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50 Jahre Informatik München

Festveranstaltung
der Universität der Bundeswehr München
mit geladenen Gästen aus Forschung,
Politik und Wirtschaft

18. Juli 2017

Programm:

ab 14:30 Ausstellung aktueller Forschungsprojekte
ab 15:30 Festveranstaltung

Begrüßung
Grußwort der Präsidentin
Prof. Dr. Merith Niehuss

Bericht des Dekans der Fakultät für Informatik
Prof. Klaus Buchenrieder, Ph.D.

"Die Anfänge der Informatik in Neubiberg"
Prof. Dr. Fritz Lehmann, Prof. Dr. Dr. h.c. mult. Christoph Zenger
und Dipl.-Inf. Horst Hermanns

Vortrag
"Cyber-Cluster@UniBwM - Eines der größten Ökosysteme für
Forschung, Entwicklung und Innovation im Bereich der
Cybersicherheit und Smart Data"
Prof. Dr. Gabi Dreo Rodosek

Festvortrag
"Informatik - Von einer Nischen- zur Leitdisziplin im
Zeitalter der Digitalisierung. Herausforderungen und Chancen"
Prof. Dr. Dr. h.c. Manfred Broy

 


 

Die Geschichte der Informatik an der Universität der Bundeswehr München

Unter den Verteidigungsministern Helmut Schmidt und vor allem Georg Leber wurden anfangs der 1970er Jahre die so genannten Bundeswehrhochschulen gegründet. Ohne eigenes Renommee, galten sie zuerst als bessere Fachhochschulen, auf die man gehörigen Einfluss zu nehmen habe, damit etwas Ordentliches daraus werde.  Prof. Friedrich L. Bauer kam 1972 in den Gründungsausschuss für die Einheit Informatik an der Hochschule der Bundeswehr Neubiberg und beeinflusste erste Berufungen. Aus der Informatik der Technischen Universität München und aus dem Leibniz Rechenzentrum (LRZ) kamen bald Stephan Braun, Winfried Hahn, Fritz Lehmann, Wolfgang Niegel und Hans-Rüdiger Wiehle als Professoren nach Neubiberg; Stephan Heilbrunner begann dort als Assistenzprofessor.

Etwas später trafen Christoph Zenger, der aber bald darauf als Nachfolger von Klaus Samelson an die TUM zurückkehrte, und Eike Jessen ein. Spätestens um diese Zeit wurde die Bundeswehrhochschule an die universitären Kreisläufe angeschlossen. 1980 bekam sie das volle Promotionsrecht, 1981 das volle Habilitationsrecht. 1985 erhielt sie den neuen Namen "Universität der Bundeswehr München".

1988 ging Gunther Schmidt an die UniBw München und ein Jahr später Ulf Schmerl, der damals gerade erste Lehraufträge an der TUM wahrgenommen hatte. Die UniBw München war nicht zuletzt auch der Wirkungsort mehrerer mathematisch-technischer Assistentinnen, die an der TUM ihre Ausbildung erhalten hatten: Christa Beckh (geb. Hilbig), Birgit Oswald (geb. Müller), Hedwig Berghofer (geb. Vogg) und Ernst Schott.

Hauptsächlich im Zuge der Wiederbesetzung von Professuren, deren Inhaber in den Ruhestand gegangen waren, kamen Uwe Borghoff (1998, über eine Zwischenstation in Grenoble), Gunnar Teege (2001), Gabi Dreo Rodosek (2004), Michael Koch (2007) und Wolfgang Hommel (2016) von der Informatik der TUM an die Informatikfakultät in Neubiberg. Von der Mathematik der LMU München kam Cornelius Greither (1999, über eine Zwischenstation in Québec), vom Maschinenwesen der TU München Andreas Karcher (2003) und von der dortigen über die hiesige Geodäsie Helmut Mayer (2008).

2001 gelang es, den neuen Studiengang Wirtschaftsinformatik an der UniBw M einzurichten. Er war damit der erste Studiengang Wirtschaftsinformatik an den Münchner Universitäten. Ebenfalls 2001 erfolgte die Öffnung der Studiengänge für weibliche Offiziere und Offizieranwärterinnen wie auch für zivile Studierende. Seit 2009 beteiligt sich die Informatik auch maßgeblich am Studiengang Mathematical Engineering. Im Zuge der Bologna-Reform wurden 2007 sämtliche Studiengänge vom Diplom auf das Bachelor/Master System umgestellt. Seit 2006 gibt es in der Fakultät ein Hochbegabtenprogramm, im Rahmen dessen besonders befähigte Schülerinnen und Schüler an universitären Lehrveranstaltungen teilnehmen können.

Die Neubiberger Informatik deckt mit ihren Professuren und Forschungsgruppen eine große fachliche Breite ab. Es ist ihr gelungen, in immer größerem Umfang Forschungsprojekte einzuwerben, welche teilweise über die Universität, zum Teil auch über das 1993 gegründete An-Institut „Institut für Technik Intelligenter Systeme (ITIS)“ durchgeführt werden. Sie ist heute eine der drittmittelstärksten Fakultäten der UniBw M.

2016 wurde von der Bundesregierung die Erweiterung des seit 2013 bestehenden Forschungszentrums CODE zum Forschungszentrum „Cyber Defence und Smart Data“ beschlossen, was für die Fakultät für Informatik, aber auch für die UniBw M als Ganzes, von enormer Bedeutung ist. In diesem Zusammenhang wird derzeit ein neuer Master-Studiengang „Cyber Defence“ eingerichtet, laufen Berufungsverfahren für elf zusätzliche Professuren und wird ein großzügiges neues Gebäude errichtet. Ferner ist geplant, einen Master-Studiengang „Intelligence and Security Studies“ in Kooperation mit der Hochschule des Bundes einzurichten.

1998 ehrte die Neubiberger Fakultät für Informatik F. L. Bauer mit ihrer ersten und bisher einzigen vergebenen Ehrendoktorwürde wegen seiner Verdienste um die Informatik allgemein, aber auch wegen seiner beim Aufbau der Fakultät Informatik der UniBw München gewährten Hilfestellung.

 

Informatik in München

Heute ist die Informatik an den drei Münchener Universitäten etabliert:
Technischen Universität München

Ludwig-Maximilians-Universität München
sowie der Universität der Bundeswehr München.

 

Jubiläumspartner: