Verbundprojekt Weiterentwicklung von Geodiensten

Verbundprojekt Weiterentwicklung von Geodiensten

Förderung: im Rahmen des geowissenschaftlichen Forschungs- und Entwicklungsprogramms GEOTECHNOLOGIEN unter dem Forschungsschwerpunkt "Informationssysteme im Erdmanagement" gemeinsam vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) (Förderkennzeichen 03F0381A).

Projektpartner: Institut für Photogrammetrie und Fernerkundung (Universität Karlsruhe), Institut für Geoinformatik und Fernerkundung (Universität Osnabrück), European Media Laboratory Heidelberg, AGIS (Universität der Bundeswehr München).

Laufzeit: 10.2002 - 09.2005.

 

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Architektur des mobilen Erfassungssystems

Entwicklungen aus dem Bereich der Informations- und Kommunikationstechnologie ermöglichen die Nutzung von Internetdiensten seit einiger Zeit auch für mobile Anwender. Hierzu zählen vermehrt ortsbezogene Informationsdienste (Location Based Services), wie beispielsweise Paramount. Solche Systeme versorgen die mobilen Nutzer mit raumbezogenen Informationen in Abhängigkeit des Nutzerstandorts.

Die Ziele des Projekts gingen über die reine Auskunftsfunktionalität solcher ortsbezogener Informationsdienste hinaus und sollten höherwertige Dienste bereitstellen. In der Hauptsache waren dies Methoden zur Erfassung und Fortführung komplexer Datenbestände, die die gängigen Arbeitsprozesse im Umgang mit Geodaten vereinfachen und optimieren sollten. Forschungsgegenstand war unter Anderem die Realisierung mobiler Zugriffe auf verteilte Geodatenbestände, die Verwaltung und Visualisierung dreidimensionaler und zeitabhängiger Daten sowie die Nutzung von Augmented Reality in den Geowissenschaften.

Die AGIS bearbeitete zusammen mit dem EML das Teilprojekt „Mobiler Erfassungsclient“. Ziel war dabei die Entwicklung eines Konzepts für die mobile Erfassung von Geodaten im Bereich der Geowissenschaften. Es sollte ein Zugriff auf verteilte Datenbestände und ein generisches Erfassungskonzept für die Fortführung dieser Daten realisiert werden. Das System sollte sich bei der Erfassung an die unterschiedlichen Datenmodelle automatisch anpassen können. Ein weiterer Schwerpunkt bei der Entwicklung der Systemarchitektur lag in der interoperablen Anbindung von externen Sensoren wie z.B. GPS-Empfängern oder Total-Stationen. Für die Online-Datenerfassung wurden Untersuchungen zur automatisierten Qualitätssicherung und damit verbunden zur generischen Beschreibung von Integritätsregeln durchgeführt.

Die aufgestellten Konzepte und Lösungen wurden anhand eines Anwendungsszenarios aus dem Bereich der Überwachung von Hangrutschungen evaluiert. Das prototypisch implementierte Erfassungssystem ist jedoch durch seine generische Architektur auch flexibel in anderen Bereichen einsetzbar. Durch die Evaluierung im Anwendungsszenario konnte die Realisierbarkeit und Akzeptanz der verwendeten Methodik für die Geowissenschaften gezeigt werden. Die vorgegebenen Projektziele wurden erreicht. Für detaillierte Erläuterungen der Ergebnisse wird auf die unten aufgeführten Publikationen verwiesen.

 

Ansprechpartner: Stephan Mäs 

 

Veröffentlichungen:

Breunig, M.; Malaka, R.; Reinhardt, W.; Wiesel, J.: Entwicklung mobiler Geodienste. In: Münsteraner GI-Tage - Tagungsband, IFGI prints. 2003

Kandawasvika, A.; Reinhardt, W.: “Concept for interoperable usage of multi-sensors within a landslide monitoring application scenario”, In: Proceedings of the 8th AGILE Conference on Geographic Information Science, Estoril, Portugal (download)

Mäs, S.; Reinhardt, W.; Kandawasvika, A.; Wang, F.: “Concepts for quality assurance during mobile online data acquisition”, In: Proceedings of the 8th AGILE Conference on Geographic Information Science, Estoril, Portugal (download)

Mäs, S.; Wang, F.; Reinhardt, W.: „Using Ontologies for Integrity Constraint Definition”, In: Proceedings of the 4th International Symposium On Spatial Data Quality, pp. 304-313, August 25- 26, 2005, Peking, China (download)

Projektwebseite: http://www.geoservices.uni-osnabrueck.de/