abstract-s-9802

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Dateiinhalt

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<title>abstract-s-9802</title>

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<FONT SIZE=5><B><P ALIGN="CENTER">Streitkr&auml;fteumfang und Wehrstruktur: Ein systemanalytischer Beitrag zur Diskussion l&auml;ngerfristiger Zielvorstellungen am Beispiel des deutschen Heeres
</FONT><FONT SIZE=3>
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von<BR>
Reiner K. Huber<BR>
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Institut f&uuml;r Angewandte Systemforschung und Operations Research (IASFOR)<BR>
Fakult&auml;t f&uuml;r Informatik<BR>
Universit&auml;t der Bundeswehr M&uuml;nchen<BR>
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Bericht Nr. S-9802<BR>
Mai 1998<BR> 
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<FONT SIZE=5><B>&Uuml;bersicht</B><BR>
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Dieser Bericht enth&auml;lt das Manuskript des Vortrags, den der Verfasser auf Einladung des Fachbereichs Sicherheitspolitik und Streitkr&auml;fte am 25. Juni 1998 im Rahmen des Seminars &#132;Ressourcenmanagement/Bundeswehrplanung" im General-Admiralstabslehrgang 1996 an der F&uuml;hrungsakademie der Bundeswehr in Hamburg hielt. Er beinhaltet einen systemanalytischen Beitrag zur Diskussion l&auml;ngerfristiger Zielvorstellungen f&uuml;r die k&uuml;nftige personelle Ausgestaltung des deutschen Heeres. Er entstand in Fortf&uuml;hrung der Arbeiten von 1997 &uuml;ber Risiken einer weiteren, zur Beseitigung des Investitionsdefizits vorzunehmenden Umfangsreduzierung der Bundeswehr.
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Einer seinerzeit ge&auml;usserten Kritik Rechnung tragend wird zun&auml;chst ein Modell entwickelt, das unter der vereinfachenden Annahme homogener Verb&auml;nde die Abh&auml;ngigkeit der personellen Kapazit&auml;t des Heeres f&uuml;r die Eins&auml;tze im internationalen Krisenmanagement (IKM) vom Anteil der Grundwehrdienstleistenden (GWDL) in mathematischer Form beschreibt. Damit kann sodann bei Vorgabe des GWDL-Anteils, der in den Verb&auml;nden unter Ausbildungsgesichtspunkten maximal zul&auml;ssig ist, der Zusammenhang zwischen Friedensumfang und GWDL-Anteil des Heeres berechnet werden, f&uuml;r den ein gew&uuml;nschter Anteil der derzeit vorhandenen IKM-Kapazit&auml;t gew&auml;hrleistet bleibt.
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Es zeigt sich, da&szlig; bei einer Reduzierung der personellen St&auml;rke des Heeres um 20 Prozent, die der Verfasser seinerzeit zum Abbau des Investitionsdefizits als ausreichend betrachtete, die heute vorhandene IKM-Kapazit&auml;t nur zu erhalten ist, wenn der GWDL-Anteil von derzeit 48 auf 42 Prozent abgesenkt wird. Dabei ist unterstellt, da&szlig; der Anteil der GWDL, die freiwillig l&auml;nger dienen, wie bisher bei 15 Prozent anzusetzen ist. Die damit verbundene Reduzierung der Aussch&ouml;pfungsquote der in den kommenden Jahren zum Wehrdienst anstehenden Jahrg&auml;nge liegt innerhalb der in der Vergangenheit beobachteten Schwankungsbreite und kann daher wohl als mit der Wehrgerechtigkeit vereinbar betrachtet werden. 
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Soll dagegen, die derzeit hohe Aussch&ouml;pfungsquote - von mehr als 40 Prozent im Vergleich zum historischen Mittelwert von 31 Prozent -  im Sinne der Wehrgerechtigkeit aufrecht erhalten bleiben, dann mu&szlig; jede weitere Umfangsreduzierung mit einer Verk&uuml;rzung der Dauer des Grundwehrdienstes (GWD) verbunden werden. Die Untersuchung der diesbez&uuml;glichen Zusammenh&auml;nge f&uuml;hrt zu dem Schlu&szlig;, da&szlig; entgegen der herk&ouml;mmlichen Meinung die Kostenwirksamkeit von Heeresstrukturen mit abnehmendem GWDL-Anteil und abnehmender Dauer des GWD steigt, wenn man unterstellt, dass die wahrscheinlichsten Eins&auml;tze von NATO-Streitkr&auml;ften in Zukunft IKM-Operationen beinhalten werden. Unter Ma&szlig;gabe der zugrundeliegenden Annahmen erweist sich eine Freiwilligen-Armee als die kostenwirksamste Option.
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Abschlie&szlig;end werden die Ergebnisse in Form von sechs Thesen zur Pr&uuml;fung im Rahmen detaillierter Untersuchungen zusammengefa&szlig;t.
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Dokument: <A HREF="s-9802.pdf">S-9802</A> (PDF-Datei, 37 Seiten, 406 KB)
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