Forschung Prof. Teege

Forschung Prof. Teege

Professur für Verteilte System - Forschung

Prof. Teege

Nebenläufigkeit in Verteilten Systemen

In diesem Bereich werden Modelle entwickelt und untersucht, die die Effekte von Nebenläufigkeit in verteilten Systemen beschreiben. Es werden sowohl nachrichtenbasierte Systeme als auch Systeme mit gemeinsamem Speicher betrachtet, ein Ziel der Arbeiten ist eine umfassende gemeinsame Behandlung beider Systemarten.

Grundlage der Forschung sind verwandte Forschungen der letzten Jahrzehnte in den Bereichen der Konsistenzmodelle für gemeinsame verteilte Speicher, der Sortierungseigenschaften von Multicast-Protokollen, und der Datenreplikation in Datenbanken und verteilten Systemen.

Erste Ergebnisse der Forschungsarbeiten finden bereits Verwendung in der Vorlesung und Übung zu "Verteilte Systeme".

Elearning im Hochschulbereich

Hier werden unterschiedliche Ansätze untersucht, Rechner, Rechnernetze und neue Medien in der Lehre einzusetzen. Einen Schwerpunkt bildet das Angebot virtueller Vorlesungen über Internet. Auf der Basis von Web-Technologien und mit Hilfe von Video-Aufzeichnungen wird die Teilnahme an Vorlesungen und begleitenden Übungen von entfernten Standorten über das Internet ermöglicht. Ein Ergebnis ist eine durch die Virtuelle Hochschule Bayern (vhb) geförderte virtuelle Vorlesung, die regelmäßsig seit 2000 im Rahmen des Lehrangebots der vhb angeboten wird.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet die kooperative Erstellung von Lehrmaterialien und ihre Wiederverwendung. Hier wird im Hochschulprojekt "Targeteam" in Kooperation mit der Informatik der TU München, seit 1999 ein System entwickelt und eingesetzt, mit dem sich auf XML-Basis Lehrmaterialien erstellen, anpassen und einsetzen lassen.

Web-Service-Infrastrukturen für geographische Daten

Der interdisziplinäre Bereich der Geographischen Informationssysteme (GIS) berührt hauptsächlich die Gebiete Informatik und Vermessungswesen. In diesem Bereich beginnt zur Zeit ein Wandel, von proprietären Systemen, die die Speicherung und Bearbeitung geographischer Daten vereinen, hin zu offeneren Ansätzen mit verteilter Datenhaltung und Zugriff über Internet- und Web-Technologien. Den Schwerpunkt der Arbeit bildet die Untersuchung der neu entwickelten Standards des OpenGIS Consortiums (OGC) auf ihre Anwendbarkeit in der Praxis.

Die Arbeiten werden durchgeführt in Kooperation mit dem Fachgebiet Geoinformationssysteme an der Fakultät Bauingenieur- und Vermessungswesen der TU München, dem Institut für Geoinformation und Landmanagement an der UniBWM, dem Runden Tisch GIS e.V. und dem OGC.

Einzelne Projekte zu diesem Themenbereich finden Sie unter "Projekte" in der Liste der laufenden oder abgeschlossenen Projekte.

Interoperable Nutzung militärischer Kommunikation

Das Institut für Technische Informatik arbeitet seit 2005 mit dem IT-Amt der Bundeswehr zusammen an der Weiterentwicklung der Nutzung taktischer Datenlinks. Taktische Datenlinks sind Datennetze zum Austausch „taktischer“ Informationen in Einsätzen und Übungen der Bundeswehr. Typischerweise handelt es sich dabei um Informationen über  beteiligte Einheiten (Fahrzeuge, Flugzeuge, etc.), wie Kennungen, aktuelle Position und Kurs („wer ist wo?“). Zusätzlich können weitere Informationen übertragen werden, beispielsweise kurze Textnachrichten. Taktische Datenlinks verwenden meist Funkstrecken zur Übertragung, können aber auch kabelgebundene Strecken enthalten.

Aus historischen Gründen werden in verschiedenen Teilstreitkräften (Heer, Luftwaffe, Marine) und bei verschiedenen verbündeten Streitkräften unterschiedliche Taktische Datenlinks eingesetzt. Ein wichtiges Ziel ist es, diese interoperabel zu machen, also Daten zwischen den Systemen auszutauschen. Dies erfordert die gegenseitige Konvertierung der Datenformate und ggf. inhaltliche Anpassungen der Informationen.

Ein weiteres Ziel ist die Verwendung kostengünstiger moderner Endgeräte und anderer aktueller Entwicklungen aus dem zivilen Bereich. Ein Beispiel ist der Einsatz von Smartphones, ein weiteres Beispiel ist die Darstellung der Information mit Hilfe von Kartenanwendungen wie Google Maps.

Das Institut für Technische Informatik bringt im Rahmen von Projekten aktuelle wissenschaftliche Methoden und Erkenntnisse in die Entwicklung ein, schlägt neue Nutzungsarten vor und setzt diese in Form von Prototypen und Demonstratoren um.

(es sind weitere Informationen vorhanden (Bild, Folie) zur Gestaltung einer Übersichtsseite und Literatur (viele Diplomarbeiten, Technische Berichte, Projektberichte etc.)

E-Health in Entwicklungsländern

Es gibt eine Reihe von Gründen, warum (öffentliche) Gesundheitssysteme in Entwicklungsländern in einem schlechten Zustand sind und eine Versorgung der Bevölkerung höchstens auf einem sehr niedrigen Niveau leisten können. Der Hauptgrund ist die fehlende Finanzierung, verursacht durch einen Mangel öffentlicher Mittel und die Armut der Bevölkerung. Ein wichtiger Grund ist häufig aber auch eine ineffiziente Organisation. Hier könnte der Einsatz von moderner Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Verbesserungen bringen.

Die Forschungsarbeiten untersuchen, wie weit ein Einsatz von IKT hier sinnvoll ist und welche Randbedingungen dabei zu berücksichtigen sind. Eine direkte Übertragung von Lösungen und Konzepten aus entwickelten Ländern ist aus vielerlei Gründen nicht möglich. Die Untersuchungen verwenden die konkrete Situation im afrikanischen Staat Benin als Fallbeispiel.

(hier sind weitere Informationen vorhanden: die Dissertation von Herrn Edoh, eine Veröffentlichung, 1-2 Vorträge.)