XML- und Metadatenspezifikation militärischer Standards

DIPLOMARBEIT

XML- und Metadatenspezifikation für militärsiche Standards

Einführung: Die Konzeption der Bundeswehr fordert eine zuverlässige und bedarfsgerechte Informationsteilhabe aller Beteiligten in nahezu Echtzeit. Hierbei ist die Verfügbarkeit, Vertraulichkeit und Integrität der Informationen zu gewährleisten. Hierzu ist es, laut Teilkonzeption Führungsunterstütung Bundeswehr und IT-System der Bundeswehr, zum Erlangen einer NetOpFü erforderlich, Informationen zu erfassen und verfügbar zu machen. Dies erfordert eine umfassende Vernetzung von Systemen auf der Grundlage von internationalen Standards und operationeller Forderungen. Diese Anforderungen und Standards werden inhaltlich ständig weiterentwickelt und in den Sog. Standardization Aggreements (STANAGs) textuell dokumentiert. STANGs sind häufig äußerst umfangreich und erfordern einen enormen Implementierungs-und Kostenwaufwand für die jeweiligen Systeme.

Zu diesem Zweck hat das IT-Amt der Bundeswehr eine Studie in Auftrag gegeben, in der nachgewiesen werden soll, dass eine Überführung einer bisher unformatierten Dokumentation von Standards in ein maschinenlesbares Format (z.B. XML) erheblich zur Vereinfachung der Schnittstellenimplementierung in IT- Systemen beitragen kann. Dieses Format soll so generisch sein, dass es alle bzw. möglichst viele STANAGs im Bereich militärische Kommunikation abdeckt.

Ziel der Arbeit: Es wurden von verschiedenen Institutionen/Firmen bereits proprietäre bzw. prototypische XML-Schemata entwickelt, um einzelne STANAGs in geeigneter Weise machinenlesbar abzubilden.

Ein erster Schritt bei der Bearbeitung der vorliegenden Diplomarbeit soll die Evaluierung der bereits vorhandenen XML-Schemata für verschiedene STANAGs darstellen. Hierbei sollen die Schemata vor allem dahingehend überprüft werden, ob diese generisch genug sind, um folgendene STANAGs abzubilden:

STANAG 5516 (Link 16), STANAG 5511 (Link 11), STANAG 5522 (Link 22), MilStd 6017 (VMF), STANAG 5500/APP 11 (AdatP3/ MTF)

Die Analysephase soll hierbei in der Erstellung eines generischenReferenzmodells für eine mögliche Strukturierung einer beliebigen STANAG münden. Dabei sollen die vorhandenen Schemata verwendet, ggf. weiterentwickelt oder auch evtl. ersetzt werden. Hierbei steht vor allem die generische Formatierung von Meldungsformaten (Nachrichten) und Datenelementen (Data Element Dictionary) im Vordergrund. Ebenso sollen die Implementierungsregeln für Nachrichten (Transmit-/Receive-Rules), die in den vorhandenen Schemata, weniger bis überhaupt nicht berücksichitgt wurden, in das generische Referenzmodell übernommen werden. Für diese Bestandteile der STANAG sind XML-Schemata zu entwerfen.

Ausgehend von diesem neuen generischen Modells, soll in einem zweiten Schritt eine Ausprägung dieses Modells anhand von STANAG 5516 (Link16) erstellt werden. Die oben erstellten Schemata sind hierbei exemplarisch für ausgewählte Nachrichten zu befüllen.

Vorkenntnisse: Hilfreich für diese Arbeit sind Kenntnisse im Bereich XML/XSD(XML-Schema).

Aufgabensteller: Prof. Gunnar Teege

Betreuer: Volker Eiseler

volker.eiseler@unibw.de

März, 2008