EMILIA dem NATO MedIntel Expert Panel vorgestellt

Im Rahmen eines Treffens des Medical Intelligence Expert Panel (MedIntel EP), das dem Commitee of the Chiefs of Military Medical Services in NATO (COMEDS) angehört, wurde die für das Apple iPad und iPhone entwickelte App "EMILIA" dem Fachpublikum vorgestellt. Die Vertreter verschiedener Nationen haben Interesse bekundet, an einem zukünftigen Forschungsprojekt beteiligt zu sein.
EMILIA dem NATO MedIntel Expert Panel vorgestellt

EMILIA App Logo

EMILIA steht für "Electronical Medical Intelligence Lightweight Internationalized Application" und wurde im Rahmen des RAAPIT-Projektes am Lehrstuhl für Kommunikationssysteme und Netzsicherheit als Demonstrator einer Machbarkeitsstudie entwickelt. Die Studie zeigt, dass mit einer mobilen Anwendung, die sowohl für Tablets als auch für Smartphones konzipiert ist, das Sammeln von einsatzrelevanten Informationen erheblich zu vereinfachen ist. Die App bietet die Möglichkeit vor Ort gewonnene Erkenntnisse nach einem festen Schema als "Feldnotiz" zu erfassen und in einer gemeinsame Lagebildkarte darzustellen. Weiterhin können Dokumente, z. B. über Krankheiten, aktuelle Ausbrüche, Kontakte und Einrichtungen vor Ort, verwaltet werden, die somit auch ohne Netzzugang immer zur Verfügung stehen. In einem "Information Hub" genannten Modul können die Nutzer der Anwendung in themenbezogenen Bereichen Nachrichten und Dokumente live austauschen, die dann ebenfalls offline weiterhin zur Verfügung stehen.

Beim jüngsten des zwei Mal jährlich stattfindenden Treffens des NATO COMEDS Medical Intelligence Expert Panel wurde EMILIA den Vertretern der Länder vorgestellt und Interessierte hatten die Möglichkeit, die App auf dem eigenen Tablet oder Smartphone zu testen. Somit wurde während des mehrtägigen Meetings im Rahmen eines Feldtests an einer gemeinsamen Lagekarte gearbeitet und dabei Nutzerfeedback, Featurevorschläge und konzeptionelle Anregungen gesammelt.

Das insgesamt sehr positive Feedback auf den Demonstrator wurde dadurch bestärkt, dass die anwesenden Vertreter mehrerer NATO-Mitglieder Interesse daran äußerten, an einem Folgeprojekt beteiligt zu sein. Das Institut für Technische Informatik befindet sich mit den Vertretern zweier Nationen in der Planungsphase des Folgeprojektes, welches noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden soll und während der Laufzeit weiteren Ländern die Möglichkeit geben wird, sich ebenfalls am Projekt zu beteiligen.