als Arbeitskarten für die Feldarbeit gedachten Orthophotokarten an der Fachhochschule Karlsruhe in zwei Farben

  • Schwarz
    Höhenlinien, Kartenbeschriftung, Kartenrahmen und UTM-Gitter
  • Gebrochenes Schwarz
    Orthophotos

 

 

Ausschnitt aus der vorläufigen Orthophotokarte 1:25.000, Blatt 1 - Lernerøyane
 

Endgültige Orthophotokarten 1:25.000

Für die Herstellung der endgültigen Orthophotokarten wurden aus den Farbinfrarot-Luftaufnahmen der neuen Befliegung von 1990 die veränderten Gletschergrenzen und Gletscherhöhenlinien sowie die Höhenlinien im Übergangsbereich zwischen Gletschern und eisfreien Gebieten an der Fachhochschule Karlsruhe photogrammetrisch ausgewertet.

Es wurde nun versucht, die digitale Kartentechnik in den Herstellungsprozess einzubeziehen. Dazu wurden die Druckfilme für die Farbe Schwarz der vorläufigen Orthophotokarten - also Kartenrahmen mit UTM-Gitter, Höhenlinien und Kartenbeschriftung -, die photogrammetrischen Auswertungen der neuen Luftbilder von 1990 und die Orthophotos abgescannt. Diese Scans wurden an einem Apple Macintosh Rechner bearbeitet und dienten als Anhalt für die anschließende Bildschirmdigitalisierung von Kartenrahmen, UTM-Gitter, Höhenlinien, der neuen Gletschergrenzen von 1990 und der Kartenbeschriftung, die gegenüber derjenigen der vorläufigen Ausgabe korrigiert und vermehrt wurde.

Die Ausgabe von farbseparierten Filmen für die Druckfarben Schwarz und Cyan erfolgte an einem Laserbelichter. Gedruckt wurden die endgültigen Orthophotokarten an der Fachhochschule Karlsruhe in drei Farben:

  • Schwarz
    Höhenlinien, Kartenbeschriftung, Kartenrahmen und UTM-Gitter
  • Gebrochenes Schwarz
    Orthophotos
  • Cyan
    neue Gletschergrenzen von 1990
 
 
Ausschnitt aus der endgültigen Orthophotokarte 1:25.000, Blatt 1 - Lernerøyane

 


 
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