Wissensbasierte Diagnose und Fehler-Management

Wissensbasierte Diagnose und Fehler-Management


Die Arbeiten in diesem Themenbereich befassen sich mit der Entwicklung eines adaptiven Diagnoseansatzes für komplexe verteilte technische Systeme, die sich netzwerkartig aus einer Vielzahl unterschiedlicher Komponenten zusammensetzen. Die einzelnen physikalischen und funktionalen Komponenten senden in Abhängigkeit ihrer internen Zustände Meldungen aus (die in einem Logfile gespeichert werden). Dieses Logfile wird von einem Bediener analysiert, um dadurch auf den Systemzustand zu schließen. Speziell in kritischen Situationen kann es zu einem sprunghaften Anstieg der auszuwertenden Meldungen (event burst) kommen. Als besonders erschwerend kommt hinzu, daß die beschriebenen Systeme permanenten Topologie- und Zustandsänderungen unterliegen und häufig hinsichtlich ihres Verhaltens nicht vollständig beschrieben sind.

Ziel der Arbeiten war die Entwicklung eines adaptiven Ansatzes, wobei ein neuartiger induktiver Lösungsansatz des fallbasierten Schließens entwickelt und realisiert wurde. Für den Bereich der Telekommunikationsnetze wurde dazu im Berichtszeitraum ein Prototyp entwickelt, der Fehler und kritische Situationen durch Vergleich mit bereits bekannten Situationen (identische oder "ähnliche" Fälle) erkennt und dem Bediener bei der Ursachenermittlung und Planung der Gegenmaßnahmen unterstützt.

Für weitere Information: A. Lehmann, R. Deters