abstract-s-0001

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<TITLE>abstract-esfeb00</TITLE>

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<FONT SIZE=5><B><P ALIGN="CENTER">Auf der Suche nach einem neuen Gleichgewicht:<BR>
&Uuml;berlegungen zur Weiterentwicklung der Bundeswehr<P ALIGN="CENTER"></B></FONT>
von<BR>
Reiner K. Huber und Bernhard Schmidt<BR>
<BR>
Erschienen in der Zeitschrift<BR>
<I>Europ&auml;ische Sicherheit</I><BR>
Ausgabe Februar 2000<BR>
S.28-35
<BR><BR>
<FONT SIZE=5><B>&Uuml;bersicht</B><BR>
</FONT></P>

Die Untersuchungen verdeutlichen, dass die Bundeswehr in den vergangenen zehn Jahren 
betr&auml;chtlich aus dem Gleichgewicht geraten ist. Sie ist, vereinfacht gesprochen, 
technisch veraltet und nur eingeschr&auml;nkt einsatzf&auml;hig. 
Au&szlig;erdem fehlen ihr im Hinblick auf die neuen Eins&auml;tze im Rahmen der Krisenreaktion 
entscheidende F&auml;higkeiten. Dar&uuml;ber hinaus setzt die Tatsache, dass es sich 
insbesondere beim Heer im wesentlichen um Ausbildungsstreitkr&auml;fte handelt, 
dem Krisenreaktionspotential enge Grenzen.
<BR><BR>
Die Weiterentwicklung der Bundeswehr mu&szlig; daher in erster Linie auf die Modernisierung 
der Streitkr&auml;fte und den Aufbau von rasch verf&uuml;gbaren Krisenreaktionskr&auml;ften abzielen, 
womit auch wichtige Voraussetzungen zur Teilnahme der Bundeswehr an der gemeinsamen Verteidigung 
des B&uuml;ndnisses an seinen Grenzen geschaffen werden.
<BR><BR>
Dabei steht die Bundeswehrf&uuml;hrung angesichts der Sparbeschl&uuml;sse vor einem Dilemma. 
Sie kann sich zum einen f&uuml;r eine einschneidende Umgestaltung des Wehrdienstes und eine 
damit verbundene relativ starke Reduzierung des Friedensumfangs entscheiden, um m&ouml;glichst rasch 
das Krisenreaktionspotential zu erh&ouml;hen und die finanziellen Mittel zur Modernisierung freizusetzen. 
Zum anderen kann sie den Weg einer vergleichsweise m&auml;&szlig;igen Reduzierung des Friedensumfangs 
beschreiten, auf dem eine merkliche Steigerung des Krisenreaktionspotentials und die Modernisierung 
der Bundeswehr weitgehend davon abh&auml;ngt, ob eine substantielle Erh&ouml;hung des Verteidigungshaushalts 
zumindest l&auml;ngerfristig gesichert ist.
<BR><BR>
Aufl&ouml;sbar w&auml;re dieses Dilemma nur, wenn die R&uuml;cknahme einer einmal vorgenommenen 
Reduzierung des Friedensumfangs politisch durchsetzbar w&auml;re. In diesem Fall b&ouml;te sich als 
dritte M&ouml;glichkeit, die erstgenannte Entscheidungsm&ouml;glichkeit mit der Verpflichtung zu verbinden, 
die Friedensst&auml;rke in absehbarer Zeit auf ein Ma&szlig; zur&uuml;ckzuf&uuml;hren, 
das dem Prinzip einer fairen Lastenteilung im B&uuml;ndnis gerecht wird und der Gr&ouml;&szlig;e 
und wirtschaftlichen Leistungsf&auml;higkeit Deutschlands angemessen ist. Es ist zu vermuten, 
dass nur auf diesem Wege ein neues Gleichgewicht zu finden ist, dessen Bestimmung vertiefter Untersuchung bedarf.

<P><HR></P>

Dokument: <A HREF="esfeb00.pdf">esfeb00</A> (PDF-Datei, 16 Seiten, 141 KB)

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