Präsentation von Vektordaten des Geoinformationsdienstes im Intranet

Präsentation von 2D Vektordaten des GeoInfoDienstes der Bundeswehr im Intranet_Bw


Förderung: Amt für Geoinformationswesen der Bundeswehr (AGeoBw)

Laufzeit: 04.2003 - 12.2006

Die Bereitstellung von Geodaten im Internet hat eine sehr große Bedeutung erlangt. Viele Datenanbieter, wie Landesvermessungsämter, bieten zum Beispiel Geodaten über Portale an. Geodaten können über das Internet in Raster- oder Vektorformat übertragen werden. Zurzeit dominieren die Rasterformate wie JPEG oder GIF. Aber es gibt Grenzen, wenn Rasterkarten verwendet werden. Interaktive Attributabfragen von Objekten sind begrenzt und benötigen Serveroperationen. Nutzt man hingegen Vektorformate werden solche Probleme vermieden.

Vektordaten des Geoinformationsdienstes der Bundeswehr liegen in unterschiedlichen Auflösungen und Formaten vor. Art und Inhalt dieses Geodatenbestandes sollen dem Nutzer mit modernen Methoden über das Medium Intranet_Bw nähergebracht werden.

Zur Präsentation von Geodaten im VPF (Vector Product Format) -Format in niedriger und mittlerer Auflösung im Intranet wurden verschiedene Untersuchungen mit den beiden 2D-Standardvektorformaten des W3C (World Wide Web Consortium) SVG (Scalable Vector Graphics) und WebCGM/ActiveCGM durchgeführt.  

 

 

svg_karte.JPG

Karte im SVG-Format (Bereich Stuttgart, VMap Level 0)

 


Als Resultat ergibt sich, dass SVG (XML-basiert) in Verbindung mit XSL zur Präsentation von Geodaten im Internet gut geeignet ist. Es ist mit SVG möglich, XSL-Stylesheets einmalig in Einklang mit Zeichenvorschriften für Punkte, Linien, Flächen, Symbolen, etc. zu definieren und danach immer wieder zu nutzen. Des Weiteren hat SVG ein DOM (Document Object Model) zum dynamischen Manipulieren von Objekten in einem Dokument. Ein weiterer Vorteil für SVG ist die Möglichkeit der „on-the-fly“-Dekomprimierung von SVGZ (komprimiertes SVG) durch das Plug-In. Allerdings hat ActiveCGM (binär), im Gegensatz zu SVG, Vorteile im Bereich „interaktive Eigenschaften“. Es unterstützt mehr Funktionen ohne die Notwendigkeit Scripting nutzen zu müssen, wie „Tool Tips“ oder „highlighted objects“. Die Untersuchungen und Tests haben gezeigt, dass für die vom AGeoBw definierten Aufgaben SVGZ die geeignetste Lösung ist, um VPF-Daten im Internet zu präsentieren. Ein WMS (Web Map Service) generiert dabei die Karten dynamisch „on-the-fly“.

Ansprechpartnerin: Iris Wiebrock